zuletzt bearbeitet: 21.02.2012 09:31 Uhr
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Rot-Rot gegen CDU-Landrat
Hildburghausen/Erfurt - Der langjährige Landrat von Hildburghausen, Thomas Müller (CDU), bekommt es voraussichtlich mit einem rot-roten Herausforderer zu tun. Der Landtagsabgeordnete Tilo Kummer von der Linkspartei sagte unserer Zeitung, dass er bei der Kommunalwahl im April gegen Müller antreten will. Die offizielle Nominierung soll am kommenden Samstag erfolgen.
Die Kandidatur Kummers kann durchaus als landesweites Signal für rot-rote Kooperationen bei der Kommunalwahl verstanden werden. Die SPD in Hildburghausen verzichtet auf einen eigenen Kandidaten und steht einer Kandidatur des Linkspolitikers offen gegenüber. "Wir können uns eine Unterstützung von Tilo Kummer vorstellen", sagte auf Nachfrage der aus Hildburghausen stammende Fraktionschef der Sozialdemokraten im Landtag, Uwe Höhn. Er habe nichts dagegen, wenn dies als Signal aufgefasst werde, dass eine Zusammenarbeit von Linken und SPD auf der Kommunalebene möglich ist.
Ähnlich äußerte sich der Landeschef der Linken, Knut Korschewsky. "Wenn es linke Mehrheiten geben soll, dann erwarten wir auch Zugeständnisse der SPD", sagte er unserer Zeitung. Ein derartiges Signal könne sein, wenn die SPD den Linken-Kandidaten in Hildburghausen unterstütze. Denkbar sei eine Kooperation auch im Landkreis Schmalkalden-Meiningen im Fall einer Stichwahl, sagte Korschewsky. Hier will die Linke mit einem eigenen Kandidaten antreten. Nach dem Abschied des langjährigen CDU-Landrates Ralf Luther gilt die Wahl als spannend. Bisher hat die CDU den Landtagsabgeordneten und Fraktions-Vize Michael Heym nominiert; für die SPD tritt der Breitunger Bürgermeister Peter Heimrich an.
Die erste Landratswahl des Jahres im Januar im Saale-Orla-Kreis hatte SPD-Amtsinhaber Frank Roßner gegen den CDU-Herausforderer verloren. Als maßgebliche Ursache gilt die Tatsache, dass der SPD-Mann nicht von der Linkspartei unterstützt wurde. Landeschef Korschewsky machte deutlich, dass die Linke "nicht zum Nulltarif" zu haben ist. Vielmehr müsse eine Zusammenarbeit "auf gleicher Augenhöhe" erfolgen. Nach der Landtagswahl 2009 hatte es erhebliche Verwerfungen zwischen den beiden damaligen Oppositionsparteien gegeben, weil die SPD ein Regierungsbündnis mit der CDU einging. ek
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