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Opfer auf Vulkaninsel White Island sollen geborgen werden

Bislang konnte White Island nicht wieder betreten, die dort noch vermuteten Opfer des Vulkanausbruchs nicht geborgen werden. Doch nun bereiten sich neuseeländische Bergungskräfte auf das Betreten der Insel vor - eine gefährliche Aufgabe.



White Island
Der Ausbruch des Vulkans auf White Island hat mehrere Menschen das Leben gekostet.   Foto: -/XinHua/dpa

Nach tagelangem Warten wegen der Gefahr eines neuen Ausbruchs will die neuseeländische Polizei die mutmaßlich acht Todesopfer auf der Vulkaninsel White Island nun an diesem Freitag bergen.

Bei dem Ausbruch von Neuseelands aktivstem Vulkan am Montag kamen nach einer bisher inoffiziellen Bilanz 16 Menschen ums Leben. Dazu gehören auch die Toten auf der Insel. Zwei Verletzte starben in der Nacht.

Mehrere Verletzte schweben noch in Lebensgefahr. Insgesamt 21 Menschen wurden am Donnerstag wegen teils schlimmer Verbrennungen in Spezialkliniken behandelt. Den Gesundheitsbehörden zufolge sind 16 davon in einem «kritischen Zustand». Nach Angaben des Arztes Peter Watson werden die meisten künstlich beatmet. Bei einigen seien 90 bis 95 Prozent der Hautoberfläche verbrannt.

Die Gefahr eines neuen Ausbruchs ist Experten zufolge immer noch nicht gebannt. In den vergangenen Tagen wuchs jedoch der Druck von Angehörigen, die Toten von der Insel zu holen. Befürchtet wird, dass sie bei einer neuen Eruption für immer verschwunden sein könnten.

Betroffen von dem Ausbruch auf der Insel, die für Touristentouren beliebt war, sind auch deutsche Urlauber. Das Auswärtige Amt ging davon aus, dass unter den Verletzten vier deutsche Staatsgehörige sind. «Wir haben derzeit keine Erkenntnisse, nach denen Deutsche zu Tode gekommen sind», hieß es aus Berlin. Die Botschaft in Wellington bemühe sich weiter «mit Hochdruck um Aufklärung» und stehe in Kontakt mit den neuseeländischen Behörden. Wie schlimm die Bundesbürger verletzt sind, ist unklar.

Zur Zeit des Ausbruchs am Montag sollen 47 Menschen die Insel besucht haben - die meisten als Tagesausflügler eines Kreuzfahrtschiffs. Etwa die Hälfte der Besucher stammte aus Australien. Andere kamen aus China, Malaysia, den USA und Großbritannien.

White Island - bei den Maori, der indigenen Bevölkerung Neuseelands, Whakaari genannt - liegt in der Bay of Plenty im Nordosten vor der neuseeländischen Nordinsel. Der Vulkan gilt als gefährlichster des Landes. Er war seit einiger Zeit wieder verstärkt aktiv, trotzdem fuhren immer wieder Boote mit Ausflüglern dorthin. Das Betreten der Insel war nur mit ausgebildeten Führern gestattet. Das Eiland in Privatbesitz ist nunmehr als Todeszone komplett gesperrt.

Der Inselstaat Neuseeland, der der deutschen Zeit derzeit zwölf Stunden voraus ist, liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
12. 12. 2019
08:02 Uhr

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dpa

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12. 12. 2019
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