Lade Login-Box.
Topthemen: Landtagswahl 2019Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

Brennpunkte

Briten wollen bei ungeregeltem Brexit Schiffe chartern

Ein EU-Austritt ohne Abkommen hätte für die Briten Auswirkungen auf fast alle Lebensbereiche. Es könnte auch zu Engpässen bei Lebensmitteln und Medikamenten kommen.



Theresa May
Premierministerin Theresa May steht von mehreren Seiten unter Druck, auch in der eigenen Partei.   Foto: Alastair Grant, AP

Die britische Regierung will für den Fall eines ungeregelten Brexits Medienberichten zufolge Schiffe für die Versorgung mit Nahrungs- und Arzneimitteln chartern. Auf diese Weise wolle man ein mögliches Chaos durch neue Zollkontrollen im Ärmelkanal verhindern, berichtete die «Financial Times».

«Wir bleiben zuversichtlich, dass wir noch ein Abkommen mit der EU erreichen», teilte das Verkehrsministerium in London auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. «Aber es ist nur vernünftig, wenn sich Regierung und Industrie auf eine Reihe von Szenarien vorbereiten.»

Bei einem «No Deal» könnte sich die Route zwischen Dover und Calais schnell zum Nadelöhr entwickeln, sagte Kabinettschef David Lidington laut «Financial Times». Es seien durch Kontrollen auf französischer Seite dann für ein halbes Jahr wohl nur noch 12 bis 25 Prozent der normalen Kapazität verfügbar, berichtete er demnach im Kabinett.

Als Alternative sollen gecharterte Schiffe auf weniger frequentierten Routen verkehren und andere britische Häfen anlaufen. Neben Lebensmitteln und Medikamenten könnten auch Pkw-Teile an Bord sein. Die Autobauer in Großbritannien fürchten Lieferengpässe.

Premierministerin Theresa May steht von mehreren Seiten unter Druck, auch in der eigenen Partei. Brexit-Hardliner hatten ihr in den vergangenen Tagen wieder mit einer Revolte gedroht. Gestern Abend traf sie sich mit Kritikern, um einen Misstrauensantrag zu verhindern. May habe mit einer «von Herzen kommenden Rede» ihre Position gesichert, sagte die frühere Innenministerin Amber Rudd.

Mays Widersacher waren bereits öffentlich wegen ihrer Wortwahl scharf kritisiert worden. So hatten sie die Regierungschefin unter anderem vor dem Betreten einer «Todeszone» gewarnt.

Großbritannien will sich Ende März 2019 von der Europäischen Union trennen. Wann die Brexit-Verhandlungen fortgesetzt werden, ist immer noch unklar.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
25. 10. 2018
07:36 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Brexit Britische Regierungen Deutsche Presseagentur Financial Times Lebensmittel Medikamente und Arzneien Schiffe Theresa May Verträge und Abkommen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Johnson gibt Erklärung ab

19.10.2019

Britische Regierung will Brexit-Verschiebung beantragen

Hin und Her in Sachen Brexit: Erst erleidet Premierminister Boris Johnson eine Niederlage im Parlament, das seinen Ausstiegsvertrag ablehnt. Dann gibt er sich zunächst unbeugsam - und lässt sich am Abend offenbar doch au... » mehr

Premierminister Johnson

07.09.2019

Britisches Oberhaus billigt Gesetz gegen No-Deal-Brexit

Premierminister Johnson musste in den vergangenen Tagen diverse Rückschläge einstecken. Auch in der kommenden Woche muss er sich auf viel Widerstand gegen seine Pläne gefasst machen. » mehr

Irland-Nordirland-Grenze

16.10.2019

Wichtige Brexit-Fragen geklärt - aber noch keine Einigung

Nach tagelangen intensiven Verhandlungen überwiegt in Brüssel vorsichtiger Optimismus. Aber der allerletzte Durchbruch ist noch nicht geschafft. Und dann wartet noch der eigentliche Showdown in London. » mehr

Johnson und Juncker

16.09.2019

Johnson ohne neue Vorschläge: Kein Ende des Brexit-Alptraums

Lange mochte Boris Johnson überhaupt nicht mit der EU reden. Jetzt speiste er mit Jean-Claude Juncker in Luxemburg. Einen Vorschlag für einen Brexit-Deal servierte er allerdings immer noch nicht. » mehr

Erste Kabinettssitzung

25.07.2019

Neuer Premier Johnson auf Konfrontationskurs zur EU

Großbritannien wird das großartigste Land der Welt werden - das verspricht Boris Johnson den Abgeordneten in London. Doch Brüssel kommt ihm im Brexit-Streit keinen Zentimeter entgegen. Was nun? » mehr

Daumen hoch

24.07.2019

Boris Johnson neuer britischer Premierminister

Theresa May hat sich von den Briten verabschiedet - und Boris Johnson steht am Start: Wird der neue britische Premierminister mit Blick auf den Brexit das schaffen, was seiner Vorgängerin in ihrer dreijährigen Amtszeit n... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Der Verhocktenumzug zum Abschluss der Kirmes in Tiefenort

Verhocktenumzug Tiefenort |
» 25 Bilder ansehen

Grenzgedenkstätte Point Alpha Rasdorf

Point Alpha Gedenkstätte | 20.10.2019 Rasdorf/Geisa
» 14 Bilder ansehen

Baumesse Suhl

Baumesse Suhl | 19.10.2019 Suhl
» 18 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
25. 10. 2018
07:36 Uhr



^