Lade Login-Box.
Topthemen: Südthüringen kocht 2020Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

Brennpunkte

Neuseeland: Taucher suchen nach Vermissten bei Vulkaninsel

Vor bald einer Woche ist der neuseeländische Vulkan ausgebrochen. Zwei Menschen gelten noch als vermisst. Bisher konnten Taucher sie nicht finden. Am Sonntag könnte ein Bergungsteam auf die gefährliche Vulkaninsel zurückkehren. Unterdessen steigt die Zahl der Toten.



Bergung der Opfer
Einsatzkräfte auf der Vulkaninsel White Island.   Foto: -/New Zealand Defence Force/dpa

Nach dem Vulkanausbruch in Neuseeland haben Taucher heute nach zwei Vermissten in den Gewässern rund um die Insel White Island gesucht. Die Suche - auch auf der Insel selbst - solle demnächst fortgesetzt werden, sagte die Polizei.

Wenn die Umstände es zuließen, dann schon an diesem Sonntag, berichteten neuseeländische Medien. Unterdessen stieg die Zahl der Toten. Am Samstag war eine weitere Person im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen, wie Polizei und Gesundheitsministerium mitteilten. Damit lag die offizielle Zahl der Todesopfer bei 15. Örtliche Medien gehen aber davon aus, dass die beiden Vermissten ebenfalls tot sind.

Die Taucher von Polizei und Marine hatten am Samstag mit besonders schwierigen Umständen zu kämpfen. «Das Wasser um die Insel herum ist verunreinigt», sagte Polizei-Vize John Tims. Die Taucher mussten Schutzanzüge tragen und jedes Mal, wenn sie auftauchten, mit frischem Wasser abgespült werden. Laut örtlichen Medien berichteten Taucher außerdem von vielen toten Fischen rund um die Insel. Auch sei die Sicht unter Wasser eingeschränkt gewesen.

Am Freitag hatte sich ein Bergungsteam trotz der hohen Gefahr eines erneuten Vulkanausbruchs auf die Insel gewagt und sechs Leichen geborgen. Der aktivste Vulkan des Landes war am Montag ausgebrochen. Unter den Toten sind Touristen und Reiseführer, die sich auf einer Sightseeingtour auf der Insel befanden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums werden noch 27 Menschen in Krankenhäusern in Neuseeland und Australien behandelt. Mindestens zehn von ihnen befinden sich demnach in kritischem Zustand.

Regierungschefin Jacinda Ardern kündigte für Montag eine Gedenkminute für die Opfer an. «Wo auch immer man in Neuseeland oder an anderer Stelle der Welt ist, ist dies ein Moment, in dem wir an der Seite derer stehen, die ihre Liebsten in dieser außergewöhnlichen Tragödie verloren haben», heißt es in einer Erklärung.

In den vergangenen Tagen hatten Angehörige der Opfer darauf gedrängt, die Toten von der Insel zu holen. Befürchtet wurde, dass sie bei einer neuen Eruption für immer verschwinden könnten. Ardern hatte am Freitag gesagt, es sei zu früh, um zu sagen, ob die Regierung die Touren nach White Island stoppen werde. Der Vulkan werde seit fast 30 Jahren besucht.

Der Inselstaat Neuseeland liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Der Vulkan war seit einiger Zeit wieder verstärkt aktiv, trotzdem fuhren immer wieder Boote mit Ausflüglern dorthin. Das Betreten der Insel war nur mit ausgebildeten Führern gestattet. Das Eiland in Privatbesitz ist nunmehr als Todeszone komplett gesperrt. Es war der erste tödliche Ausbruch seit 1914 - damals kamen zehn Bergarbeiter ums Leben.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
14. 12. 2019
17:53 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Gesundheitsministerien Jacinda Ardern Polizei Regierungen und Regierungseinrichtungen Todesopfer Tote Vulkanausbrüche Vulkane
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Bergungsaktion

13.12.2019

Neuseeland: Mehrere Todesopfer von Vulkaninsel geborgen

Noch immer spuckt der Vulkan auf White Island Rauch und Schlamm. Dennoch wagt sich am Freitag ein Rettungsteam auf die Insel und birgt sechs Leichen. Für die Angehörigen ist das nur ein kleiner Trost. Noch immer werden z... » mehr

Rettungskräfte im Einsatz

15.12.2019

Zahl der Toten steigt nach Vulkanausbruch in Neuseeland

Suchmannschaften haben sich auf Neuseelands Vulkaninsel zurückgewagt. Auch Taucher waren am Wochenende im Einsatz. Doch die Suche nach den beiden noch vermissten Leichen blieb erfolglos. Derweil sterben immer mehr Brando... » mehr

Einsatz der Rettungskräfte

10.12.2019

Vulkaninsel jetzt Todeszone - Auch vier Deutsche verletzt

Offiziell sind es bislang sechs Tote. Aber dabei wird es nach dem Vulkanausbruch in Neuseeland nicht bleiben. Acht Menschen werden noch vermisst. Im Krankenhaus kämpfen mehrere Brandopfer um ihr Leben. Nicht einmal die S... » mehr

Abtransport

09.12.2019

Viele tote Urlauber bei Vulkanausbruch in Neuseeland

Neuseelands Ureinwohner nennen ihn Whakaari: den «dramatischen Vulkan». Pro Jahr fahren 10.000 Touristen zu ihm hinaus auf die Insel - bis er nun plötzlich ausbricht. Die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, ist gering. » mehr

White Island

12.12.2019

Opfer auf Vulkaninsel White Island sollen geborgen werden

Bislang konnte White Island nicht wieder betreten, die dort noch vermuteten Opfer des Vulkanausbruchs nicht geborgen werden. Doch nun bereiten sich neuseeländische Bergungskräfte auf das Betreten der Insel vor - eine gef... » mehr

Saubermachen

17.01.2020

Philippinische Vulkaninsel wird zum Niemandsland

Die Bilder aus den Philippinen gehen um die Welt: Der Vulkan Taal schleudert Asche in die Luft. Mehr als 140.000 Menschen sind auf der Flucht. Und es könnte noch gefährlicher werden. Ein Besuch vor Ort. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Auto überschlägt sich und landet auf Dach Suhl

Unfall Suhl | 23.01.2020 Suhl
» 6 Bilder ansehen

Schulbusunfall nahe Eisenach Berka vor dem Hainich

Schulbusunglück nahe Eisenach | 23.01.2020 Berka vor dem Hainich
» 10 Bilder ansehen

Einfamilienhaus brennt in Schmalkalden Schmalkalden

Brand in Schmalkalden | 23.01.2020 Schmalkalden
» 3 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
14. 12. 2019
17:53 Uhr



^