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Neue Abenteuer von Pittiplatsch

Pitti, Moppi und Schnatterinchen brechen auf zu neuen Abenteuern. Erstmals seit 1991 werden ab November neue Folgen mit den beliebten Puppen aus dem DDR-Kinderfernsehen bei «Unser Sandmännchen» zu sehen sein. Gedreht wird gerade in Hamburg. So einiges ist anders.



«Pittiplatsch»
Die Puppenspielerin Susi Claus (l-r, «Schnatterinchen») mit ihren Kollegen Christian Sengewald («Pittiplatsch») und Martin Paas («Moppi») drehen in Hamburg.   Foto: Daniel Reinhardt

Er ist frech, spricht von sich immer in der dritten Person und ist bekannt für seinen Ausruf «Ach du meine Nase!»: Der Kobold Pittiplatsch wird mit seinen Freunden ab dem 26. November in neuen TV-Folgen wieder Streiche aushecken.

Derzeit entstehen 13 kurze Episoden rund um das Trio Pitti, Schnatterinchen und Moppi im Studio Hamburg. Anlass ist der 60. Geburtstag von «Unser Sandmännchen». Es ist das erste Mal seit 1991, dass neue Geschichten der Kinderserie für die Zeit vor dem Einschlafen entstehen. Seinen ersten Auftritt hatte Pittiplatsch bereits 1962 im DDR-Kinderfernsehen und begeisterte Millionen Zuschauer - die noch immer laufenden Wiederholungen sind in Ost und West beliebt.

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), der Kinderkanal von ARD und ZDF (KiKa) und der Mitteldeutscher Rundfunk (MDR) werden die neuen Abenteuer des Trios immer dienstags zeigen. «Pittiplatsch ist ein Urgestein», sagte die Regisseurin Sandra Schießl am Donnerstag am Rande der Dreharbeiten. Ihr Team habe große Achtung vor dem gehabt, was ganze Generationen an dieser Figur lieben. Die Stimmen würden sehr ähnlich wie die der Originale klingen. «Aber es muss natürlich ein bisschen frischer Wind für die nächste Generation rein.»

Die Figuren werden etwas schneller sprechen als früher, der Schnitt ist moderner, und beim Bühnenbild gibt es viele Neuerungen. Die Welt von Pitti sei weiterhin der Wald, doch es seien zahlreiche Details dazugekommen, berichtete Szenenbildnerin Susan Dunker-Struckmeier. Nun könne Pittiplatsch beispielsweise über eine rote Rutsche in seine Behausung sausen - an der Wand hängt dort ein eingerahmtes Bild vom Sandmännchen. Handy oder Internet gibt es aber auch in den modernen Geschichten nicht. Die Folgen seien weiterhin zeitlos, sagte Puppenspielerin Susi Claus (Schnatterinchen).

Puppenbauer Norman Schneider baute die Originale nach - mit kleinen Änderungen, die ihnen mehr Lebendigkeit geben sollen. So hat Pittiplatsch erstmals einen auf und zu klappenden Mund, und auch Moppis Blick ist anders. «Die neuen Puppen sehen den alten Puppen ziemlich ähnlich», erklärte Schneider. «Es ist auf jeden Fall der alte Charme noch vorhanden - doch sie sind natürlich ein bisschen zeitgemäßer.» Beim Nachbau griff Schneider auf alte Fotos und Videos zurück, bis zu 600 Stunden investierte er eignen Angaben zufolge in die Figuren.

Autor der neuen Pittiplatsch-Geschichten ist Thomas Möller. Er lässt Pittiplatsch mit seiner unbedarften Art wieder für viel Chaos sorgen. So will der Kobold seiner Freundin Schnatterinchen Lebkuchen abluchsen. Der zottelige Hund Moppi erschreckt seine Freunde, und Schnatterinchen bekommt Fernweh. In den neuen Geschichten werde die Ente nicht mehr ganz so ermahnend auftreten, sondern lustiger und freundschaftlicher, sagte Schießl.

Die Dreharbeiten laufen noch bis zum 29. August. Die Episoden werden nur knapp vier Minuten lang sein. Nach Angaben des RBB könnte es durchaus sein, dass es noch weitere neue Folgen geben wird.

Veröffentlicht am:
22. 08. 2019
17:59 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
22. 08. 2019
17:59 Uhr



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