Lade Login-Box.
Fotowettbewerb 2020 zum Digital-Abo
Topthemen: Freies Wort hilftCoronavirus in ThüringenFolgen Sie uns auf Instagram

Brennpunkte

Australien: Alle Brände in New South Wales «unter Kontrolle»

Auf diese Nachricht hat Australien monatelang gewartet: Alle Feuer in dem am schwersten betroffenen Bundesstaat sind unter Kontrolle. Der Regen der vergangenen Tage hat die Löscharbeiten begünstigt.



Starke Regenfälle in New South Wales
Die Unwetter und schweren Regenfälle haben die Löscharbeiten in New South Wales begünstigt.   Foto: Bianca De Marchi/AAP/dpa » zu den Bildern

Die seit Monaten wütenden Buschfeuer im australischen Bundesstaat New South Wales sind nach offiziellen Angaben allesamt unter Kontrolle. Nach einer «sehr traumatischen und anstrengenden» Brandsaison seien das «großartige Neuigkeiten», teilte die Feuerwehr auf Twitter mit.

In dem südöstlichen Bundesstaat, der am schwersten von den Feuern betroffen war, sind seit September Millionen Hektar Land verbrannt. 25 Menschen starben dort, unter ihnen sechs Feuerwehrleute, und mehr als 2400 Häuser wurden von den Flammen zerstört.

Anfang Februar setzte dann heftiger Regen ein und überflutete ganze Landstriche. Die Unwetter haben die Löscharbeiten aber begünstigt: «Die Feuerwehr hat sehr hart gearbeitet, aber ohne den Regen wäre es nicht möglich gewesen», sagte Feuerwehrsprecher James Morris der Deutschen Presse-Agentur. Auch für die kommenden Tage erwarten Meteorologen starken Regen und hohe Wellen entlang der Küste.

Die lang ersehnten Niederschläge kosteten aber auch mindestens ein Menschenleben. Nach heftigen Regenfällen war im benachbarten Bundesstaat Queensland in einem Fluss die Leiche eines 75 Jahre alten Kajak-Paddlers gefunden worden. Zuvor galt der Mann laut Polizei als vermisst. Zudem wurde an einem Wasserfall in der Touristenregion Gold Coast nach einer 26 Jahre alten Frau gesucht. Helfer mussten mindestens 19 Rettungsaktionen starten, unter anderem für ein Pflegeheim, das wegen der Wassermassen evakuiert wurde.

Allein in New South Wales gab es etwa ein Dutzend Warnungen vor Überschwemmungen. In Sydney und im Umland waren wegen des Regens noch immer mehr als 20.000 Haushalte ohne Strom. Im Pazifik rückte Zyklon «Uesi» in Richtung der australischen Lord-Howe-Insel, sie liegt etwa 600 Kilometer östlich des Kontinents. Möglicherweise könnte der Zyklon Stufe zwei von fünf erreichen. Die Insel gehört zum Welterbe der Unesco. Das Festland werde der Zyklon voraussichtlich nicht erreichen, hieß es.

Zwar brennen in New South Wales nach Angaben der Feuerwehr noch immer 24 Feuer. Die meisten von ihnen seien aber klein und würden sich «sehr wahrscheinlich» nicht ausbreiten, sagte Feuerwehrsprecher Morris. «Wir sind extrem glücklich. Das ist eine riesige Erleichterung.» Die Feuerwehr sei weiter im Einsatz, um die betroffenen Gebiete zu beobachten. Denn: «Die Brandsaison ist nicht vorbei.» Manchmal dauere sie bis April.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
13. 02. 2020
19:50 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Brände Deutsche Presseagentur Evakuierungen Feuerwehren Feuerwehrleute Hochwasser und Überschwemmung New South Wales Niederschlag Polizei Regen Regenchaos Twitter UNESCO Zerstörung
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Waldbrände in Kalifornien

29.09.2020

Mindestens drei Tote bei Waldbränden in Kalifornien

Die Waldbrände im Norden Kaliforniens weiten sich trotz aller Anstrengungen Hunderter Feuerwehrleute schnell aus. Sie treffen auch die Weingut-Region im Napa County schwer. Zehntausende Menschen sind auf der Flucht. » mehr

Regen in Sydney

17.01.2020

Brände in Australien: Starker Regen hilft bei Löscharbeiten

Zumindest einen Moment lang können die Feuerwehrleute durchatmen: Der Regen in Australiens Osten hat die verheerenden Brände zwar nicht gelöscht, aber doch für ein wenig Entlastung gesorgt. » mehr

Waldbrände in den USA

13.09.2020

Waldbrände wie nie zuvor in den USA: mindestens 33 Tote

Die jährliche Feuersaison ist lange nicht vorbei, doch schon jetzt haben die Waldbrände an der US-Westküste verheerende Ausmaße erreicht - und vielerorts brennt es weiter. Präsident Trump will nun Kalifornien besuchen. » mehr

Unwetter in Oberfranken

14.06.2020

Sommergewitter ziehen über das Land

Vollgelaufene Keller, Blitzeinschläge, kaputte Autos - Feuerwehren sind wegen der Gewitter in vielen Regionen Deutschlands im Dauereinsatz. Und wo ist die Sonne? » mehr

Überflutete Straße

13.02.2020

Toter nach Unwetter in Australien gefunden

Der heftige Regen in Teilen Australiens fordert ein erstes Todesopfer. In einem Fluss ist die Leiche eines 75-Jährigen gefunden worden. » mehr

Regen in Sydney

07.02.2020

Heftiger Regen in Australien

Seit Monaten wüten verheerende Brände in Australien. Nun folgen Wassermassen von oben. Die Feuerwehren freut es. Doch nun drohen nicht nur Überschwemmungen, sondern auch ein Zyklon ist im Anmarsch. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Wohnungsbrand Oberhof

Brand Oberhof Schloßbergstraße |
» 23 Bilder ansehen

Brand Halle Lengfeld

Brand Halle Lengfeld | 25.10.2020
» 6 Bilder ansehen

Keramikmarkt Römhild

Keramikmarkt Römhild |
» 45 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
13. 02. 2020
19:50 Uhr



^