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369 Haushalte in Berliner Wohnblock in Quarantäne

Anfang Juni kam es in Göttingen nach privaten Feiern zu einer größeren Corona-Infektionswelle. Jetzt stehen in einem Berliner Bezirk hunderte Haushalte unter Quarantäne. Abgesehen von einzelnen solchen Ausbrüchen bleibt die Lage in Deutschland aber ruhig.



Corona-Ausbruch in Neukölln
Ein unter Quarantäne gestelltes Wohnhaus in Berlin-Neukölln. Nach einem größeren Corona-Ausbruch stehen über 350 Berliner Haushalte unter Quarantäne.   Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Nachdem es in einem Wohnblock im Berliner Bezirk Neukölln einen größeren Corona-Ausbruch gegeben hat, stehen 369 Haushalte unter Quarantäne.

Die Betroffenen lebten an sieben Standorten in verschiedenen Kiezen, sagte Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU). Pro Haushalt werden demnach bis zu zehn Bewohner vermutet, genaue Zahlen lagen zunächst nicht vor. Inzwischen hat sich Liecke zufolge die Zahl der positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Menschen in dem Zusammenhang auf 57 erhöht, darunter auch Kinder.

Laut Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) sind die Wohnverhältnisse vor Ort sehr beengt. Nachdem das Virus in Europa zunächst in Skigebieten grassierte, sei es nun auch in Mietskasernen angekommen, sagte Hikel. Es treffe die Schwächsten der Gesellschaft. Sozialarbeiter seien vor Ort, für den kurzfristigen Bedarf der Menschen in Quarantäne würden Hilfspakete organisiert.

Weitere Landkreise mit vielen Neuinfektionen gerechnet auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen sind laut Robert Koch-Institut (RKI) Aichach-Friedberg, Gütersloh, Greiz und Verden. 149 von 412 Landkreisen haben keine Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen registriert.

Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI 378 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 186.839 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Dienstagmorgen meldete (Datenstand 16.6., 0.00 Uhr).

8800 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 9 im Vergleich zum Vortag. Etwa 173.100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 500 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag erneut über der kritischen Marke von 1,0, und zwar bei 1,19 (Datenstand 15.6., 0.00 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag hatte er bei 1,05 gelegen.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Datenstand 15.6., 0.00 Uhr) zuletzt bei 0,95 (Vortag: 1,00). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
16. 06. 2020
15:41 Uhr

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16. 06. 2020
15:41 Uhr



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