zuletzt bearbeitet: 26.04.2011 16:03 Uhr
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Ein netter Nachbar mit viel Humor
Handball-Bezirksoberliga | Der ASV Marktleuthen macht dem Spitzenreiter das Siegen leicht und rückt dem Abstieg
ein Stück näher. Die Turnerschaft Selb braucht jetzt nur noch zwei Siege gegen vermeintlich leichte Gegner bis zur Meisterschaft.
TS Selb: V. Michanek, C. Kropf, Diener – Benker (5), J. Kempf (3), L. Kempf (2), Kirsch (4), Korb, M. Kropf, Mäsiar (8), M. Michanek (2), Salom (5), Zumpe (1).
ASV Marktleuthen: Rosenberger, Bauer – Dietel (5), Eichinger, Kuhn (1), Kassing (2), Lichtinger (3), Moczigemba, Reinel (4), Vogel (3), Zollitsch (4).
Zuschauer: 300. – Schiedsrichter: Geier/Rolle (Meerane). – Zeitstrafen: je 1. – Siebenmeter: je 1/0.
Noch zwei Siege ist die TS Selb von der Meisterschaft entfernt. Und die kommenden beiden Gegner, Schlusslicht Pegnitz und die personell geschwächte Bayreuther Regionalliga-Reserve, sollten ihnen das Leben nicht schwerer machen als der Nachbar. Der bot ein richtig nettes Gastspiel: Eine Abwehr, die diesen Namen bestenfalls nach der Pause verdiente, flottes Spiel nach vorne, das der TS in die Karten spielte, und Fans, die immer lustig waren, ganz egal, wie‘s stand.
Diesen Humor werden sie sich bewahren müssen, denn die Chancen des Aufsteigers auf den Klassenerhalt schwinden. Bezeichnend für den fast freundschaftlichen Charakter des Spiels. Ganze zwei Zeitstrafen gab es, und ganze zwei Strafwürfe, die die Schützen auf beiden Seiten vergaben.
Den ersten parierte gleich zu Beginn Schlussmann Rosenberger. Das sollte aber eine der wenigen guten Paraden der ASV-Torleute gewesen sein. Bauer parierte nach der Pause noch dreimal gut. Die Gegenüber Vladimir Michanek und Carsten Kropf hingegen legten mit guten Reaktionen zur rechten Zeit den Grundstock zu einem nie gefährdeten Sieg. Michanek war gleich drei Mal zur Stelle, als bei 10:5 nach 14 Minuten der Selber Anfangselan etwas zu schwinden drohte. Da aber Marktleuthen weiterhin respektvoll Abstand von den Selber Werfern hielt, die zudem genügend Distanz hielten, gelangen Thorsten Kirsch einige Hämmer aus dem Rückraum zum 16:8-Halbzeitstand.
Ähnlicher Freiheit erfreute sich Selb auch nach der Pause und erhöhte bis zur 39. Minute auf 22:12. Ein erstes kleines Fehlpass-Festival kurz zuvor hatte allerdings bereits angedeutet, dass es der Gastgeber fortan etwas ruhiger anzugehen gedachte gegen eine nun langsam stabiler auftretenden ASV-Abwehr. Bis zum 25:15 nach 43 Minuten hielt der Tabellenführer den Abstand, ehe er in sieben torlosen Minuten den Gast noch munterer als bisher mitspielen und bis auf 20:26 zehn Minuten vor Schluss herankommen ließ. Enger sollte es aber nicht mehr werden, und so blieb dem ASV Marktleuthen als einziger Trost, die zweite Halbzeit unentschieden gestaltet zu haben. W. N.
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