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Leichter Aufwärtstrend

Die SG Suhl/Goldlauter hat sich im Mittelfeld der Handball-Thüringenliga eingenistet und sollte in dieser Saison nicht wieder bis zum Schluss gegen den Abstieg kämpfen müssen.

Suhl - Als Thomas Zingler unmittelbar nach der Übernahme des Traineramtes bei der SG Suhl/Goldlauter gefragt wurde, worin seine wichtigsten Zielen mit der Mannschaft bestehen, antwortete der 50-Jährige: "Wir wollen in der Handball-Thüringenliga zunächst einmal den Kampf gegen den Abstieg erfolgreich bestehen. Außerdem haben wir uns vorgenommen, dass wir uns so schnell wie möglich aus der bedrohten Zone entfernen und den Klassenerhalt frühzeitig unter Dach und Fach bringen."

Zum damaligen Zeitpunkt - es war im Spätsommer des Jahres 2011 - ließ sich noch nicht absehen, wohin die Reise für die Spielgemeinschaft geht. Mittlerweile ist die erste Halbserie vorbei - und die SG Suhl/Goldlauter findet sich mit 362:381 Toren bei 12:14 Punkten auf dem neunten Tabellenplatz wieder. Das ist noch keine Garantie für den Ligaverbleib, aber bei sieben Minuspunkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz dürfte Zingler und seinen Schützlingen eine Zitterpartie bis zum allerletzten Spieltag erspart bleiben.

Zwei Mannschaften werden in dieser Saison absteigen. Nach derzeitigem Stand der Dinge dürfte es die SG Schnellmannshausen und den Post SV Gera erwischen. Diese Teams stehen mit drei bzw. zwei Zählern ganz hinten in der Tabelle. Auch wenn die gefährdeten Mannschaften in der Rückrunde erfahrungsgemäß noch einmal Vollgas geben, scheint der Abstand zum rettenden Ufer bereits zu groß zu sein. Seitens der SG Suhl/Goldlauter will man sich eigentlich nicht mehr mit dem Thema Klassenerhalt beschäftigen. Vielmehr geht es darum, die erarbeitete Ausgangsposition zu nutzen und das vorhandene Potenzial in die Waagschale zu werfen, um noch den einen oder anderen Tabellenplatz nach oben zu klettern. Dies erscheint machbar, wenn die Mannschaft um die beiden überragenden Torhüter Steffen Wetzl und Frank Hornschuch auch in der am Samstag mit dem Auswärtsspiel beim ThSV Eisenach II beginnenden Rückrunde immer wieder ihre Leistungsgrenze erreicht. Diese ist höher als in der vergangenen Saison, was sicherlich auch an den veränderten Trainingsinhalten liegt. Besonders auffällig ist die Treffsicherheit der Akteure um Regisseur Christian Hoffmann. Mit 362 Toren hat die Spielgemeinschaft sogar mehr Treffer erzielt als Tabellenführer Ernestiner SV Gotha (348). Lediglich bei der HSG Werratal 05 (381) kennt man offensichtlich die Mixtur eines noch besseren Zielwassers. Wo Licht ist, gibt es aber auch Schatten. Dieser fällt bei der SG Suhl/Goldlauter auf die Abwehrleistung, denn 381 Gegentreffer in 13 Spielen sind eindeutig zu viel. Hier muss Thomas Zingler den Hebel ansetzen, wenn weitere Fortschritte in der Tabelle gelingen sollen.

Rückkehrer mit Routine

Dass die Südthüringer in der Hinrunde gut unterwegs waren, ist auch ein Zeichen für mannschaftliche Geschlossenheit. Schließlich musste einige Ausfälle kompensiert werden, wenn man beispielsweise an die Verletzung von Leistungsträger Maik Gerstenberg denkt. Mike Pfeiffer, der quasi nebenbei die Handballerinnen vom ESV Lok Meiningen trainiert, kam ebenso wie Christian Münzner (Studium) nur selten zum Einsatz. Deshalb war die Rückkehr von Jiri Jicha um so erfreulicher. Der 35-jährige Tscheche, der zuletzt beim Ernestiner SV Gotha spielte, könnte der SG in der zweiten Saisonhälfte weitere Stabilität verleihen und durch seine Routine dafür sorgen, dass gerade in kniffligen Situationen der Kopf oben behalten wird. schi/ulk

    
    

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