Lade Login-Box.
Topthemen: Ministerpräsidentenwahl ThüringenFreies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

Brennpunkte

Jeder Dritte für Ende der großen Koalition

Ein Scheitern der Regierungskoalition und vorgezogene Neuwahlen sind bei den Bürgern nicht sonderlich beliebt. Sogar bei SPD-Anhängern überwiegt der Wunsch nach einer Groko-Fortsetzung.



Bundestag
Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Bundestag.   Foto: Fabian Sommer/dpa

Mehr als ein Drittel der Menschen in Deutschland wünscht sich ein Ende der großen Koalition vor dem regulären Wahltermin 2021.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich 34 Prozent für eine vorgezogene Neuwahl aus. 39 Prozent sind dagegen für einen Fortbestand des Bündnisses von CDU/CSU und SPD bis zum Ende der regulären Wahlperiode.

Besonders stark ausgeprägt ist der Wunsch nach einem Scheitern der Koalition bei den Wählern der AfD (71 Prozent) und der Linken (48 Prozent). Von den Unions-Anhängern ist nur jeder Fünfte (21 Prozent) für eine vorgezogene Neuwahl. 61 Prozent wollen, dass das Bündnis hält. Auch unter den SPD-Wählern überwiegt der Wunsch nach einer Fortsetzung der Regierung mit der Union bis 2021 (46 zu 32 Prozent). Selbst die Anhänger von FDP (47 zu 41 Prozent) und Grünen (44 zu 36 Prozent) sind eher gegen eine Neuwahl.

Die nächste Bundestagswahl soll in der zweiten Jahreshälfte 2021 stattfinden, wahrscheinlich im September oder Oktober. Einen genauen Termin gibt es noch nicht. Der Führungswechsel in der SPD Anfang Dezember hat die Spekulationen über ein vorzeitiges Ende der großen Koalition angeheizt.

Mit den GroKo-Skeptikern Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans an der Spitze haben die Sozialdemokraten neue Forderungen für die weitere Regierungsarbeit aufgestellt. Sie wollen ein milliardenschweres Investitionsprogramm, mehr Klimaschutz mit sozialem Ausgleich und einen höheren Mindestlohn. Die neue SPD-Spitze hat sich aber trotz des Linksrucks auch zur konstruktiven Zusammenarbeit mit der Union bereiterklärt.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
29. 12. 2019
10:11 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Alternative für Deutschland Deutsche Presseagentur FDP Große Koalition Meinungsforschungsinstitute Neuwahlen Norbert Walter-Borjans Regierungsbündnisse und Koalitionen SPD SPD-Anhänger Saskia Esken Sozialdemokraten Wahltermine Wähler
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Kandidatenpaare

30.11.2019

Beben in SPD: Sieg für GroKo-Kritiker Walter-Borjans/Esken

Das war eindeutig: Die SPD-Mitglieder wollen einen Neuanfang. Ist das das Ende für die schwarz-rote Regierung? Die designierten Parteichefs Walter-Borjans und Esken schlagen erste Pflöcke ein. » mehr

SPD-Spitze

20.12.2019

Nach Koalitionstreffen: Union sieht Hoffnungsschimmer

In der Union wächst nach den Beratungen im Koalitionsausschuss die Zuversicht, dass die GroKo so schnell nicht platzt. Doch die Streitthemen sind nur ins kommende Jahr verschoben worden. » mehr

Kramp-Karrenbauer

07.02.2020

CDU-Spitze nach Thüringen-Eklat: Neuwahlen «der klarste Weg»

Nach dem Eklat von Erfurt sitzen vor allem FDP und CDU in der Patsche. CDU-Parteichefin Kramp-Karrenbauer fordert einen gänzlich neuen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten. Doch Grüne und SPD wollen sich den Sc... » mehr

Merkel in Südafrika

06.02.2020

Thüringens FDP-Regierungschef zum Rückzug bereit

FDP-Ministerpräsident Kemmerich in Thüringen wird eine historische Mini-Episode bleiben. Seine Wahl mit Hilfe der AfD führte zu einem Sturm der Entrüstung, der auch FDP-Chef Christian Lindner traf. » mehr

Ministerpräsidentenwahl

05.02.2020

Thüringer Wahl-Eklat wird für GroKo zur Zerreißprobe

Dammbruch, Tabubruch, Sündenfall: Für die SPD und viele andere ist die Wahl eines FDP-Politikers zum Thüringer Ministerpräsidenten ein historischer Fehler - weil erstmals die AfD einem Regierungschef ins Amt half. Auch f... » mehr

SPD-Bundesparteitag

06.12.2019

SPD-Parteitag lehnt Antrag zu Ausstieg aus GroKo ab

«Hört die Signale»: Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans sind das erste gemischte Doppel an der SPD-Spitze. Die beiden beschwören alte sozialdemokratische Werte. Die große Koalition steht auf der Kippe. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Gefahrgut Suhl Suhl

Amoniak-Austritt in Suhler Firma | 17.02.2020 Suhl
» 14 Bilder ansehen

14. Kristalmarathon

14. Kristallmarathon Merkers |
» 90 Bilder ansehen

Karneval Umzug Dietzhausen 2020 Dietzhausen

Karnevalsumzug Dietzhausen | 16.02.2020 Dietzhausen
» 136 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
29. 12. 2019
10:11 Uhr



^