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Luxemburg nimmt Flüchtlingskinder aus Griechenland auf

Als erster EU-Staat nimmt Luxemburg minderjährige Flüchtlinge aus den überfüllten griechischen Flüchtlingscamps auf. Am kommenden Samstag sollen Kinder auch nach Deutschland reisen.



Flüchtlingskinder
Kinder vor einem Zelt im Dorf Petra auf der nordöstlichen Ägäisinsel Lesbos.   Foto: Panagiotis Balaskas/AP/dpa

Die Verteilung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen aus den überfüllten Camps in Griechenland in andere EU-Länder hat begonnen.

Zwölf Kinder aus den Lagern der Inseln Lesbos, Chios und Samos sind am Morgen aus Athen nach Luxemburg abgeflogen, wie eine Sprecherin des Flughafens von Athen der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Am kommenden Samstag werden 58 Kinder nach Deutschland werden. Deutschland sei entsprechend seiner Zusage auch bereit, mehr unbegleitete Minderjährige von den Ägäis-Inseln aufzunehmen, betonte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Die griechischen Behörden und die beteiligten UN-Organisationen hätten jedoch bislang noch nicht für mehr Kinder alle notwendigen Informationen zusammengetragen. Unter anderem soll die Herkunft der Kinder geklärt werden. Auch die Frage, ob sie womöglich Verwandte in einem anderen EU-Staat haben, spielt eine Rolle.

Deutschland will insgesamt 350 bis 500 unbegleitete Minderjährige aus den überfüllten Lagern aufnehmen - vor allem Kinder im Alter unter 14 Jahren, kranke Kinder und Mädchen. Der Sprecher betonte, die Bundesregierung erwarte, dass auch andere EU-Staaten, die ihre Zusage aufgrund der Corona-Pandemie erst später erfüllen wollen, zu ihren Verpflichtungen stehen.

Insgesamt sollen nach Angaben der Europäischen Kommission rund 1600 kranke Kinder und unbegleitete Minderjährige umgesiedelt werden. Außer Deutschland und Luxemburg wollen noch acht weitere EU-Staaten und die Schweiz mitmachen: Belgien, Bulgarien, Frankreich, Kroatien, Finnland, Irland, Portugal und Litauen.

Die Situation auf den Inseln sei schon viel zu lange sehr schwierig, sagte EU-Innenkommissarin Ylva Johansson. «Wir werden unsere Anstrengungen fortsetzen», fügte sie hinzu. Für die kommenden Tage und Wochen seien weitere Umsiedlungen geplant. Am Dienstag hatte sie mitgeteilt, dass angesichts der Gefahr durch das Coronavirus etwa 1000 besonders gefährdete Migranten in leerstehende griechische Hotels umziehen würden.

Die 58 Kinder werden zunächst in Niedersachsen zwei Wochen in Corona-Quarantäne verbringen. Anschließend werden sie auf die Bundesländer verteilt. Dabei würden auch Angebote aufnahmebereiter Kommunen berücksichtigt, sagte der Sprecher des Innenministeriums.

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dpa

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15. 04. 2020
14:24 Uhr

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