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Saison
Heimischer Gänsebraten wird nicht teurer

Altengönna/Jena - Die ersten Mastgänse aus Thüringen landen diese Tage als Braten auf dem Tisch, das Gros der Tiere hat aber noch eine Gnadenfrist bis kurz vor Weihnachten. Zum Martinstag beginnt traditionell die Schlachtsaison für Gänse. Dabei wird der Gänsebraten aus heimischer Landwirtschaft wird dieses Jahr nicht teurer.

  • Gänse auf Weide in Brandenburg Die meisten von ihnen haben noch eine Gnadenfrist bis kurz vor Weihnachten. Am Martinstag beginnt offiziell die Schlachtsaison für Gänse.
    dpa
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Auch die Gönnataler Putenspezialitäten GmbH - einer der größten Gänsemäster im Freistaat - hat bereits etwa 500 seiner insgesamt 7500 Tiere geschlachtet. Für die restlichen schlage bis kurz vor Weihnachten das letzte Stündlein, erklärte Geschäftsführer Stefan Lüdke. Doch in Thüringen kann die Nachfrage nach Martins- und Weihnachtsgänsen bei weitem nicht aus heimischer Landwirtschaft gedeckt werden. «Wer vorbestellt geht auf Nummer sicher», empfiehlt Lüdke denen, die Wert auf eine regionale Herkunft ihres Festbratens legen.

Knapp 2000 Gänsehalter mit etwa 32 000 Schlachttieren sind laut Landesanstalt für Landwirtschaft in Thüringen registriert. Allerdings gebe es nur 13 größere Betriebe mit mehr als 500 Tieren, sagte Fachmann Bernd Kästner. Die Zahlen seien in den vergangenen Jahren weitgehend gleichgeblieben. «Es gibt kaum Betriebe, die in diesen Zweig einsteigen.» Nachdem im vergangenen Jahr die Verbraucher etwas mehr Geld für ihren Gänsebraten «Made in Thüringen» auf den Tisch legen mussten, gibt Kästner Entwarnung. Mit im Schnitt 11,50 Euro pro Kilogramm liege der Preis auf dem Niveau des Vorjahres. Das Gros des nach Thüringen eingeführten Gänsefleischs kommt nach Angaben des Landesamtes für Statistik aus Polen.

Wegen der guten Nachfrage haben die Gänsemäster aus Altengönna dieses Jahr aufgestockt. Neben den 6500 eigenen Tieren halte ein Landwirt im Ilmtal weitere 1000 Tiere für den Betrieb, erklärte Lüdke. «Die Gössel kamen im Juni zu uns, waren dann ein paar Wochen im Stall und sind seither auf der Weide.» Verkauft wird das Gänsefleisch über eigene Läden, Marktstände, aber auch Großabnehmer im Handel. Zudem schlachtet das Unternehmen mit 70 Mitarbeitern auch für andere Betriebe. Bis Weihnachten herrsche Hochbetrieb, danach sei die Saison allerdings schlagartig vorbei, betonte Lüdke. «Eine Gans, die zu Weihnachten nicht verkauft ist, bekommt man danach kaum noch los.» dpa
    
    

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