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Brennpunkte

Merkel dringt auf Produktion im Land

In Sachen Schutzausrüstung dürfe sich Deutschland nicht in Abhängigkeit begeben. Auch eine europäische Lösung sei vorstellbar, sagte die Kanzlerin.



Berlin - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dringt als Konsequenz aus der Corona-Krise auf den Aufbau einer deutschen oder europäischen Produktion von Schutzausrüstung für medizinisches Personal. "Es ist wichtig, dass wir als eine Erfahrung aus dieser Pandemie lernen, dass wir hier auch eine gewisse Souveränität brauchen oder zumindest eine Säule der Eigenfertigung", sagte sie am Montag in Berlin. "Das kann in Deutschland sein. Wir werden es aber auch versuchen, europaweit abzustimmen. Auf jeden Fall brauchen wir hier Fähigkeiten." Masken und andere Schutzausrüstung wie Anzüge sind derzeit weltweit knapp.

Merkel machte deutlich, dass auch der Nachschub besser werden müsse. Man sei bei der Versorgung mit Schutzmasken vorangekommen, aber noch nicht im wünschenswerten Umfang. Die Bundesregierung will in diesem Zusammenhang auch die Herstellung von Vorprodukten für Schutzmasken im Inland ankurbeln. Dafür soll geprüft werden, wie Firmen bei der Produktion von Vlies-Material bei Investitionen unterstützt werden und Abnahmegarantien bekommen könnten. Ziel sei, einen nicht nur kurzfristigen Bedarf zu decken, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert nach einer Sitzung des Corona-Kabinetts. "Es wird um viele Monate gehen."

Das Krisenkabinett beschloss zudem, dass Deutsche, EU-Bürger und langjährig in Deutschland lebende Ausländer künftig grundsätzlich für zwei Wochen in häusliche Quarantäne müssen, wenn sie aus dem Ausland in die Bundesrepublik zurückkehren. Wie aus dem Beschluss hervorgeht, gilt die neue Regelung aber erst ab dem 10. April und nur für Menschen, die sich für mehrere Tage im Ausland aufgehalten haben - und damit nicht für Berufspendler. Außerdem gibt es Ausnahmen für bestimmte Gruppen wie etwa Lastwagenfahrer und medizinisches Personal.

Für Menschen, die weder Deutsche noch dauerhaft hier ansässig sind, gibt es im Zusammenhang mit der Pandemie schon seit Mitte März Einschränkungen. Sie dürfen nur noch aus einem "triftigen Reisegrund" nach Deutschland kommen. dpa Seite 5

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06. 04. 2020
19:44 Uhr

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06. 04. 2020
19:44 Uhr



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