zuletzt bearbeitet: 02.02.2012 17:40 Uhr
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Behörde erteilt Baurecht für Stromtrasse durch den Thüringer Wald
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Bei Goldisthal ist eine bestehende Stromtrasse zum Pumpspeicherwerk Goldisthal zu sehen. Die Mehrheit der Kommunen am Rande der geplanten Trasse haben sich gegen das Großprojekt ausgesprochen, weil die Masten nach ihrer Ansicht sowohl die Naturschutzgebiete zerstören als auch den Tourismus in Gefahr bringen würden.dpa
Erfurt/Großbreitenbach - Die Stromtrasse durch den Thüringer Wald darf gebaut werden. Allerdings nur mit Auflagen. Wie das Landesverwaltungsamt in Weimar gestern mitteilte, habe die Behörde das Planfeststellungsverfahren zu dem vom Stromnetzbetreiber 50 Hertz Transmission GmbH geplanten Projekt abgeschlossen. Demnach dürfe die Starkstromleitung vom Umspannwerk in Erfurt-Vieselbach bis zum Umspannwerk in Altenfeld im Ilm-Kreis gebaut werden.
Der mehr als 400 Seiten umfassende Planfeststellungsbeschluss enthalte zahlreiche Nebenbestimmungen zu Natur- und Landschaftsschutz, Wasserwirtschaft, Forst- und Landwirtschaft, Denkmalschutz, Immissionsschutz, Abfallwirtschaft und Bodenschutz, Verkehrsinfrastruktur und den Belangen der Versorgungsträger, teilte Petra Freytag, Sprecherin des Landesverwaltungsamtes, weiter mit. Rund 1150 Stellungnahmen und Einwendungen waren seit Beginn des Planfeststellungsverfahrens im Jahr 2009 bei der Behörde eingegangen. Bei den öffentlichen Anhörungen im vergangenen Frühjahr hatten die Gegner der Stromtrasse die Gelegenheit genutzt, ihre bedenken öffentlich vorzutragen.
Die Stellungnahmen seien genutzt worden, um erhebliche Veränderungen an den ursprünglichen Plänen vorzunehmen, erklärte die Weimarer Behörde. So sei im Zuge der verfahrens die Leitung abschnittsweise verlegt worden. So wurde die Stromtrasse von der östlichen auf die westliche Seite der Autobahn 71 verlegt, um eine 110-Kilovolt-Bahnstromleitung von Eischleben nach Ilmenau auf einer Länge von fast fünf Kilometern mitzunehmen. Außerdem seien Masten erhöht oder verschoben worden. Zudem seien Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen ergänzt worden.
Die Trassengegener, das sind vor allem die betroffenen Gemeinden im Thüringer Wald und ihre Einwohner, zeigten sich von dem Planfeststellungsbeschluss enttäuscht. Großbreitenbachs Bürgermeistern Petra Enders hatte schon in den vergangenen Wochen betont, dass der Zusammenschluss der Trassengegener weiter gegen das Bauvorhaben kämpfen wolle. Mit Kommunen in Franken habe man sich abgestimmt, gegen das Projekt zu klagen. Die Kriegskasse hierfür sei gut gefüllt, versicherte Enders. Die Stromtrasse soll von Vieselbach nach Franken führen, um Strom von Nord- nach Süddeutschland zu transportieren. jol
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