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Eberhard Havekost mit 52 Jahren gestorben

Seine Werke sind in renommierten Sammlungen weltweit zu finden. Eberhard Havekost wurde wie Gerhard Richter in Dresden geboren - und war auch international erfolgreich. Unerwartet ist er gestorben.



Eberhard Havekost
Der Künstler Eberhard Havekost ist im Alter von 52 Jahren gestorben.   Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Der international erfolgreiche Maler Eberhard Havekost ist tot. Er sei am Freitag in Berlin im Alter von 52 Jahren gestorben, sagte sein Galerist Frank Lehmann am Samstag in Dresden.

«Ich bin tief erschüttert, sein Tod kam so plötzlich», sagte Lehmann. Havekost habe noch so viele Pläne gehabt. Mit seiner kühlen, von modernen Medien inspirierten Malerei zählte er zu den international angesehensten zeitgenössischen deutschen Künstlern. Havekost hatte nach Angaben der Galerie Einzelausstellungen unter anderem in der Kunsthalle Schirn in Frankfurt, dem Stedelijk Museum in Amsterdam, dem Museum der Moderne Salzburg, den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und dem Kunstmuseum Wolfsburg.

Seine Werke hatten meist prägnante Titel - wie «Superstar», «Auge», «Landschaft» oder «Gefühl». Zum vergangenen Gallery Weekend Berlin Ende April zeigte er neue Bilder in der CFA-Galerie. Nach Angaben Lehmanns war für Ende des Jahres eine Ausstellung in Los Angeles und 2020 eine weitere in New York geplant gewesen.

Havekost wurde 1967 in Dresden geboren und hat dort auch studiert. Er lebte und arbeitete in Berlin und lehrte als Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie. 2010, als die Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden ihm erstmals eine Einzelausstellung widmeten, sagte Havekost: Früher habe er in seinen Bildern eine lesbare imaginäre Welt entwickelt, «heute ist mir Lesbarkeit nicht mehr so wichtig, ich sehe das Bild nicht nur als Fenster zu einer Gedankenwelt.» Der Betrachter solle interpretieren.

Manche Kunstexperten verglichen Havekost mit dem jungen Gerhard Richter, der ebenfalls in Dresden geboren wurde. Havekost spielte selbst ironisch mit Richters Werk. Er kopierte etwa ein verschleiertes Farbflächenbild des berühmten Kollegen und stellte eigene konstruktivistisch wirkende Abstraktionen mit bunten Flächen daneben. Auf die Frage, warum er Richter kopiert habe, sagte er: «Weil ich das Bild nie verstanden habe.»

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dpa

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Veröffentlicht am:
06. 07. 2019
12:52 Uhr

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12:52 Uhr



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