Lade Login-Box.
Topthemen: Landtagswahl 2019Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

Brennpunkte

Mindestens fünf Verletzte bei erster Stierhatz in Pamplona

In Pamplona heißt es wieder: «Die Stiere sind los!» Trotz wachsender Kritik an dem Spektakel sind auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Schaulustige aus aller Welt angereist. Ärzte und das Rote Kreuz haben alle Hände voll zu tun.



Pamplona
Rot-weiß gekleidete Teilnehmer der Stierhatz im spanischen Pamplona.   Foto: David Domench/Europa Press » zu den Bildern

Der Auftakt der berühmt-berüchtigten Stierhatz im spanischen Pamplona ist für fünf Teilnehmer im Krankenhaus geendet. Drei Läufer - zwei Amerikaner und ein Spanier - wurden am Sonntagmorgen von Kampfbullen unsanft auf die Hörner genommen.

Einen 23-Jährigen aus dem US-Bundesstaat Kentucky habe es besonders schwer erwischt, berichtete der Fernsehsender RTVE. Zwei weitere Spanier wurden nach Klinikangaben wegen Gehirnerschütterungen behandelt. 53 Menschen konnten mit leichteren Blessuren vor Ort vom Roten Kreuz versorgt werden.

An acht aufeinanderfolgenden Tagen werden im Rahmen des «Sanfermines»-Festivals jeweils sechs Stiere und mehrere Leitochsen durch die Gassen der Stadt in die Arena getrieben. Die in Spanien nach wie vor sehr populären Stierläufe werden jeden Morgen live im Fernsehen übertragen.

Bei der ersten Hatz - auf Spanisch «Encierro» - ging es sehr turbulent zu. Sie dauerte zwei Minuten und 41 Sekunden und war damit Medienberichten zufolge relativ schnell. Gleich mehrere Läufer stürzten, auch ein Stier lag zeitweise am Boden. Die mächtigen Bullen wogen laut RTVE zwischen 540 und 615 Kilo.

Der Startschuss zu dem Spektakel, das es bereits seit 1591 gibt, war bereits am Samstag vor Tausenden jubelnden und traditionell ganz in Weiß-Rot gekleideten Menschen gefallen: Um Schlag 12 Uhr wurde vom Balkon des Rathauses die Eröffnungsrakete «Chupinazo» abgefeuert. Das Volksfest ist dem Stadtheiligen San Fermín gewidmet.

Bei den Mutproben der wagemutigen Läufer über die 875 Meter lange Strecke werden jedes Jahr Dutzende Teilnehmer verletzt, im vergangenen Jahr waren es 42. Das letzte Todesopfer gab es im Jahr 2009.

Im Vorfeld hatten erneut Tierschützer gegen die umstrittene Veranstaltung protestiert - denn am Abend werden die Bullen bei der «Corrida» von Matadoren getötet. «Wir leben im Jahr 2019. Kein Lebewesen sollte qualvoll erstochen werden, damit sich ein lauter Mob daran ergötzen kann», hieß es auf der Webseite der Organisation PETA.

Das Fest lockt trotz aller Kritik nach wie vor zahlreiche Touristen und Schaulustige aus aller Welt an. Über Pamplona schrieb auch der US-Schriftsteller Ernest Hemingway in seinem Roman «Fiesta» (1926).

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
07. 07. 2019
14:37 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Ernest Hemingway Fernsehen Fernsehsender Kunst- und Kulturfestivals Leben und Lebewesen Personen aus Spanien Rotes Kreuz Spanische Sprache Tierschützer Verletzte Volksfeste Ärzte
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Proteste gegen Stierkampf auf Mallorca

10.08.2019

Stierkampf feiert auf Mallorca umstrittenes Comeback

Alle Proteste waren am Ende umsonst: Erstmals seit 2017 sind auf Mallorca wieder Stiere ritualisiert getötet worden. In Spanien bleibt damit nur noch eine Region, in der eine Art Stierkampfverbot gilt. » mehr

E-Scooter

09.09.2019

Kassenärzte-Chef für Verbot: E-Tretroller sind «Katastrophe»

Kassenärzte-Chef Gassen spricht Klartext: E-Tretroller sind für ihn eine «Katastrophe» und gehören komplett verboten. Neben den zunehmenden Unfällen und Verletzungen sieht er noch einen anderen guten Grund dafür. » mehr

Streik im Sudan

09.06.2019

Zahlreiche Festnahmen bei landesweitem Streik im Sudan

Seit dem Sturz des Langzeitmachthabers Omar al-Baschir ringen Militär und Opposition im Sudan um die Macht. Gesprächsversuche sind bisher gescheitert. Jetzt versucht es die Opposition auf einem anderen Weg. » mehr

Straßenbarrikade

06.06.2019

Weiterhin extrem angespannte Lage im Sudan

Nach der Unterdrückung von Protesten im Sudan ist die Lage dort volatil. Das Militär sagt zwar, es würde wieder mit der Opposition verhandeln, doch Ärzte und Opposition berichten von weiterer Gewalt gegen Zivilisten. Die... » mehr

Schwerer Unfall

22.04.2019

Verletzte Überlebende von Madeira sind zurück in der Heimat

Endlich zu Hause: Nach der Buskatastrophe von Madeira kehren die Überlebenden in ihre Heimatorte zurück. Wie das Unglück geschah, woher die Toten stammen - das ist offiziell noch offen. » mehr

Rücktransport

20.04.2019

Überlebende von Madeira in Deutschland gelandet

Drei Tage nach dem Busunglück auf Madeira sind die transportfähigen Verletzten mit einem Lazarettflugzeug wieder zurück nach Deutschland gekommen. Die Autopsie der 29 Toten ist derweil abgeschlossen. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Ausschreitung Asylheim Suhl Suhl

Ausschreitung Asylheim Suhl | 15.10.2019 Suhl
» 11 Bilder ansehen

Country Westerntanz

Meisterschaften Country Westerntanz Meiningen | 13.10.2019 Meiningen
» 52 Bilder ansehen

Unfall Siegritz

Unfall Siegritz | 12.10.2019 Siegritz
» 11 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
07. 07. 2019
14:37 Uhr



^