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Michael Douglas in Netflix-Serie: «Wie im echten Leben»

Michael Douglas will zum Lachen und zum Weinen bringen. Das versucht der Hollywood-Star mit der neuen Netflix-Serie «The Kominsky Method», eine Tragikomödie «wie im echten Leben».



Michael Douglas
Michael Douglas findet das Streaming-System fantastisch.   Foto: Will Oliver/EPA/Archiv

Michael Douglas (74) ist ein Hollywood-Star mit zwei Oscar-Trophäen, die er als Schauspieler und als Produzent gewann. Doch auch eine Fernsehrolle machte ihn berühmt.

45 Jahre nach «Die Straßen von San Francisco» ist er ab diesem Freitag (16. November) in der Netflix-Serie «The Kominsky Method» von «The Big Bang Theory»-Schöpfer Chuck Lorre zu sehen. Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur redet er über seine Rolle, seine Freude an Komödien und sein Erfolgsrezept.

Frage: Was hat Sie dazu bewegt nach langer Zeit wieder eine Serie zu drehen ?

Antwort: Das großartige Skript von Chuck Lorre ist der Grund, da spielt es keine Rolle, ob man Film oder Fernsehen macht. Meine Familie und ich sind große Fans von seiner Serie «The Big Bang Theory», zehn Jahre lang haben wir das als Familie zusammen gesehen. Das gute Drehbuch für «The Kominsky Method» hat mich überzeugt. Ich wollte auch schon länger wieder eine Komödie machen, und es gibt keinen besseren Comedy-Schreiber als Chuck. Und das Streaming-System ist fantastisch. Man kann halbstündige Episoden machen, ohne Werbung, und man darf sagen, was man will. Das ist ein tolles Medium.

Frage: Was gefällt Ihnen an dieser Komödie, die auch ernste Untertöne hat?

Antwort: Ich liebe den Gegensatz in einer Komödien-Tragödie. Das ist wie im echten Leben. Das macht «The Kominsky Method» so besonders: in einer Minute lacht man, in der nächsten kann man weinen. Das Komödiengenre ist schwierig. Es wird oft nicht genügend respektiert, obwohl wir alle einen guten Komiker lieben. Jetzt hatte ich die Chance, mehr über das richtige Timing und den Rhythmus zu lernen. Das hat den besonderen Reiz für mich ausgemacht, mein Herz nach einem guten Drehbuch offenzulegen. Man will sich nicht entblößen, wenn der Text schlecht ist.

Frage: Wie war die Chemie mit Alan Arkin? Er spielt den langjährigen Agenten und besten Freund ihrer Figur, dem Schauspiellehrer Sandy.

Antwort: Natürlich wusste ich vorab, was für ein wunderbarer Schauspieler Alan ist. Aber es ist immer ein etwas heikler Moment, wenn man eine Serie mit jemanden beginnt, den man nicht kennt. Gleich am Anfang hatten wir eine lange Szene in dem alten Hollywood-Restaurant «Musso & Frank», und es fühlte sich sofort so an, als ob wir uns 40 Jahren kennen würden, wie es im Skript steht. Manchmal hat man Glück und die Chemie stimmt sofort.

Frage: Geht die Serie nach acht Episoden weiter? Was steht als Nächstes an?

Antwort: Die Serie kommt an diesem Freitag heraus, das ist vergleichbar mit dem Kinostart eines Films. Wenn es großes Interesse gibt, würden wir bereitstehen, Mitte Januar die nächste Staffel zu starten. Das würde ich gerne tun. Möglicherweise wird es für mich auch weitere «Ant-Man»-Filme geben, und ab und zu möchte ich einen guten Independent-Film machen. Daneben werde ich weiter das Leben mit meiner Frau genießen, meine Kinder sehen und vielleicht auch mein Golfspiel ein wenig verbessern. Mein Leben ist wirklich gut.

Frage: Sind sie stolz auf ihr jüngste Arbeit vor der Kamera?

Antwort: Ich bin sehr stolz darauf. Meiner Meinung nach arbeitet man genauso hart an seinen Misserfolgen wie an seinen Erfolgen. Ich persönlich hatte Glück, weil ich auch Produzent bin. Viele Schauspieler schauen nur auf ihre Rolle, während ich als Produzent auch den ganzen Film im Auge habe. Ich habe als Schauspieler lieber eine kleine Rolle in einem guten Film, als eine Hauptrolle in einem schlechten Film. Wenn ich meine Karriere mit einem Baseballspiel vergleiche, würde ich sagen, meine Trefferquote ist gut - keine sensationellen Homeruns, aber einen guten Schlagdurchschnitt.

ZUR PERSON: Michael Douglas (73), Sohn der Schauspiellegende Kirk Douglas (101), steht seit über 50 Jahren vor der Kamera. Seinen ersten großen Erfolg hatte er in den 1970er Jahren mit der TV-Serie «Die Straßen von San Francisco». Oscars gewann er als Produzent des Psychodramas «Einer flog über das Kuckucksnest» und als Hauptdarsteller in Oliver Stones Börsenthriller «Wall Street». Der dreifache Vater ist in zweiter Ehe mit der walisischen Schauspielerin Catherine Zeta-Jones verheiratet.

Veröffentlicht am:
15. 11. 2018
12:18 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
15. 11. 2018
12:18 Uhr



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