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Ariana Grande singt über ihre neue Unabhängigkeit

Nach dem «schlimmsten Jahr» ihres Lebens will Ariana Grande musikalisch durchstarten. Noch vor ihrer Welttournee bringt sie ein neues Album raus. Das Vorherige ist erst sechs Monate alt.



Ariana Grande
Ariana Grande hat ihr letztes Jahr musikalisch aufgearbeitet.   Foto: Chris Pizzello/Invision/AP

Pech in der Liebe, Peinlichkeiten beim Tätowierer: Die vergangenen Monate waren nicht gerade einfach für Ariana Grande.

Jetzt will sich die US-Sängerin und Schauspielerin wieder voll und ganz auf die Musik fokussieren und legt mit ihrem neuen Album «Thank U, Next» ein enormes Tempo vor. Denn während sich Stars wie Adele oder Dido mehrere Jahre Zeit lassen für ein neues Album, sind seit Grandes letzter Platte gerade mal sechs Monate vergangen.

Auf «Sweetener» hatte sich die 25-Jährige vor einem halben Jahr poppig gezeigt, aber nachdenklicher und düsterer als zuvor. Kein Wunder. Schließlich war es Grandes erste Platte nach dem Terroranschlag von Manchester im Mai 2017. Nach ihrem Konzert hatte im Foyer der Halle ein Selbstmordattentäter 22 Menschen in den Tod gerissen, viele davon Kinder und Jugendliche. «Wenn du so etwas hautnah miterlebst, verändert sich deine ganze Denkweise. Alles ist anders», meinte Grande damals. Die Musikerin sang über die traumatischen Erlebnisse etwa in der Ballade «Get Well Soon» (Gute Besserung).

Auf ihren zwöf neuen Songs verarbeitet Grande, die durch mehrere Serien und Filme im US-Kinderkanal Nickelodeon bekannt wurde, eine privat schwierige Phase. Ihr früherer Freund, der Rapper Mac Miller (Malcolm James McCormick), wurde im September mit 26 Jahren tot in seinem Haus aufgefunden. Zwei Monate später trennte sich Grande von ihrem Verlobten, dem Komiker Pete Davidson. Die quirlige Sängerin mit dem Pferdeschwanz sprach danach vom schlimmsten Jahr ihres Lebens - das sie nun musikalisch aufarbeitet.

Auf der gleichnamigen Single zum Album, «Thank U, Next», besingt Grande ihre Ex-Freunde. Und ist dabei durchaus versöhnlich: «Ich hätte sogar fast geheiratet. Und ich bin dankbar für Pete. Ich wünschte, ich könnte mich auch bei Malcolm bedanken. Denn er war ein Engel.»

«Ghostin'» kann als eine Art Entschuldigung für ihren Ex Davidson gedeutet werden, mit dem sie nur wenige Monate zusammen war. Sie sei eigentlich damals noch nicht bereit für eine neue Beziehung gewesen: «Wenn du jemand anderes gewesen wärst, hätte sie wohl keinen einzigen Tag gedauert.»

Und auf «7 Rings» erzählt die 25-Jährige von einer Shopping-Therapie mit ihren sechs besten Freundinnen. «Ich seh es. Ich mag es. Ich will es. Ich bekomm es», singt sie darauf selbstbewusst.

Ohnehin feiert Grande ihre neue Freiheit und Unabhängigkeit. Im eingängigen Popsong «Bloodline» heißt es: «Ich will dich nicht in meinem Stammbaum, ich will nur meinen Spaß». Auch andere Lieder, die meisten davon R&B-lastig, drehen sich um Verluste und selbstbewusste Frauen.

In den sozialen Medien wurde vor der Album-Veröffentlichung vor allem über eine kuriose Tattoo-Panne diskutiert: Statt des Titels ihrer Hit-Single «7 Rings» ließ sich die US-Amerikanerin aus Florida die japanischen Schriftzeichen für «kleiner Holzkohlegrill» tätowieren. Die Rechtschreib-Panne ließ sie kurze Zeit später nachbessern, aber auch das ging schief.

In den kommenden Wochen will Grande wieder ausschließlich positive Schlagzeilen liefern. Im März startet sie ihre Welttournee, die sie im Herbst auch nach Deutschland bringt. Im April tritt die Künstlerin als Headlinerin beim legendären Coachella-Festival auf. Und in der Nacht zu Montag könnte sie auf der Grammy-Verleihung zwei Preise einheimsen - für das beste Pop-Album und den Song «God Is A Woman».

Im Vorfeld sorgte die 25-Jährige für Schlagzeilen, weil sie ihren geplanten Live-Auftritt bei der Gala absagte. Medien berichteten, sie hätte sich mit den Machern nicht auf die Songauswahl einigen können. Die Produzenten griff die Sängerin öffentlich an - auch Ausdruck ihrer neuen Unabhängigkeit.

Veröffentlicht am:
08. 02. 2019
12:18 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
08. 02. 2019
12:18 Uhr



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