zuletzt bearbeitet: 03.01.2011 09:30 Uhr
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Unverwüstlich bei Schnee und Eis
Anke Härtl (TV Coburg) und Manuel Stöckert (TSV Ostheim) heißen die souveränen Sieger der 40. Auflage des Meininger Silvesterlaufes.
Meiningen - Für beide war die Jubiläumsveranstaltung im und um den Schlosspark die erste Teilnahme an einem Meininger Silvesterlauf. Trotz Eis, Schnee und schwer zu laufender Strecke gingen einschließlich des 2-km-Jedermannlaufes, wozu keine Startmeldung erforderlich war, fast 250 Läuferinnen und Läufer aus mehreren Bundesländern an den Start. Das Beste zum Schluss müsste es angesichts der tollen Beteiligung heißen, obwohl die Jubiläumsauflage des Meininger Silvesterlaufes eher dem Charakter eines Neujahrslaufes entsprach. Doch letztendlich erwies sich die Terminfestschreibung auf den 2. Januar für die Organisatoren des PSV Meiningen als ein Glücksfall, was die hohe Teilnehmerzahl in allen Altersklassen unterstreicht.
Ob zwei, vier, sechs oder die zehn Kilometer der Hauptstrecke über fünf Runden, jeder gab sein Bestes und rückte dem Weihnachtsspeck zu Leibe. Auch der Nachwuchs war zahlreiche vertreten, was für die Zukunft hoffen lässt.
Die Organisatoren profitierten auch von der Tatsache, dass aufgrund des schneereichen Winters im benachbarten Franken, aber auch in Thüringen mehrere Silvesterläufe kurzfristig abgesagt werden mussten. "So ein Thema stand für uns nicht zur Diskussion", sagte Organisationschef Peter Osmann.
Gleichzeitig bedankte sich Osmann bei der Stadtverwaltung für die ausgezeichnete Unterstützung bei der Präparierung der Laufstrecke. Auch wenn die Laufstrecke für viele Teilnehmer, einige von ihnen stiegen wegen der Glätte sogar aus, eine große sportliche Herausforderung war. Es mangelte nicht an Lob und Anerkennung, dass trotz der schwierigen Verhältnisse optimale Bedingungen geschaffen wurden.
Laufmatador Werner Keppler (PSV Meiningen), mit 73 Jahren als ältester Teilnehmer, weiß deshalb wovon er sprach. "Die Bodenverhältnisse stellten schon sehr hohe Anforderungen", so sein Resümee. "Doch letztendlich mussten sich alle Teilnehmer auf diese Bedingungen einstellen, wussten sie doch im Vorfeld, worauf sie sich bei diesem Lauf einlassen würden."
Der amtierende deutsche Junioren-Berglaufmeister Manuel Stöckert (TSV Ostheim) kam mit den Bedingungen bestens zurecht und verwies Marcel Knape vom USV Erfurt min 34:56 Minuten überlegen mit einem klaren Vorsprung von 2:25 Minuten auf den Vizeplatz.
Auch die fränkischen Läufer vom TS Lichtenfels waren rundum zufrieden mit ihren Leistungen, wie der mehrfache deutsche Seniorenmeister Kurt Herbig sich äußerte.
Stöckert betrachte seinen Start als reinen Trainingslauf. "Trotzdem habe ich richtig Gas gegeben, um unter erschwerten Bedingungen meine Kondition zu testen", betonte der 22-jährige Ostheimer.
Angesicht dieser starken Konkurrenz gewinnen die Top-Ten-Plätze von Jens Winkler als Siebter in 40:04 Minuten und Holger Tschaar (beide Sportteam Steinbach Meiningen) als Achter in 40:18 Minuten noch an Wert, ging es doch auch um die ersten begehrten Punkte im Werracup 2011. "Beim Meininger Silvesterlauf dabei zu sein, ist für mich Pflicht," versicherte Bernd Keppler. Tags zuvor weilte der Meininger noch an der Ostsee zum Winterbaden.
Mittlerweile lassen auch die Judokas vom PSV Meiningen keinen Silvesterlauf mehr aus. "Wir waren heute mit über 20 Athleten am Start", sagte Trainer Thomas Nimscholz. "Wo kann man seine Kondition besser als beim Silvesterlauf unter Beweis stellen", merkte er an, und warf dabei schon einen Blick auf das 9. Horst-Schenck-Gedächtsnisturnier, das im Jahr 2011 aufgrund der Witterung vom Januar auf den 26. März verlegt wurde.
Bei den Frauen hatte Vorjahrssiegerin Bettina Tschernig (SV Mühlhausen) diesmal starke Konkurrenz bekommen. Die Vierte der Senioren-Berglaufweltmeisterschaften, Anke Härtl (TV 1848 Coburg), bestimmte vom Start an das Tempo und landete in 44:35 Minuten vor Tschernig einen überlegenen Sieg.
"Mit dem heutigen zweiten Platz habe ich meinen Medaillensatz komplettiert", freute sich Tschernig trotzdem. Den dritten Platz sicherte sich Romana Krause vom Meininger Sportteam Steinbach in achtbaren 50:47 Minuten.
"In diesem Jahr werden wir unseren Traditionslauf direkt zu Silvester am 31. Dezember durchführen", blickt Organisationschef Peter Osmann schon wieder voraus.
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