zuletzt bearbeitet: 16.12.2011 10:41 Uhr
Text
Text
Der Boom und seine Folgen
Beim Christmas Cup der Sportschützen in Suhl ist ein neuer Teilnehmerrekord verzeichnet worden. Dies erfordert Kreativität von den Organisatoren, damit alle Starter optimale Bedingungen vorfinden.
Suhl - Alle Jahre wieder treffen sich hunderte Sportschützen aus ganz Deutschland und den benachbarten Staaten kurz vor den Weihnachtsfeiertagen im Schießsportzentrum auf dem Suhler Friedberg zum traditionellen Christmas Cup. Auch in diesem Jahr war diese Veranstaltung ein Volltreffer, denn mit 373 Sportlern wurde ein neuer Teilnahmerekord erzielt, womit sich die Zahl der Starter gegenüber 2010 noch einmal um 40 erhöhte. Diese erfreulichen Zahlen sorgten allerdings auch für ein Luxusproblem, denn die Standkapazitäten - speziell in den Wettbewerben Laufende Scheibe und Bogen - sind an ihre Grenzen gestoßen. So sah man bei den Organisatoren die eine oder andere Schweißperle auf der Stirn, denn es musste sogar am Reglement gefeilt werden, um allen Bogenschützen ideale Wettkampfmöglichkeiten zu bieten. Sollte der Boom anhalten, sind für die nächsten Jahre weitere kreative Lösungen gefragt.
Der Nachwuchswettkampf in vorweihnachtlicher Atmosphäre zog in diesem Jahr nicht nur deutsche Talente an. Auch aus Tschechien, Polen und Österreich wurden Delegationen entsandt. Bemerkenswert ist die Einbindung von behinderten Sportler in die normalen Wettkämpfe der Luftdruckdisziplinen. So etwas gibt es nur im Sportschießen. Der vermutlich glücklichste Gewinner beim Christmas Cup war übrigens Pistolenschütze Lucas Hüllner. Der Jugendliche vom Verein Geraer Sportschützen zeigte im Relativvergleich die beste sportliche Leistung des Tages und nahm als Preis eine hochwertige Luftpistole in Empfang.
Eingebettet in den Christmas Cup war die Ehrung der besten Thüringer Sportschützen, die im zu Ende gehenden Jahr für positive Schlagzeilen gesorgt haben. Im festlich gestalteten Dianagarten des Ringberg-Hotels musste Dirk Eisenberg, der Präsident des Thüringer Schützenbundes, einen regelrechten Auszeichnungsmarathon absolvieren. Besonders im Fokus standen diejenigen Sportler, die internationale Meriten errungen haben. Hinzu kam die Würdigung von Medaillengewinnern bei Deutschen Meisterschaften sowie von erfolgreichen Trainern, Übungsleitern und Ehrenamtlichen. Erfreulich ist, dass neben den gestandenen Erfolgsschützen auch viele Nachwuchsathleten in das Rampenlicht traten. Ein Beispiel ist die Skeetschützin Nadine Messerschmidt vom FV SSZ Suhl, die mit mehreren Podestplätzen bei internationalen Juniorenwettkämpfen sowie Rang sieben bei der Junioren-EM auf sich aufmerksam machte.
Einen besonderen Stellenwert für den Thüringer Schützenbund haben die beiden errungenen Quotenplätze für die Olympischen Sommerspiele 2012 in London durch Ralf Schumann und Tino Mohaupt. Letzterer war bei der Gala auf dem Ringberg nicht dabei, lieferte aber eine plausible Entschuldigung, da ihm nahezu zeitgleich zur Ehrungsveranstaltung in Dortmund die Qualifikation für die Europameisterschaft gelang.
Diesen Artikel
|
|||||


















