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Thüringen

Regionalzug entgleist, Bergung am Samstag

Stadtroda - Ein Regionalzug ist am Freitagabend bei Stadtroda (Saale-Holzland-Kreis) entgleist. Er fuhr in eine Geröll- und Schlammlawine, die nach einem Unwetter auf die Gleise gerutscht war, wie eine Bahnsprecherin mitteilte.



Blaulicht auf Notarztwagen
Ein Notarztwagen im Einsatz. Foto: Stephan Jansen/Archiv   » zu den Bildern

Es gab mehrere Leichtverletzte - nach Angaben des Lagezentrums der Thüringer Polizei sieben Menschen, nach Erkenntnissen der Bahn acht. Die Lawine war bei einem Unwetter auf die Strecke gerutscht, wie eine Bahnsprecherin mitteilte.

Über die Verletzten sagte eine Polizeisprecherin: «Sie haben einen Schock oder Bauch- oder Kopfschmerzen und werden von Notärzten betreut.»

Die Bergung des verunglückten Regionalzuges bei Stadtroda (Saale-Holzland-Kreis) soll am Samstagnachmittag beginnen. Ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte, ein Kran werde voraussichtlich um 14.00 Uhr an der Unfallstelle sein. Wann die Strecke wieder befahrbar sein soll, war am Samstagmorgen noch ungewiss.
 
Der Regionalexpress RE 1 war von Glauchau (Sachsen) nach Göttingen (Niedersachsen) unterwegs. Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Bahn um 19.29 Uhr zwischen Papiermühle und Stadtroda. Der Zug habe nicht rechtzeitig bremsen können. Der Verkehr auf der Bahnstrecke Hermsdorf-Klosterlausitz-Göschwitz wurde unterbrochen. Die Bahn kündigte an, einen Ersatzverkehr mit Bussen einzurichten.

In Thüringen gab es am Freitag in einigen Orten heftigen Regen.  In Königsee im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt stürzte am Freitag aufgrund des anhaltenden Starkregens das Dach eines Supermarktes teilweise ein. Wie die Polizei in Erfurt am Samstag mitteilte, mussten zehn Menschen aus dem unter Wasser stehenden Laden in Sicherheit gebracht werden.

In Apolda fiel ein Baugerüst durch das Unwetter teilweise um. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen, teilte die Polizei mit. In Weimar und Stadtroda kam es zu Behinderungen durch überschwemmte Fahrbahnen, umgestürzte Bäume und herausgedrückte Gullydeckel.

Auf den Autobahnen kam es zu mehreren Unfällen durch Aquaplaning, die jedoch meist ohne Verletzte blieben. Auf der A4 ereigneten sich fünf Unfälle, auf der A71 zwei. Auf der A9 kam es zu zwei Verkehrsunfällen. Der folgenschwerste Unfall ereignete sich auf der A9 Richtung München, wo an der Anschlussstelle Eisenberg ein 64-Jähriger mit seinem Wagen ins Schleudern geriet und mit einem anderen Pkw kollidierte. Beide Fahrer sowie die Beifahrerin des 64-Jährigen erlitten leichte Verletzungen. Den Angaben zufolge entstand ein Sachschaden von geschätzt 80 000 Euro.

Bei dem Unfall der Regionalbahn waren Teile des Triebzuges aus den Gleisen gesprungen. Die Schlammlawine war nach Angaben der Bahn bei einem Unwetter auf die Strecke gerutscht. Der Zug habe nicht rechtzeitig bremsen können. Der Regionalexpress RE 1 war von Glauchau (Sachsen) nach Göttingen (Niedersachsen) unterwegs. Der Unfall ereignete sich zwischen Papiermühle und Stadtroda. Der Verkehr auf der Bahnstrecke Hermsdorf-Klosterlausitz-Göschwitz wurde unterbrochen. Dort wurde am Samstagmorgen der Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.  dpa
 
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Veröffentlicht am:
19. 05. 2017
20:31 Uhr

Aktualisiert am:
20. 05. 2017
13:53 Uhr

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19. 05. 2017
20:31 Uhr

Aktualisiert am:
20. 05. 2017
13:53 Uhr



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