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Mitten auf der Straße: Mann stirbt nach Streit mit Gruppe

Freitagabend, zwei Paare schlendern durch die Augsburger Innenstadt. Da begegnen sie einer Gruppe junger Männer. Es kommt zum Streit. Der Grund ist nicht bekannt. Die Situation gerät außer Kontrolle.



Polizeiauto mit Blaulicht
Ein Polizeiauto inn Bayern mit eingeschaltetem Blaulicht.   Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

Bei einem Streit mit einer Gruppe junger Männer ist in der Augsburger Innenstadt ein 49 Jahre alter Mann angegriffen und getötet worden.

Zusammen mit seiner Frau und einem befreundeten Ehepaar war das spätere Opfer am späten Freitagabend in der Innenstadt unterwegs, als sie auf die Gruppe stießen. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, kam es aus noch unbekannter Ursache zum Streit.

Einer der jungen Männer aus der Gruppe schlug dem Opfer demnach gegen den Kopf. Der 49-Jährige aus dem Landkreis Augsburg stürzte und blieb am Boden liegen. Auch der 50-jährige Begleiter wurde von den Männern geschlagen und im Gesicht verletzt, die Frauen wurden dagegen nicht angegangen. Nach der Tat flohen die Täter. Notärzte versuchten noch, den 49-Jährigen wiederzubeleben - jedoch ohne Erfolg. Der Mann starb noch im Rettungswagen. Er war Mitglied der Berufsfeuerwehr Augsburg, wie ein Polizeisprecher sagte.

Die Polizei ermittelte am Samstag mit Hochdruck, ohne eine konkrete Spur zu haben. Die Kripo richtete eine 20-köpfige Ermittlungsgruppe ein. Dabei konzentrieren sich die Beamten gegenwärtig auf die Erlangung und Auswertung von Bildmaterial rund um den Tatort. Außerdem bat die Polizei darum, dass sich Passanten melden sollten, die die Tätergruppe möglicherweise schon vorher gesehen haben oder etwas zu ihrem Fluchtweg sagen können. Man sei auf Zeugenaussagen angewiesen, hieß es.

Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) zeigte sich bestürzt. Augsburg sei Schauplatz einer folgenschweren Gewalttat geworden, schrieb er am Samstag auf seiner Facebook-Seite. «Unser aller Mitgefühl gehört den Hinterbliebenen des Verstorbenen, seinen Freunden und Kollegen bei der Stadt Augsburg, insbesondere den Kameradinnen und Kameraden bei der Berufsfeuerwehr.»

Wahrscheinlich handelt es sich um eine Zufallsbegegnung. Immer wieder kommt es zu spontanen Gewalttaten. So wurde im Frühjahr in München ein 17-Jähriger durch Stichverletzungen wegen eines Streits um ein Handy getötet. Zuvor waren zwei Gruppen Jugendlicher aufeinandergetroffen. Der Täter wurde später im Ausland gefasst.

Im August wurde ein 36-Jähriger im oberfränkischen Kronach bei einem Streit durch Tritte gegen den Kopf schwer verletzt. Das Opfer war in der Nacht auf eine Gruppe von Männern getroffen. Drei davon gingen laut Polizei auf den 36-Jährigen los und traten noch auf ihn ein, als er am Boden lag. Der 18-Jährige Haupttäter konnte ermittelt werden.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
07. 12. 2019
18:47 Uhr

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dpa

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07. 12. 2019
18:47 Uhr



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