» zur Übersicht Regionalsport
    
    
Artikel
 
    
 

Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text   
Köniz eine Nummer zu groß

Schade, schade und nochmals schade. Die Volleyballerinnen des VfB Suhl verlieren nach grandiosem Kampf ihr Achtelfinal-Hinspiel im europäischen Challenge Cup gegen Volley Köniz mit 2:3.

Von Claudia Fehse
  • Suhls Damen reckten und streckten sich, doch am Ende reichte es nicht. Foto: frankphoto.de
Bild von

Suhl - 18:25, 21:25, 25:21, 25;21, 11:15. Die Zahlen sagen viel, aber nicht alles. Suhl kämpfte aufopferungsvoll, war dennoch der Verlierer. Nach den Partien gegen Innsbruck und Haifa sollten sich die Schweizerinnen als echter Gradmesser erweisen, denn nach den beiden mit 3:0 gewonnenen Spielen gegen Madeira setzte sich Köniz anschließend auch gegen Linz (Österreich) durch und qualifizierte sich damit für diese Runde der letzten 16 Teams. Interessant zu erwähnen, dass die Mannschaft aus Köniz ein ähnliches Multi-Kulti-Team stellt wie der VfB Suhl. Die bekannteste Spielerin in den Reihen der Schweizer ist wahrscheinlich Anika Schulz, die vor einigen Jahren in Schwerin unter einem gewissen Felix Koslowski als damaligem Co-Trainer spielte. Beide gingen in Schwerin sogar zusammen zur Schule. Inzwischen ist Anika Schulz in Köniz schon zu einer Art Urgestein geworden, neben der Ukrainerin Polyakova. Insgesamt gehören zum Könizer Kader drei Spielerinnen aus der Schweiz, hinzu kommen weitere aus sieben anderen Ländern. In der als relativ spielstark bekannten schweizerischen Liga A belegte Köniz in der schon beendeten Hauptrunde den dritten Platz, jetzt geht es aber auch für sie noch in die Playoffs - genau wie (hoffentlich) für den VfB Suhl.

    
»Fotostrecke starten Fotogalerie
    

Köniz hatte vor dem gestrigen Spiel übrigens schon 75 Matches im Europapokal auf dem Konto: Da kann man durchaus von internationaler Erfahrung sprechen. Suhl hat gerade einmal sein drittes absolviert, sein drittes Heimspiel wohlgemerkt. Doch die Aufregung angesichts dieser ungleichen Verhältnisse war den Suhler Spielerinnen zunächst nicht anzusehen. Aber sie sollte kommen und war spätestens beim 7:10 überdeutlich. Köniz machte einen Punkt nach dem anderen, denn eigentlich hatte der VfB zu Beginn des Spiels die Initiative furchtlos in die Hand genommen und 6:1 geführt. Dass Suhls Damen den Durchgang deutlich verloren, kam also überraschend. Vor allem die Geschwindigkeit, mit der das VfB-Team einbrach, war schon atemberaubend, in negativer Hinsicht natürlich. Am Ende des Satzes gelang so ziemlich nichts mehr, mit der Brechstange ist so ein Europapokal-Spiel halt nicht zu gewinnen.

Mit dem zweiten Satz machte es die Mannschaft von VfB-Trainer Felix Koslowski besser. Wieder führte sie mit 6:1, legte diesmal aber noch zum 8:2 nach, und bei der zweiten technischen Auszeit stand es schon 16:8 für Suhl. Was sollte jetzt also noch schiefgehen? Alles. Alles ging schief, denn plötzlich führte Köniz mit 22:21. Zuvor hatten die Suhlerinnen fast dabei zugesehen, wie sich das gegnerische Team an ihren Schwächen aufbaute und selbst wieder erstarkte. Gibt's doch gar nicht. Gab es eben doch. Schade, aber so eine deutliche Führung darf man sich nicht wieder nehmen lassen. Es passierte aber, denn die Suhlerinnen konnten diesem Zwischenstand keinen einzigen eigenen Punkt mehr hinzufügen und mussten stattdessen mit ansehen, wie Köniz über diesen wohl nicht mehr für möglich gehaltenen Satzgewinn jubelte.

Im dritten Satz aber schien der Suhler Kampfgeist wieder erwacht zu sein, die Mädels hatten sich noch nicht aufgegeben. Die Annahme, die ohnehin nicht das Gelbe vom Ei war, offenbarte zwar weiter große Schwächen, aber das bessere Ende hatte diesmal der VfB Suhl. Dass dem Team um Kapitän Claudia Steger nach dem 24:19-Vorsprung noch einmal das gleiche Schicksal ereilen könnte wie noch im vorherigen Satz, das glaubte jetzt niemand mehr. Tatsächlich gewann Suhl mit 25:21.

Spannung pur am Schluss

Sollte die Wende noch geschafft werden, musste jetzt ein weiterer Satzgewinn her. Beim 16:12-Zwischenstand sah es diesbezüglich gut aus. Beim 16:14 nicht mehr so gut. Als die Gäste beim 21:20 wieder dran waren, wurden die Suhler Aussichten immer düsterer. Aber immerhin führten sie ja noch. Und gewannen dann doch noch diesen vierten Satz, und der fünfte musste die Entscheidung bringen. Der Tiebreak war natürlich eine Suhler Premiere in diesem Wettbewerb. Jetzt zählten die besseren Nerven. Wer hatte sie, Suhl oder Köniz? Es sah ganz nach Köniz aus, denn beim 8:11 wurde Libero Suzana Cebic, die ohnehin unter starken Schmerzen spielte, fast abgeschossen. Dann aber wieder 10:11, die Spannung in der Halle war kaum auszuhalten. Suhl wehrte noch einen Könizer Matchball ab, dann war aber Schluss.

Suhl, Startformation: Kalinovskaja, Utla, Isailovic, Steger, Merkova, Dijkema; Cebic (Libero), eingewechselt: Jacobi, Pucarevic, Speer - Zuschauer: 700

    
    

Diesen Artikel

  • Teilen:
  •  
  • Facebook
  •  
  • MySpace
  •  
  • Twitter
  •  
  • StudiVZ / MeinVZ
  •  
  • Google
  •  
  •  
Bewertung: 
  •  
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
0 Bewertungen (Sie müssen angemeldet sein)
    
    

Die neuesten Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben...
Zum Kommentar abschicken bitte vorher einloggen
Benutzername
Passwort
 
     
Sie sind noch kein Mitglied auf insuedthueringen.de? Dann jetzt gleich »hier registrieren
    
    

Ȇbersicht Regionalsport

"Uns fehlt ein Hauptsponsor"

Suhl - Die Saison 2011/12 der Volleyball-Bundesliga der Frauen ist längst Geschichte. »mehr
    
    

 
Drama mit Happy End

Im Finale der Deutschen Frauenhandball-Meisterschaft hat ein einziges Tor über Sekt oder Selters entschieden. Durch das ... »mehr
    
 
    

 
Diesmal ging's den Fallbachhang hinauf

Oberhof stand am Sonntag ganz im Zeichen des 1. Thüringer Wald MTB-Cross-Country-Rennens, bei dem gleichzeitig die Mitte... »mehr
    
 
    

 
Höchststrafe im Wohnzimmer

Trauma statt Traum, Tränen statt Triumph: Nach der leichtfertig vergebenen Chance auf den Champions-League-Titel stürzt ... »mehr
    
    

Das könnte Sie auch interessieren 

    
    

Magazine

Stadtfest Ilmenau 2012
Leserreisen 2012
Gästezeitung Thüringer Wald
Bikers Guide 2012
Landesgartenschau 2012
t-wood 2012
Bikers Guide 2012
Gesundheitsforum März 2012
Gesundheitsführer Hildburghausen
Sportkalender HBN 2012
Thüringen im Blick
FH-Schmalkalden
Sportkalender Suhl 2011
Gesundheitsführer Schmalkalden
Anpfiff FW/STZ
Anpfiff FW
Gesundheitsführer Suhl
    
    

Deutschland hat im Ostseerat den Hut auf

Deutschland führt zur Zeit eine wichtige Gruppe an: den Ostseerat. Unser Land hat seit fast einem Jahr den Vorsitz, deshalb ist Bundeskanzlerin Angela Merkel diese Woche auch die Gastgeberin beim Ostseerats-Gipfel in Stralsund. »mehr
    
    

Webcams aus der Region 

Eine Vielzahl von Webcams, die von Firmen, öffentlichen Einrichtungen oder Privatpersonen installiert wurden, zeigen aktuelle Bilder aus der Region. »mehr
    
    

Silly wird die Suhler Schwarzbiernacht rocken 

Mit dem Liveprogramm zur Erfolgsplatte "Alles rot" eröffnen Anna Loos und Silly am Pfingstsamstag, 26. Mai, die Suhler Schwarzbiernacht. Ab sofort gibt es die Karten. »mehr
    
    

Börseninformationen