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Edvard Munchs «visuelle Sprache» in der Druckkunst

Liebe, Angst, Eifersucht, Krankheit und Tod - das waren die Themen des norwegischen Künstlers Edvard Munch. Eine neue Ausstellung im British Museum in London wirft ein Schlaglicht auf seine bahnbrechende Arbeit in der Druckkunst.



Edvard Munch
Ein Highlight der Ausstellung: Edvard Munchs «Der Schrei» (1895).   Foto: Nick Ansell/PA » zu den Bildern

Das Ölgemälde «Der Schrei» von Edvard Munch ist weltberühmt - weniger bekannt ist, dass der norwegische Expressionist sich nach einer Dekade der Malerei der Druckkunst zuwandte und auch zum Pionier dieses Genres wurde.

«Munchs starke und persönliche visuelle Sprache spricht noch heute die innersten Gefühle der Menschen an», sagte Stein Olav Henrichsen, Direktor des Munch Museums, der Deutschen Presse-Agentur zur Eröffnung einer Ausstellung von Munch-Drucken im British Museum in London.

In Zusammenarbeit mit dem Munch Museum in Oslo präsentiert das Museum die bisher umfangreichste Schau von Munch-Drucken in Großbritannien. In seiner bisher größten internationalen Leihgabe trug das Osloer Museum rund 50 der 83 gezeigten Werke bei. Die Schau «Edvard Munch: Liebe und Angst» läuft vom 11. April bis zum 21. Juli.

«Seine Arbeit als Maler zog viel Aufmerksamkeit, aber auch Kritik auf sich, und führte zu wenig finanziellem Erfolg. Erst nach zehn Jahren als Maler begann Munch, seinen Ruf als experimenteller und innovativer Druckkünstler zu etablieren», heißt es in der Ausstellung. Munch (1863-1944) kam dank ausgiebiger Bahnreisen in Europa hauptsächlich in Paris und Berlin mit der Druckkunst in Kontakt, deren Techniken er auf neue Art mischte.

Als ein Highlight gilt eine seltene Schwarz-Weiß-Lithografie von «Der Schrei», die Munch 1895 in Berlin schuf und auf dem handschriftlich der deutsche Titel «Geschrei - Ich fühlte das große Geschrei durch die Natur» verzeichnet ist. «Mit dieser seltenen Version von 'Der Schrei' wird deutlich, dass Munch in seinem berühmtesten Kunstwerk eine Person zeigt, die einen Schrei hört und nicht, wie immer noch angenommen und debattiert wird, einen Schrei ausstößt», erklärte Kuratorin Giulia Bartrum.

Zu sehen sind unter anderem die wegen ihrer Erotik umstrittene Lithographie «Madonna», der farbige Holzschnitt «Head by Head» (Kopf an Kopf) und die Farblithografie/Holzschnitt «Vampire II», in dem langes Frauenhaar als Symbol der weiblichen Verführungskraft gilt.

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dpa

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Veröffentlicht am:
10. 04. 2019
09:36 Uhr

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10. 04. 2019
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