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Greta Thunberg besucht Braunkohletagebau Hambach

Auf dem Weg zur Klimakonferenz in New York legt die schwedische Klimaaktivistin im Rheinischen Revier einen Zwischenstopp ein. Der Anblick des Braunkohletagebaus mache sie traurig, sagt sie - und zeigt Mitgefühl.



Greta Thunberg im Braunkohlerevier
Greta Thunberg (M), Klimaschutzaktivistin, steht mit Aktivisten im Hambacher Forst.   Foto: Oliver Berg

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat mit dem Braunkohletagebau Hambach und dem angrenzenden Hambacher Forst einen symbolträchtigen Ort der Klimabewegung besucht.

Die 16-Jährige schilderte am Samstag, wie schwer ihr der Anblick des Tagebaus im Rheinischen Revier gefallen sei: «Es war so gewaltig, so verheerend und es macht mich irgendwie traurig.» Die Braunkohle trage mit zur ökologischen Krise bei. Um die Klimaziele zu erreichen, dürfe Deutschland keine weitere Kohle verbrennen, sagte sie unter Hinweis auf Wissenschaftler. Sie fühle auch mit den Menschen, die wegen des Tagebaus wegziehen müssten.

Der Kampf um den Hambacher Forst, der für den fortschreitenden Tagebau gerodet werden soll, steht symbolisch für die Forderung nach einem schnellen Kohleausstieg in Deutschland. Gegen die geplante Rodung gab es immer wieder große Proteste. Das Rheinische Revier gilt mit drei laufenden Braunkohletagebauen als eine der großen Quellen für das klimaschädliche CO2 in Europa.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte der «Bild am Sonntag»: «Wir wollen den Hambacher Forst retten, wie es der Kohlekompromiss vorsieht, und das wird hoffentlich auch gelingen. Aber das Weltklima ist damit nicht gerettet. Wir brauchen jetzt eine Klima-Außenpolitik.»

Thunberg stellte fest: «Die Zeit läuft uns davon, und die Regierenden enttäuschen uns weiterhin.» Gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Ende Gelände rief sie die Menschen dazu auf, am 20. und 27. September an dem geplanten globalen Klimastreik teilzunehmen.

Thunberg will voraussichtlich am kommenden Mittwoch von einem Hafen in Süden Englands aus mit einer Jacht zum UN-Klimagipfel nach New York aufbrechen. Sie allein werde die Klimasituation nicht verändern können, sagte die 16-Jährige, aber sie könne dort durch ihre Teilnahme zu einem Bewusstsein für die Krise beitragen. «Und wenn genügend Menschen Druck machen, dann können wir versuchen, eine Änderung herbeizuführen.»

Das Aktionsbündnis Ende Gelände hat in den vergangenen Jahren immer wieder mit Blockaden von Tagebauen, Baggern und Transportbahnen für einen sofortigen Kohleausstieg demonstriert. Das Bundesamt für Verfassungsschutz bezeichnet die Kampagne als linksextremistisch beeinflusst.

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dpa

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Veröffentlicht am:
11. 08. 2019
10:56 Uhr

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11. 08. 2019
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