Lade Login-Box.
Topthemen: Ministerpräsidentenwahl ThüringenFreies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

Brennpunkte

Lichterkette am Nachthimmel: «Starlink»-Satelliten sichtbar

Ein kurioses Phänomen irritiert derzeit viele Menschen beim Blick zum Firmament. Über den Nachthimmel ziehen derzeit einige helle Pünktchen.



«Starlink»-Satelliten
Ein Fotograf steht vor einem Nachthimmel, an dem die Bewegung von Starlink-Satelliten als leuchtende Spur (Bildmitte) sichtbar wird.   Foto: Peter Komka/MTI/AP/dpa

Anfang der Woche wurden zum dritten Mal 60 Satelliten für das Projekt «Starlink» ins All geschossen - die nun wie eine Perlenkette um die Erde ziehen.

«Die Satelliten sind nach dem Start relativ eng beieinander, sehr niedrig und deswegen sehr auffallend für gelegentliche Beobachter», erklärte Rainer Kresken von der Starkenburg-Sternwarte im hessischen Heppenheim.

Die Bahn der nun gestarteten Satelliten verläuft derzeit noch nicht über Deutschland. Sie sind nach Angaben der Webseite «Heavens above» hierzulande erst in der zweiten Januarhälfte zu beobachten. Ihre Vorgänger seien jedoch bei gutem Wetter noch rund eine Woche von etwa 17 bis 20 Uhr am Abendhimmel zu sehen, sagte Hansjürgen Köhler vom Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (Cenap), einem privaten Zusammenschluss zur Aufklärung ungewöhnlicher Himmelserscheinungen. Die Route der recht schnellen Himmelskörper starte derzeit im Nordwesten bis Westen und verlaufe in Richtung Südosten. Später im Januar seien sie am Morgenhimmel zu erspähen.

Die ungewöhnliche Lichterkette am Himmel sei für viele Menschen irritierend, sagte Köhler. Die Hotline der Meldestelle stehe an manchen Abenden kaum mehr still, es gebe bis zu 60 Anrufe.

Die Starlink-Objekte werden wie andere Satelliten oder die Internationale Raumstation ISS durch die Sonne angestrahlt und leuchten dann am Nachthimmel. Die Perlenketten-Struktur der Starlink-Satelliten löse sich mit der Zeit auf, sagte ein Sprecher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Wenn sie in eine höhere und damit größere Umlaufbahn kämen, werde die Kette schon automatisch auseinander gezogen. Derzeit gibt es noch einige, die im Abstand von 15 Sekunden über dem Westhorizont auftauchen, andere sind schon mehrere Minuten auseinander.

Seit Mai vergangenen Jahres wurden 180 solche Satelliten ins All geschossen und umkreisen nun die Erde, insgesamt sind 12.000 oder mehr geplant. Sie sollen sich später einmal wie ein Netz um die Erde verteilen.

Starlink ist ein Projekt des US-Unternehmens SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk. Ziel des milliardenschweren Programms ist es, sowohl entlegene Gebiete als auch Ballungszentren mit schnellem und preiswertem Breitband-Internet zu versorgen.

Die jeweils über 200 Kilogramm schweren Satelliten sollen Daten von Bodenstationen bekommen und untereinander mit Hilfe von Lasern weiterleiten. Sie sollen in relativ niedrigen Umlaufbahnen fliegen und im Vergleich zu klassischer Satelliten-Kommunikation deutlich kürzere Verzögerungszeiten bieten. Astronomen kritisieren, dass irgendwann mehr Satelliten als Sterne am Nachthimmel zu sehen sein könnten.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
09. 01. 2020
12:35 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Astronomen Elon Musk Himmelskörper und Himmelsobjekte ISS Luft- und Raumfahrt Raumfahrt Raumstationen Satelliten SpaceX Unternehmen in den USA
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
SpaceX stellt Raumschiff vor

29.09.2019

SpaceX stellt nächste Generation vor

Zur Internationalen Raumstation fliegt SpaceX für die Nasa schon regelmäßig, dafür nutzt das private Raumfahrtunternehmen seine «Falcon»-Raketen und «Dragon»-Kapseln. Jetzt hat Space-X-Chef Musk die nächste Generation vo... » mehr

«Crew Dragon»

08.03.2019

Raumfähre «Crew Dragon» erfolgreich zur Erde zurückgekehrt

Diesmal war nur eine Testpuppe voller Sensoren an Bord: Die Raumfähre «Crew Dragon» ist von der ISS zurückgekehrt. Das bringt die USA einem wichtigen Ziel näher. » mehr

Falcon-9-Rakete mit der Raumkapsel «Crew Dragon»

02.03.2019

USA starten Testflug für bemannte Flüge ins All

Die USA wollen wieder bemannte Flüge zur Internationalen Raumstation ISS schicken - und dabei nicht länger von Russland abhängig sein. Dazu startete das private Unternehmen SpaceX nun einen unbemannten Testflug. » mehr

Raumsonde «Hayabusa 2»

03.10.2019

Japanische Raumsonde schickt Erkundungsroboter zu Asteroiden

Die japanische Raumsonde «Hayabusa 2» nähert sich dem Ende ihrer spektakulären Mission im Weltall. Ein letztes Mal schickt sie einen kleinen Roboter-Kundschafter zu einem Asteroiden. Ende nächsten Jahres wird «Hayabusa 2... » mehr

Sigmund Jähn

23.09.2019

Trauer um Weltraumpionier Sigmund Jähn

Als erster Deutscher flog er 1978 ins All. Die Raumfahrt machte ihn zum Volkshelden der DDR. Zum Tod von Sigmund Jähn würdigen ihn Politiker und Wissenschaftler als Kosmonauten - und als Menschen. » mehr

Israel schickt Raumsonde zum Mond

22.02.2019

Israel schickt erstmals Raumsonde zum Mond

Landungen auf dem Mond können bisher nur die Großmächte Russland, USA und China vorweisen. Jetzt zieht Israel nach. Dessen Sonde könnte das erste privat finanzierte Mini-Raumschiff werden, das die Oberfläche eines andere... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Housefasching Römhild 2020 Römhild

Housefasching Römhild | 23.02.2020 Römhild
» 89 Bilder ansehen

Karnevalsumzug Benshausen Benshausen

Karnevalsumzug Benshausen | 23.02.2020 Benshausen
» 8 Bilder ansehen

Bäume auf der Straße bei Schönbrunn Masserberg

Straßensperre nach Sturm | 23.02.2020 Masserberg
» 6 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
09. 01. 2020
12:35 Uhr



^