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Boulevard

Reeperbahn-Festival mit Uraufführungen und Gender-Debatten

Vier Tage lang wird Hamburg zur Pophauptstadt Europas, wenn in den Clubs und Bars in und um St. Pauli das 13. Reeperbahn Festival steigt. Es widmet sich in diesem Jahr mehr denn je auch gesellschaftspolitischen Fragen.



Reeperbahnfestival - Klaus Voormann
Klaus Voormann (r), Künstler, Grafiker und Musiker, und Maximilian, sein Sohn, vor dem Reeperbahnfestival.   Foto: Daniel Bockwoldt

In seinem 13. Jahr wird das Hamburger Reeperbahn-Festival an vier Tagen mehr als 500 nationale und internationale Bands und Künstler in 90 Spielstätten präsentieren.

Mit Metronomy, Passenger, Jess Glynne, Ibeyi, Get Well Soon, Joep Beving, Parcels und Jungle mischen sich mehr Namen bereits etablierter Acts unter das Line-up als noch in den Vorjahren. «Es ist das umfangreichste und auch anspruchsvollste Musikprogramm, das wir je hatten», sagt der Sprecher Frehn Hawel.

Während des Festivals (19. bis 22. September) werden drei Uraufführungen geboten: Der Deutsche Konstantin Gropper alias Get Well Soon präsentiert mit «Nightmares» in der Hauptkirche St. Michaelis eine exklusive Umsetzung der orchestralen Songs seines aktuellen Albums - sein Vater Walter Gropper bedient dabei die Orgel. Die Londoner Band Bear's Den macht mit dem britischen Komponisten Paul Frith (u.a. Radiohead, The XX) in der Elbphilharmonie gemeinsame Sache. Am selben Ort wird der Hamburger Komponist und DJ David August sein erstes Deutschland-Konzert seit 2016 geben.

Neben 37.000 Musikfans werden 5000 Fachbesucher aus 57 Ländern erwartet. Partnerland ist Frankreich. 50 Konzerte französischer Bands und Künstler stehen auf dem Plan.

Das Festival sieht sich auch gesellschaftspolitisch in der Pflicht: So steht der Donnerstag ganz im Zeichen der 2017 auf den Weg gebrachten «Keychange»-Initiative, die sich für Chancengleichheit der Geschlechter in der Musikwirtschaft einsetzt. Prominente wie die Songwriterin Linda Perry (u.a. Pink) und der Bowie-Produzent Tony Visconti diskutieren bei einem Panel über «Frauen in der Musikwelt», und es wird erste Bilanz gezogen: Mehr als 125 internationale Festivals sollen sich inzwischen zum Ziel gesetzt haben, bis 2022 ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in ihren Programmen zu präsentieren. Die dem Festival angeschlossene Konferenz stellt sich etwa der Frage «Why Europe?» (Warum Europa?) und behandelt die Wichtigkeit des europäischen Gedankens in der heutigen Welt.

Ein besonderes Highlight bietet das Kunst-Programm im Festival-Village auf dem Heiligengeistfeld: Unter dem Motto «It Started In Hamburg» wird der Grafikdesigner und Musiker Klaus Voormann (80) seine erste 60 Jahre umspannende Werkschau zeigen - mit ikonischen Illustrationen von der Beatles-Ära bis heute.

Veröffentlicht am:
17. 09. 2018
09:45 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
17. 09. 2018
09:45 Uhr



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