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Appell vor Weihnachten: «Tiere sind keine Geschenke»

Die Kosten höher als gedacht, die verlorenen Haare nerven, die Unterbringung ist zu kompliziert: Noch immer werden Haustiere häufig unüberlegt oder spontan gekauft. Viele werden ihren Besitzern wieder lästig - mit trautigen Folgen für das Tier. Ein «Haustier-Berater» im Internet soll das verhindern.



Im Tierheim
Ein West Highland Terrier sitzt in einem Tierheim vor einem geschmückten Weihnachtsbaum.   Foto: Rainer Jensen/dpa

Mainz (dpa) - Die beliebten blau-gelben Doktorfische gelten als schwierig zu pflegen, für einen Hund müssen im Monat mindestens 90 Euro Kosten eingeplant werden und für zehnjährige Kinder sind Terrarientiere nicht geeignet.

Das geht aus dem «Haustier-Berater» hervor, den das Bundeslandwirtschaftsministerium auf seine Homepage gestellt hat. Neben dem Alter der Tierhalter orientiert sich der Online-Berater in Sachen Haustierkauf an der Größe des gewünschten Tiers, seiner Herkunft, dem Pflegebedarf, dem «Kuschelfaktor», der Lebenserwartung sowie an den monatlichen Kosten für die Haltung.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und der Deutsche Tierschutzbund appellieren, zu Weihnachten keine Tiere zu verschenken. «Die Anschaffung eines Haustiers muss sorgfältig überlegt werden», sagte Klöckner der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.

«Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke», sagte die Sprecherin des Deutschen Tierschutzbunds, Hester Pommerening. «Weihnachten ist mit dem ganzen Trubel nicht unbedingt der ideale Zeitpunkt für den Einzug eines tierischen Mitbewohners.» Wenn die Entscheidung für ein Haustier gründlich überlegt sei, sollte zu Weihnachten zunächst lieber ein Ratgeber, Heimtierzubehör oder ein Gutschein verschenkt werden. «Lebewesen sind keine Sache wie Spielzeug oder Pullover, die man abhakt oder sogar umtauscht.»

Viele unüberlegt angeschaffte Tiere würden über kurz oder lang ausgesetzt oder einem Tierheim übergeben. In Berlin beispielsweise seien nach den Weihnachtsfeiertagen 2018 viele kleine Hunde und Katzen aufgegriffen oder an Tierheimen abgegeben worden.

Meist würden lästige Hunde, Katzen oder Meerschweinchen aber erst nach und nach ausgesetzt oder abgegeben. Typisch sei der erste Sommerurlaub nach der Anschaffung des Haustiers, oder wenn die neuen Tierbesitzer bemerkten, dass sie mit den Haltungsbedingungen doch nicht klar kämen, oder die Kinder sich doch nicht so sehr um das Tier kümmerten wie in der ersten Begeisterung zugesagt. Zahlen über ausgesetzte Haustiere gebe es aber nicht.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
18. 12. 2019
14:26 Uhr

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