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832 neue Corona-Tote in Spanien

Das Wochenende beginnt in Spanien mit einer Horrorzahl: Seit Beginn der Corona-Krise gab es noch nie so viele Tote an einem Tag. Jetzt muss auch das Militär beim Transport der Leichen helfen. Trotzdem glauben die Behörden, den Höhepunkt bald erreicht zu haben.



Spanien
Soldaten in Schutzanzügen in Barcelona sind mit Abstand in Richtung eines Seniorenheims für Desinfektionsarbeiten unterwegs.   Foto: David Zorrakino/Europa Press/dpa

Madrid - Spanien hat am zweiten Tag in Folge den Tod von mehr als 800 Corona-Patienten binnen 24 Stunden beklagt. Die Zahl der Todesopfer sei um 838 auf mehr als 6500 geklettert, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag in seiner täglichen Bilanz mit. Das ist die bisher höchste Tageszahl in dem von der Pandemie besonders schwer betroffenen Land. Am Samstag waren 832 neue Tote gemeldet worden. Besonders betroffen ist die Region Madrid, wo es bereits mehr als 22.000 Infektionsfälle und mehr als 3000 Tote gibt.

Es gibt aber gute Nachrichten: Die Anstiegsraten gehen weiterhin deutlich zurück. Bei den Todeszahlen betrug die Zunahme am Sonntag nur noch knapp 15 Prozent, nach gut 17 Prozent am Samstag. Bei den Infektionszahlen ging der Anstieg im Vergleich zum Vortag sogar um fast vier Prozentpunkte auf neun Prozent zurück. "Das sind ermutigende Daten", kommentierte der Leiter der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), Fernando Simón. "Alle Indikatoren zeigen eine gute oder sehr gute Entwicklung auf."
Der Experte hob unter anderem hervor, dass bereits knapp 15.000 der in Krankenhäusern behandelten Infizierten inzwischen wieder als gesund entlassen worden seien. Man dürfe im Kampf gegen die Pandemie aber auf keinen Fall nachlassen. Die Intensivstationen seien in sechs Regionen des Landes am Limit, warnte Simón.

Die Staatssekretärin für Verkehr Maria José Rallo del Olmo hatte auch gute Nachrichten parat und versicherte, das seit dem 15. März und noch mindestens bis zum 11. April geltende strikte Ausgangsverbot werde von der großen Mehrheit der Bürger befolgt. "Das (die Krise) wird bald zu Ende sein", sagte sie lächelnd.

Nach Italien ist Spanien in Europa derweil weiterhin das Land mit den meisten Corona-Fällen. Ministerpräsident Pedro Sánchez verkündete deshalb am Samstag sogar eine Verschärfung des Ausgangsverbots. Ab Montag und bis zum 9. April müssen alle Arbeitnehmer, die in nicht wesentlichen Sektoren tätig sind, zu Hause bleiben. Es ist eine Art "Zwangsurlaub": Das Gehalt soll den Betroffenen weitergezahlt werden, die nicht geleisteten Arbeitsstunden sollen sie später nachholen. Bisher durften alle Bürger, die nicht Homeoffice machen konnten, zu ihren Arbeitsplätzen fahren. Welche Sektoren gemeint sind, sollte am Sonntag nach einer Sitzung des Ministerrates mitgeteilt werden.
 

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dpa

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Veröffentlicht am:
28. 03. 2020
20:53 Uhr

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28. 03. 2020
20:53 Uhr



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