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Hoffnungsträger O'Rourke will demokratischer Kandidat werden

Beto O'Rourke gilt als aufstrebende Kraft bei den Demokraten. Nun will er für die Partei bei der Präsidentschaftswahl kandidieren. Aber seine Konkurrenz ist groß.



Beto O'Rourke
Allem Anschein nach tritt Demokrat Beto O'Rourke ins Rennen um die US-Präsidentschaft ein.   Foto: Kathy Willens/AP

Der US-Demokrat Beto O'Rourke will für seine Partei bei der Präsidentschaftswahl 2020 antreten. Der 46-jährige Ex-Kongressabgeordnete kündigte am Donnerstag in einer Videobotschaft an, bei den parteiinternen Vorwahlen in einem Jahr zu kandidieren.

«Die Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen, die miteinander verbundenen Krisen unserer Wirtschaft, unserer Demokratie und unseres Klimas waren nie größer», sagte O'Rourke. Mit seinem Wahlkampf wolle er ein gespaltenes Land einen. Das demokratische Bewerberfeld umfasst damit bereits 15 Kandidaten.

O'Rourke trat am Donnerstagmorgen bereits in Iowa auf, dem ersten Vorwahlstaat. Er warb dabei für einen fairen Wahlkampf. Es dürfe nicht darum gehen, sich gegenseitig schlecht zu machen.

Der ehemalige Kongress-Abgeordnete aus der texanischen Grenzstadt El Paso gilt als aufstrebende Kraft bei den Demokraten. Er sorgte im vergangenen Jahr international für Schlagzeilen, als er den Republikaner Ted Cruz bei einem Senatsrennen in Texas herausforderte und ihm mächtig zusetzte. O'Rourke sammelte Rekordsummen an Spenden und zog bei Wahlkampfauftritten ein großes Publikum an. Letztendlich unterlag er Cruz knapp - was in der konservativen Hochburg Texas aber als beachtliche Leistung für einen Demokraten gilt.

O'Rourke ist ein entschiedener Gegner der Einwanderungspolitik von Präsident Donald Trump. Als der Republikaner im Februar in El Paso auftrat und dabei Stimmung gegen Migranten ohne Papiere machte, sprach O'Rourke bei einer Gegenveranstaltung und zeichnete dabei ein hoffnungsvolleres Bild der Lage an der Grenze. Er betont immer wieder, dass El Paso eine der sichersten Städte in den USA sei.

Der 46-Jährige schließt sich einer wachsenden Zahl von Kandidaten für seine Partei an. Zwar beginnen die Vorwahlen, bei denen die Demokraten ihren Kandidaten für die eigentliche Präsidentenwahl im November 2020 festlegen, erst in knapp einem Jahr. Aber der Wahlkampf läuft längst.

Das große Bewerberfeld könnte nach Meinung von Experten zur Gefahr für die Partei werden, falls es zu langen Auseinandersetzungen unter den vielen Kandidaten kommen sollte. Parteiinterne Gefechte zehren Ressourcen auf und helfen in der Regel dem Gegenkandidaten. Auch bei den Republikanern gab es 2016 ein großes Feld, was den Aufstieg des politischen Außenseiters Donald Trump mit begünstigte.

Zu den demokratischen Bewerbern gehören die Senatoren Elizabeth Warren, Kamala Harris, Cory Booker, Kirsten Gillibrand und Amy Klobuchar sowie der frühere Arbeitsminister Julian Castro. Auch der unabhängige Senator Bernie Sanders, der bereits 2016 bei den demokratischen Vorwahlen antrat und damals Hillary Clinton unterlag, will einen neuen Versuch starten. Zudem gilt eine Kandidatur von Ex-Vizepräsident Joe Biden als wahrscheinlich.

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dpa

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Veröffentlicht am:
14. 03. 2019
14:55 Uhr

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14. 03. 2019
14:55 Uhr



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