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Griechenland wird für Behandlung von Migranten gerügt

Nach einem Bericht des Expertengremiums fehlt es vor allem an Ärzten und medizinischer Versorgung. Mancherorts würden die Menschen auf engstem Raum zusammengepfercht und Minderjährige nicht ausreichend geschützt werden.



Flüchtlinge in Griechenland
Auch im Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos soll es zu Übergriffen gekommen sein.   Foto: Petros Giannakouris/AP

Das Anti-Folter-Komitee des Europarats hat Griechenland für seinen teils menschenunwürdigen Umgang mit Migranten und Flüchtlingen kritisiert.

Zum Zeitpunkt des Besuchs der Experten in Griechenland seien etwa im Auffanglager Fylakio im Nordosten des Landes bis zu 95 Migranten in einem einzigen Raum untergebracht gewesen. Dabei habe jeder Einzelne nur etwas mehr als einen Quadratmeter Platz gehabt. Unter den dort Festgehaltenen seien auch Kinder und Schwangere gewesen. Die Menschen müssten teils über Wochen oder Monate in dem Lager bleiben. Auch würden in Polizei- oder Grenzschutzstationen immer wieder Menschen unter ungeeigneten Bedingungen für längere Zeit festgehalten, die Umgebung sei teils «verdreckt».

Die Experten riefen die griechischen Behörden auf, jeden Festgehaltenen mit ausreichend Nahrung, einer Matratze, Bettzeug und Körperpflege-Produkten zu versorgen. Außerdem fordern sie, dass Überbelegungen vermieden sowie dass Kinder und Frauen niemals zusammen mit alleinstehenden Männern untergebracht werden. Die unzureichende medizinische Versorgung der Migranten und Flüchtlinge müsse verbessert werden.

An verschiedenen Orten hätten Migranten auch glaubhaft von Misshandlungen durch Polizisten berichtet, heißt es in dem Bericht - darunter Schläge, Tritte sowie Faust- und Knüppelhiebe. Zu den Übergriffen kam es demnach unter anderem in Fylakio und im Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos. Außerdem schilderten manche Befragte Massenzurückweisungen von Migranten über die türkische Grenze. Solche sogenannten Push-Backs sind in Europa verboten.

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dpa

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Veröffentlicht am:
19. 02. 2019
12:43 Uhr

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dpa

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19. 02. 2019
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