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In Hongkong gehen erneut Zehntausende auf die Straße

Seit dem 9. Juni demonstrieren die Hongkonger gegen ihre Regierung. Ein gewaltiger Marsch am Sonntag unterstreicht: Die Protestbewegung wird auch nach einem halben Jahr nicht müde.



Protestmarsch
Pro-demokratische Demonstranten während eines Protestmarsches in Hongkong.   Foto: Kiichiro Sato/AP/dpa » zu den Bildern

Sechs Monate nach Beginn der Proteste gegen die Regierung und für mehr Demokratie hat in Hongkong die größte Demonstration seit Wochen begonnen. Zehntausende Menschen brachen am Nachmittag (Ortszeit) im Victoria Park im Zentrum der Stadt zu einem Protestmarsch auf.

Die zumeist schwarz gekleideten Demonstranten riefen den bekannten Protest-Slogan «Freiheit für Hongkong» und hielten Schilder mit ihren Forderungen. Andere schwenkten Flaggen der USA, Taiwans und Großbritanniens.

Die Organisatoren von der Civil Human Rights Front hatte im Vorfeld zu einem friedlichen Protest aufgerufen. Auseinandersetzungen von Demonstranten mit der Polizei, die den Marsch anders als oft in den vergangenen Monaten nicht untersagte, sollten demnach vermieden werden.

Kurz vor Beginn des Marsches berichteten Hongkonger Medien von einer Polizei-Razzia, bei der am Morgen Waffen radikaler Demonstranten sichergestellt worden seien, darunter auch eine Pistole. Demnach gab die Polizei an, dass die Waffen genutzt werden sollten, um bei dem Protestmarsch Chaos auszulösen.

Die Demonstrationen in Hongkong waren vor einem halben Jahr ursprünglich aus Ärger über ein von Regierungschefin Carrie Lam geplantes Gesetz für Auslieferungen an China entbrannt. Danach entwickelte sich der Protest zu einer breiteren Bewegung gegen die Hongkonger Regierung und den zunehmenden Einfluss Pekings.

Zwar kündigte Lam an, das Auslieferungsgesetz zurückzunehmen und erfüllte damit eine der Forderungen der Demonstranten. Die Protestbewegung will aber zudem erreichen, dass Hongkongs Regierungschefin künftig in wirklich demokratischen Wahlen gewählt und nicht wie bisher maßgeblich von Peking bestimmt wird. Zudem wollen die Demonstranten, dass die von ihnen angeprangerte Polizeigewalt bei der Protesten untersucht wird.

Seit der Rückgabe 1997 an China wird die frühere britische Kronkolonie nach dem Grundsatz «ein Land, zwei Systeme» unter chinesischer Souveränität autonom regiert. Die sieben Millionen Hongkonger genießen - anders als die Menschen in der Volksrepublik - viele Rechte wie Versammlungs- und Meinungsfreiheit. Die Hongkonger fürchten aber zunehmend um ihre Freiheiten.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
08. 12. 2019
13:14 Uhr

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08. 12. 2019
13:14 Uhr



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