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Frankfurter Hauptbahnhof nach Polizeieinsatz wieder offen

Nur wenige Tage nach der tödlichen Attacke am Frankfurter Hauptbahnhof löst ein großer Polizeieinsatz erneut Aufregung und Sorgen an dem zentralen Drehkreuz aus. Grund sind mehrere flüchtende Täter, die einen Alarm in einer nahe gelegen Bank verursacht haben.



Großeinsatz
Polizeibeamte vor einer Filiale der Frankfurter Sparkasse in der Nähe des Hauptbahnhofs.   Foto: Frank Rumpenhorst » zu den Bildern

Wegen eines Fahndungseinsatzes der Polizei ist der Frankfurter Hauptbahnhof am Freitagnachmittag für rund eine Stunde gesperrt worden. Grund war nach Polizeiangaben ein Einbruch in einer Sparkasse an der Nordseite des Hauptbahnhofs.

Mehrere Täter waren nach Polizeiangaben in einen Raum mit Wertschließfächern eingedrungen, was einen Alarm auslöste. Wegen der Fahndung nach ihnen wurde der Zugverkehr eingestellt. «Wir sind mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort», teilte das Polizeipräsidium bei Twitter mit. Gegen 16.30 Uhr wurde die Sperrung aufgehoben, die Polizei berichtete von drei Festnahmen.

Zunächst hatte die Polizei von einem Raubüberfall auf die Bank in der Düsseldorfer Straße berichtet. Nach ersten Ermittlungen erklärte ein Sprecher, die Tat werde als «schwerer Einbruch» gewertet. Ob die Täter mit Beute flohen, war zunächst unklar. Die Polizei konnte am frühen Abend auch nicht ausschließen, dass noch weitere, möglicherweise bewaffnete Täter auf der Flucht waren.

Die Täter hätten die Flucht ergriffen, zunächst in einem schwarzen Auto, dann zu Fuß. Bei der Verfolgung gab ein Polizist mindestens einen Schuss ab. Die Polizei rief zwischenzeitlich dazu auf, den Bereich rund um den Hauptbahnhof zu meiden. Zu den Festgenommenen konnte der Sprecher keine Angaben machen.

Damit ist der Frankfurter Hauptbahnhof zum zweiten Mal binnen weniger Tage Schauplatz eines größeren Polizeieinsatzes geworden. Am Montag hatte dort ein 40-Jähriger eine Mutter und ihren achtjährigen Sohn vor einen einfahrenden Zug gestoßen. Während die Mutter sich retten konnte, wurde der Junge von dem ICE überrollt und getötet. Ein in der Schweiz lebender Eritreer wurde als mutmaßlicher Täter festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft.

Eine Sprecherin der Bundespolizei hatte während des Einsatzes am Freitag berichtet, Täter seien in den Hauptbahnhof geflohen. Daher sei der Zugverkehr eingestellt worden. In welche Richtung die Täter jeweils flohen und wie, konnte sie nicht sagen. Über Verletzte lagen zunächst keine Erkenntnisse vor. Der Notruf sei um kurz nach 15 Uhr eingegangen.

Polizisten rangen nach Augenzeugenberichten auf der Südseite des Bahnhofes einen Mann nieder und fesselten ihn. Ob es sich um einen der gesuchten Täter handelte, war zunächst unklar. Auch Spezialeinsatzkräfte waren im Einsatz.

Die Bahn erklärte nach Aufhebung der Sperrung, es könne noch zu Verspätungen und Ausfällen kommen, bis «alles sortiert» sei. Dies erklärte auch der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) für den Regionalverkehr.

Die Situation im Bahnhof selbst war am Freitagnachmittag ruhig, von Panik war keine Spur. Per Lautsprecherdurchsagen wurden die Reisenden informiert, dass es wegen eines Polizeieinsatzes zu Verzögerungen komme. Am Abend normalisierte sich dann die Situation. Es gebe keine Verspätungen und Ausfälle mehr, erklärte ein Sprecher der Deutschen Bahn.

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dpa

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Veröffentlicht am:
02. 08. 2019
22:59 Uhr

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02. 08. 2019
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