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Flugbereitschaft bekommt drei neue Maschinen

Pleiten, Pech und Pannen: Die Flugbereitschaft der Bundeswehr hat in den vergangenen Jahren in ungünstigsten Momenten Schlagzeilen gemacht. Nun sollen neue Maschinen angeschafft werden.



Regierungsflugzeug Theodor Heuss
Wegen eines Defekts an der «Theodor Heuss» war Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erst am Mittwoch in Äthiopien kurzzeitig gestrandet.   Foto: Britta Pedersen

Die von technischen Ausfällen geplagte Flugbereitschaft der Bundeswehr soll drei neue Langstreckenmaschinen für die Reisen von Ministern und Regierungsvertretern bekommen.

Nach einer Serie peinlicher Pannen bei internationalen Flügen will das Verteidigungsministerium dafür Geld in die Hand nehmen. Die Maschinen seien in Auftrag gegeben worden, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Freitag in Dresden bei einem Besuch der Offiziersschule des Heeres. «Das ist auch nötig, ich glaube, dass merken alle.»

Die beiden bisher eingesetzten Maschinen «Konrad Adenauer» und «Theodor Heuss» sind bald 20 Jahre alt - und haben zuletzt alle paar Monate als Pannenflieger Schlagzeilen gemacht. Am lautesten beschwerte sich Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU), der in Afrika gleich zweimal binnen weniger Tage mit der Flugbereitschaft liegengeblieben war, allerdings in der kleineren - und neueren - Bombardier Global 5000. Die Pannen seien ein Debakel für Deutschlands Ruf als High-Tech-Land, schimpfte er. Das schade der Marke «Made in Germany». Wegen eines Defekts an der «Theodor Heuss» war Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erst am Mittwoch in Äthiopien kurzzeitig gestrandet.

«Irgendwann kommt der Punkt, wo man zwar so gute Pflege wie nur irgendmöglich machen kann, aber an die Grenze des Alters des Materials gerät», sagte von der Leyen am Freitag. «Es ist die allgemeine Bereitschaft im Kabinett hergestellt, und wir arbeiten jetzt mit Hochdruck daran, diese neuen Flieger zu bekommen.» Nach «Spiegel»-Informationen plant das Verteidigungsministerium den Kauf von insgesamt drei neuen Airbus A350 direkt vom Hersteller, einen davon bereits in diesem Jahr.

Ein solche Maschine kostet nach Angaben von Experten bis zu 180 Millionen Euro. Ein Umbau auf die Ausstattung als Regierungsmaschine mit Schlaf- und Konferenzraum inklusive eines Sicherheitspakets und Kommunikationsanlagen kostet etwa weitere 100 Millionen Euro. Je nach Zeitplan könnte es dann aber bis ins Jahr 2022 dauern, bis die erste Maschine in der Form einsatzbereit ist.

Nach Angaben der Luftwaffe gehören derzeit zur Flugbereitschaft 14 Flugzeuge der Hersteller Airbus und Bombardier. Die Flotte soll unter anderem Regierungsmitglieder auf Kurz-, Mittel- und Langstrecken befördern. Ein Luftwaffensprecher hatte jüngst gesagt, Verärgerung über Pannen sei verständlich. Statistisch gesehen fielen wenige Flüge aus. «In den vergangenen zwei Jahren 18 ausgefallene Flüge von 1600 im politisch-parlamentarischen Bereich. Da sind wir unter 2 Prozent», sagte er.

Mit Spannung wird in Berlin erwartet, ob Merkel an diesem Sonntagabend ohne neue Panne am Regierungs-Airbus «Theodor Heuss» zu ihrem zweitägigen Japan-Besuch nach Tokio und am Dienstag wie vorgesehen zurückfliegen kann. Nach einem schweren Defekt an der baugleichen Schwestermaschine «Konrad Adenauer» kurz nach dem Start zum G20-Gipfel in Buenos Aires hatte Merkel Ende November per Linie nach Argentinien fliegen müssen. Der Airbus «Konrad Adenauer» ist seither nicht mehr zur Beförderung etwa von Merkel oder Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier benutzt worden. Er soll bis Ende März gründlich überholt werden.

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dpa

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Veröffentlicht am:
01. 02. 2019
15:12 Uhr

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01. 02. 2019
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