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Brennpunkte

Brandstifter zündet Filmstudio in Kyoto an: «Sterbt!»

Es sind Szenen wie in einem Horrorfilm: «Sterbt!», schreit ein Mann und zündet ein Animationsstudio an, das Zeichentrickfilme für junge Menschen produziert. Nun suchen Ermittler nach Motiven für seine todbringende Tat.



Brandanschlag in Japan
Das Studio der Kyoto Animation Co. nach dem Brandanschlag.   Foto: Hiromi Tanoue/AP » zu den Bildern

Bei einem Brandanschlag auf ein Filmstudio in der japanischen Touristenhochburg Kyoto sind mindestens 25 Menschen getötet worden. Das teilte die örtliche Polizei am Donnerstag mit.

Weitere wurden laut der japanische Nachrichtenagentur Kyodo verletzt. Mehrere Menschen hätten das Bewusstsein verloren. Ein 41-jähriger Mann, der unter den Verletzten war und ins Krankenhaus gebracht wurde, habe die Tat gestanden, hieß es weiter.

Der Täter soll eine brennbare Flüssigkeit am Morgen (Ortszeit) an dem Gebäude versprüht und daraufhin das Feuer gelegt haben. Dabei schrie er nach Angaben von Augenzeugen: «Sterbt!» Sein Motiv war zunächst unklar.

Die 1981 gegründete Produktionsfirma Kyoto Animation hat vor allem in den 2000er Jahren einige beliebte Fernseh-Zeichentrickserien wie «K-On!», «Free!» und «Suzumiya Haruhi no Yuutsu» produziert, die sich insbesondere an die jüngere Generation richten. Viele Fans in Japan haben Orte aufgesucht, die in den Filmen eine Rolle spielen.

Aufnahmen des dreistöckigen Firmengebäudes zeigten ein völlig ausgebranntes Haus, aus dem noch Rauchwolken aufstiegen. Die Polizei fand am Tatort auch mehrere Messer.

Es wäre nicht der erste Massenmord in Japan, das eigentlich den Ruf genießt, eines der sichersten Länder der Welt zu sein. Erst im Mai hatte ein Mann mit Messern auf wehrlose Schulmädchen eingestochen. Dabei tötete er ein Kind und einen Vater, bevor er sich selbst das Leben nahm. Bei dem bislang blutigsten Amoklauf in Japan seit Jahrzehnten hatte ein junger Mann vor drei Jahren in einem Behindertenheim 19 wehrlose Menschen erstochen.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
18. 07. 2019
16:04 Uhr

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dpa

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18. 07. 2019
16:04 Uhr



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