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Wirtschaft

Bäckerei-Kette frischBack GmbH Arnstadt stellt Insolvenzantrag

Die frischBack GmbH, die Arnstädter Landbrotbäckerei und die Backspezialitäten GmbH (alle Arnstadt) mit ihren Produktionsstandorten in Arnstadt und Schmalkalden hat Insolvenz in Eigenregie beantragt.



Arnstadt - Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, ist der Antrag bereits vom Amtsgericht Erfurt bestätigt worden. Das Unternehmen betreibt in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, osthessen und Nordbayern über 130 Filialen und hat über 800 Miarbeiter.
 
Ursache für die Zahlungsschwierigkeiten sind laut Firmenangaben hohe Kapital-Kosten für Investitionen sowie auch der gestiegene Mindestlohn in diesem Jahr. Durch das Insolvenzverfahren sei die pünktliche Zahlung von Löhnen und Gehältern gesichert. Ein Abbau von Arbeitsplätzen sei nicht geplant.
 
Wie Geschäftsführer Alfred J. Heyl erklärte, solle das Unternehmen durch das Insolvenzverfahren nachhaltig saniert werden. Vom Amtsgericht sei der Unternehmensführung der Erfurter Konkursverwalter Rolf Rombach zur Seite gestellt worden. Das Unternehmen strebe eine Neuausrichtung in einem Eigenverwaltungsverfahren an, so Heyl am Freitag auf Anfrage. „Wir haben in den vergangenen Jahren in Millionenhöhe in unsere Filialen und Produktion investiert. Doch der hohe Kapitaldienst für die Investitionskredite und die gestiegenen Personalaufwendungen, wie die Erhöhung des Mindestlohnes in diesem Jahr, haben zu einem Liquiditätsengpass geführt“, erklärte Hey.

Mit dem Eigenverwaltungsverfahren wolle er nun das Filialgeschäft sowie die beiden Produktionsstandorte in Arnstadt und Schmalkalden nachhaltig sanieren.Insgesamt sind drei Unternehmen von dem Antrag betroffen: Die Frischback GmbH, die Arnstädter Landbrotbäckerei GmbH und die Backspezialitäten GmbH.

Der Betrieb laufe ganz normal weiter, die Mitarbeiter müssten nicht mit Kündigungen rechnen, erklärte der Geschäftsführer. Das Amtsgericht habe den Anträgen des Unternehmens entsprochen und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. „Ziel des Verfahrens ist es, unsere Unternehmen fortzuführen und die Arbeitsplätze zu sichern. Alle Filialen und Großkunden werden weiter beliefert. Unsere Kunden werden das Eigenverwaltungsverfahren nicht bemerken, da unsere Lieferfähigkeit in der gewohnten Qualität und Pünktlichkeit sichergestellt ist“, erklärt Heyl. jol
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11. 08. 2017
14:17 Uhr

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