Lade Login-Box.
Fotowettbewerb 2020 zum Digital-Abo
Topthemen: Podcast: Offen gesagt#GemeinsamHandelnCoronavirus in ThüringenCorona-Hilfsbörse

Brennpunkte

Bericht: Saudische Führung entschädigt Khashoggis Kinder

Die Kinder des ermordeten Journalisten Jamal Khashoggi haben nach einem Bericht der «Washington Post» von der saudischen Führung teure Häuser und hohe Geldsummen als Kompensation erhalten.



Jamal Khashoggi
Das letzte Bild: Der saudische Journalist Jamal Khashoggi betritt das saudi-arabische Konsulat in Istanbul.   Foto: CCTV via Hurriyet/AP

Die Zeitung berichtete am Montagabend (Ortszeit) unter Berufung auf aktuelle und frühere saudische Regierungsvertreter sowie auf das Umfeld der Familie Khashoggis, König Salman habe die Zuwendungen Ende vergangenen Jahres abgesegnet. Die zwei Söhne und zwei Töchter Khashoggis - der Kolumnist der «Washington Post» war - hätten teure Häuser in Saudi-Arabien bekommen und würden monatliche Zahlungen in fünfstelliger Höhe erhalten.

Die Zeitung berichtete weiter, die saudische Führung strebe eine langfristige Einigung mit den Kindern Khashoggis an. Ein Ziel dabei sei, dass diese sich mit öffentlichen Äußerungen zum Mord an ihrem Vater zurückhielten.

Der Regimekritiker war vor einem halben Jahr im saudischen Konsulat in Istanbul ermordet worden. Saudi-Arabien hat eingeräumt, dass der Journalist, der in den USA im Exil lebte, im Oktober 2018 von einem Spezialkommando aus Riad getötet wurde. Es läuft ein Prozess gegen elf Angeklagte.

Die «Washington Post» berichtete nun, Khashoggis Kinder könnten nach Abschluss des Verfahrens gegen die elf Angeklagten womöglich mit Zahlungen von zweistelligen Millionenbeträgen als «Blutgeld» rechnen. Berichte, dass Kronprinz Mohammed bin Salman in die Ermordung verstrickt sein könnte, hat Saudi-Arabien kategorisch zurückgewiesen. US-Präsident Donald Trump hatte Bin Salman in Schutz genommen und auf die Geschäftsbeziehungen der USA mit Saudi-Arabien verwiesen.

Ein halbes Jahr nach dem Mord übte der Herausgeber der «Washington Post», Fred Ryan, scharfe Kritik am saudischen Kronprinzen und an US-Präsident Donald Trump. In einem Kommentar schrieb Ryan, Bin Salman habe den Mord angeordnet. Trump untergrabe mit seiner Haltung «die Glaubwürdigkeit und die moralische Autorität der Vereinigten Staaten». Ryan rief den US-Kongress dazu auf, alles zu unternehmen, um die Mörder Khashoggis zur Verantwortung zu ziehen.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
02. 04. 2019
18:00 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Berichte Donald Trump Geldbeträge Häuser Jamal Khashoggi Kinder und Jugendliche Kongress der Vereinigten Staaten Mohammed bin Salman Mord Post und Kurierdienste Präsidenten der USA
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Khashoggi-Wandbild

22.05.2020

Khashoggi-Söhne vergeben Mord an ihrem Vater

Der brutale Mord an Jamal Khashoggi löste weltweit Entsetzen aus. Doch nun haben die Söhne des saudischen Journalisten seinen Mördern vergeben - und könnten diese so vor der Todesstrafe bewahren. » mehr

US-Außenminister Pompeo

25.05.2019

US-Regierung umgeht Kongress bei Waffenverkäufen

Die Haltung von Donald Trump zu Saudi-Arabien stößt auf viel Kritik im Kongress. Die Regierung zieht nun die Krise mit dem Iran als Rechtfertigung heran, um Waffenverkäufe an Riad und andere durchzusetzen - am Parlament ... » mehr

US-Präsident Trump

vor 1 Stunde

Trump unterzeichnet Sanktionsgesetz gegen China

Die Spannungen zwischen den USA und China drohen sich weiter zu verschärfen. US-Präsident Trump unterzeichnet ein Gesetz, um diejenigen zu bestrafen, «die Hongkongs Freiheit auslöschen». » mehr

Robert Mueller

13.07.2020

Mueller soll erneut vor US-Kongress befragt werden

Nach der Begnadigung von Trump-Berater Stone kritisiert der frühere FBI-Sonderermittler Robert Mueller die Entscheidung deutlich. Stone bleibe ein verurteilter Verbrecher. Nun wollen die Demokraten ihn dazu im US-Senat b... » mehr

WHO-Logo

08.07.2020

USA treten aus Weltgesundheitsorganisation aus

Trump hat es längst angekündigt, jetzt ist es offiziell: Die USA kehren der Weltgesundheitsorganisation mitten in der Corona-Pandemie den Rücken. UN und WHO bestätigen den Eingang der Erklärung - wollen sie aber erst noc... » mehr

Mark Esper

01.07.2020

US-Truppenabzug: Bundesländer hoffen auf den US-Kongress

Präsident Trump treibt den Plan für einen Teilabzug der US-Soldaten aus Deutschland voran. Zwei deutsche Bundesländer wollen das nur ungern hinnehmen - die Soldaten sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Unfall Motorrad Waffenrod Waffenrod

Motorradunfall Waffenrod | 13.07.2020 Waffenrod
» 6 Bilder ansehen

Bad Salzungen

Gesuchte Männer | 13.07.2020 Bad Salzungen
» 5 Bilder ansehen

city skyliner weimar Weimar

City Skyliner in Weimar | 12.07.2020 Weimar
» 12 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
02. 04. 2019
18:00 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.