Lade Login-Box.
Topthemen: Landtagswahl 2019Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

Brennpunkte

Beate Zschäpe ins Frauengefängnis Chemnitz verlegt

Die als NSU-Terroristin verurteilte Beate Zschäpe ist nach Chemnitz verlegt worden. Die «heimatnahe Unterbringung» war vor Jahren ein Wunsch der 44-Jährigen gewesen.



Die verurteilte Rechtsterroristin Beate Zschäpe (44) ist in die Justizvollzugsanstalt (JVA) Chemnitz verlegt worden. Sie sei am Montag aus München nach Sachsen gebracht worden, teilte die JVA Chemnitz mit.

Transport und Aufnahme seien reibungslos verlaufen. Zschäpe hatte demnach eine «heimatnahe Unterbringung» beantragt, das Oberlandesgericht München stimmte der Verlegung Zschäpes nach Sachsen zu.

Die 44-Jährige war im Juli vom Oberlandesgericht München wegen zehnfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Zudem sprach sie das Gericht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung schuldig. Zschäpe bildete nach Überzeugung des Gerichts mit ihren Freunden Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos die rechtsextreme Terrorgruppe NSU, der zehn Morde zugerechnet werden. Neun Opfer waren Gewerbetreibende mit türkischen und griechischen Wurzeln. Zudem wurde in Heilbronn eine junge Polizistin erschossen.

Die Anwälte der 44-Jährigen hatten Revision angekündigt. Bislang liegt das Urteil noch nicht schriftlich vor. Erst wenn die Urteilsbegründung da ist, wird förmlich Revision eingelegt.

Zschäpe stammt eigentlich aus Jena in Thüringen, hatte aber viele Jahre mit Böhnhardt und Mundlos in Sachsen im Untergrund gelebt, unter anderem in Chemnitz.

Für weibliche Gefangene ist in Sachsen die Chemnitzer Haftanstalt zuständig. Thüringen hat in einem Abkommen mit Sachsen Chemnitz als Unterbringungsort für seine weiblichen Häftlinge bestimmt.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
04. 02. 2019
15:27 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Beate Zschäpe Oberlandesgericht München Rechtsterroristen Uwe Böhnhardt Uwe Mundlos
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
NSU-Untersuchungsausschuss kritisiert Justiz

29.09.2019

Thüringer NSU-Ausschuss kritisiert Polizei und Justiz

Nach etwa vier Jahren legt der zweite Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss seinen Abschlussbericht vor. Die Abgoerdneten üben scharfe Kritik am Innenministerium und werfen den Behörden vor, bei der Suche nach der Terrorz... » mehr

NSU

15.08.2019

NSU-Mordserie ist bis heute Bezugspunkt für Extremisten

Der Terror des NSU hat Deutschland erschüttert. Auch weil die Sicherheitsbehörden über Jahre in die falsche Richtung ermittelt hatten. «NSU» ist bis heute ein Synonym für rechten Terror. » mehr

Gedenkbaum abgesägt

04.10.2019

Erneut Mahnmal für NSU-Mordopfer in Zwickau beschädigt

In Zwickau hatten die NSU-Terroristen einst Unterschlupf gefunden. Von hier aus zogen die Rechtsextremen eine blutige Spur durchs ganze Land. Gleichgesinnte gibt es in der sächsischen Stadt bis heute. » mehr

Mutmaßlicher Rechtsterrorist in Karlsruhe

01.10.2018

Terrorverdacht: Rechtsextreme aus Chemnitzer Szene in Haft

Ein Alptraum: Nach dem NSU und der «Gruppe Freital» soll sich in Sachsen die nächste rechte Terrorzelle gebildet haben. Acht Männer sollen unter dem Namen «Revolution Chemnitz» Umsturzpläne geschmiedet haben. Ihre Angrif... » mehr

Rechtsextremisten

13.03.2019

Bundesweite Serie mutmaßlich rechtsextremer Drohmails

Eine Frankfurter Anwältin erhält Droh-Mails vom «NSU 2.0». Nun wird bekannt, dass es bundesweit eine ganze Serie solcher Schreiben gibt, bis hin zu Bombendrohungen. » mehr

Rechtsextremismus

15.09.2019

Rechtsextremismus: Regierung sieht beunruhigende Entwicklung

Wer geglaubt hat, vor Rechtsterroristen müssten sich vor allem Flüchtlinge fürchten, mag spätestens durch den Lübcke-Mord ins Grübeln gekommen sein. Die Bundesregierung sieht dringenden Handlungsbedarf. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Unfall Schulbus Milz Römhild

Schulbusunfall | 18.10.2019 Römhild
» 14 Bilder ansehen

Unfall B 281 Sachsenbrunn Sachsenbrunn

Unfall B281 Sachsenbrunn | 16.10.2019 Sachsenbrunn
» 14 Bilder ansehen

Gebäudebrand Merbelsrod Merbelsrod

Gebäudebrand Merbelsrod | 15.10.2019 Merbelsrod
» 14 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
04. 02. 2019
15:27 Uhr



^