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Brennpunkte

Hochwasser nach Dauerregen in Südbayern stärker als erwartet

Dauerregen am Alpenrand lässt die Flüsse rasch anschwellen, viel schneller und höher als gedacht. Eine der wichtigsten Autobahnen Bayerns steht unter Wasser. An anderer Stelle rutscht ein Hang ab.



Dauerregen in Bayern
Nach starkem Regen fließt braunes Wasser unter der Reichenbachbrücke durch das Flussbett der Isar in München.   Foto: Peter Kneffel/dpa

Straßen und Bahnstrecken mussten gesperrt werden, eine Schlammlawine verwüstete den Garten einer Doppelhaushälfte: Starke und andauernde Regenfälle haben in Bayern vor allem im Alpenvorland zu zahlreichen Überflutungen, langen Staus und Zugausfällen geführt.

Am Chiemsee musste die viel befahrene Autobahn 8 (München-Salzburg) bei Frasdorf zeitweise in beide Richtungen gesperrt werden. Die Fahrbahn stand unter Wasser. Allein in den Landkreisen Rosenheim und Miesbach musste die Feuerwehr mehr als 500 Mal ausrücken.

In Berchtesgadener Land rutschte ein Wiesenhang ab und drückte die Erdmassen gegen ein Wohngebäude. Das Haus stehe bis zum ersten Stock im Schlamm, berichtete die Polizei. Mehrere Gebäude in der Umgebung mussten ebenfalls geräumt werden.

Die Bergwacht evakuierte im Jenbachtal südlich der A8 ein Jugendcamp. Zwölf Kinder hatten dort gezeltet. Sie wurden zu einer Berghütte gebracht.

Die Deutsche Bahn (DB) sperrte wegen Hochwassers zwei Strecken südlich von Murnau in Richtung Garmisch-Partenkirchen und Oberammergau. Auch eine Bundesstraße war dicht, ein Streifenwagen blieb bei einer Kontrollfahrt im Wasser stecken.

Durch die starken Regenfälle am Alpenrand waren seit Montag auch in anderen Regionen in Südbayern Flüsse angeschwollen. Die Wasserstände stiegen oft schneller und höher als erwartet. Die Behörden rechneten bis in den Mittwoch mit weiteren Überschwemmungen, da die Regenfälle erst in der Nacht abklingen sollten.

Im niederbayerischen Passau schlossen Experten für Mittwochmorgen einen Pegelstand im Bereich der höchsten Meldestufe vier nicht aus. Auch an der Isar etwa in München wurde mit noch steigenden Fluten gerechnet. Die Landeshauptstadt forderte die Bürger in Flussnähe auf, sich auf Überschwemmungen vorzubereiten. Keller sollten kontrolliert und Heizöltanks gesichert werden.

© dpa-infocom, dpa:200804-99-38757/2

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dpa

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Veröffentlicht am:
04. 08. 2020
15:29 Uhr

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dpa

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04. 08. 2020
15:29 Uhr



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