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EU: London muss Gründe für Brexit-Aufschub nennen

EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani knüpft eine mögliche Verschiebung des EU-Austritts von Großbritannien an Bedingungen.



Tajani und May in Brüssel
EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani begrüßt Großbritanniens Premierministerin Theresa May in Brüsel.   Foto: Francisco Seco/AP

«Das Austrittsdatum kann höchstens um einige Wochen verschoben werden - von Ende März auf maximal Anfang Juli», sagte Tajani den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag). Dann trete das neu gewählte Europäische Parlament zusammen. «In jedem Fall müssen uns die Briten einen Grund für eine Verschiebung nennen, etwa dass sie diese Zeit für Neuwahlen oder ein neues Referendum nutzen wollen», betonte der Italiener.

Am kommenden Dienstag will die britische Premierministerin Theresa May wieder über das EU-Austrittsabkommen abstimmen lassen. Für den Fall einer erneuten Schlappe will die Regierungschefin am kommenden Mittwoch über einen Austritt ohne Abkommen abstimmen lassen. Wird auch das abgelehnt, sollen die Abgeordneten am Donnerstag entscheiden, ob London eine Verschiebung des Brexits beantragen soll.

Es gehe jetzt darum, «den allergrößten Fehler zu vermeiden: einen chaotischen Brexit ohne vertragliche Regelung», mahnte Tajani. «Das wäre ein Desaster für die britische Wirtschaft und schädlich auch für uns.» Zugleich gab er sich kompromisslos. Es sei «völlig unmöglich, den Inhalt des Scheidungsvertrags noch zu verändern - schon gar nicht in der Nordirland-Frage», sagte der Parlamentspräsident.

Gestritten wird zwischen London und Brüssel vor allem über die als Backstop bezeichnete Garantie für eine offene Grenze zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland. Die Regelung im Austrittabkommen sieht vor, dass Großbritannien so lange als Ganzes in einer Zollunion mit der EU bleiben soll, bis das Problem anderweitig gelöst ist. Erst am Freitag hatte May von der EU Zugeständnisse gefordert.

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dpa

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Veröffentlicht am:
09. 03. 2019
09:23 Uhr

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dpa

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09. 03. 2019
09:23 Uhr



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