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Bad Salzungen

Rollende Mischmaschinen: Gaudirennen geht in dritte Runde

Bereits zum dritten Mal sollen als Renngeräte umgebaute Mischmaschinen durch Schweina geschoben werden. Neu ist diesmal unter anderem die Strecke der kuriosen Boliden.



Vaiko Weyh, Erfinder und Vorsitzender des 1. Schweinaer Mischmaschinenrennsportvereins. Foto: Heiko Matz
Vaiko Weyh, Erfinder und Vorsitzender des 1. Schweinaer Mischmaschinenrennsportvereins. Foto: Heiko Matz   » zu den Bildern

Schweina - Dass aus einer Bierlaune inzwischen schon fast eine kleine Tradition geworden ist, das hätte sich Vaiko Weyh vor gut drei Jahren nicht träumen lassen. Und dass er und seine inzwischen als Verein organisierten Mischmaschinenfreunde es bereits zweimal geschafft haben, zwischen 2000 und 3000 Zuschauer nach Schweina zu locken, wohl auch nicht. Doch aus Vaiko Weyhs Vision wurde Wirklichkeit. Am 27. Mai startet die nächste Auflage des kuriosesten Gaudiwettkampfes der Region.

Mit rund 20 Rennteams rechnet der Organisator diesmal. Einige, wie beispielsweise die Turboschnecken oder die Sieger aus dem Vorjahr, "Turbine Mischmaschine", sind von Anfang an dabei. "Es kommen aber auch immer noch neue dazu", erzählt Vaiko Weyh. Besonders freue er sich, dass diesmal alle drei Bad Liebensteiner Rehakliniken Teams aufstellen wollen. Und er wisse, dass es einen harten Kampf um die besten Anschieber gebe. So seien auch Profi-Sportler im Gespräch. Mehr werde dazu aber noch nicht verraten, sagt der Schweinaer mit einem Augenzwinkern.

Neu ist in diesem Jahr auch die Rennstrecke, die nicht mehr über die Altensteiner Straße, sondern über Viehmarkt und Schlossgasse des Bad Liebensteiner Ortsteils verläuft. "Die alte Strecke war teilweise sehr eng und an manchen Stellen hatten Zuschauer kaum Platz", erzählt Vaiko Weyh. An der Länge - 120 Meter müssen die Mischmaschinen möglichst schnell geschoben werden - hat sich dagegen nichts geändert. Kurz vor der Salzunger Straße ist das Ziel, und von dort ist es auch nur ein Katzensprung bis zum Festplatz, auf dem erstmals das gesamte Rahmenprogramm inklusive des Fahrerlagers veranstaltet werden soll. "In den vergangenen Jahren war das Kinderareal etwas abseits - diesmal soll alles komprimierter werden".

Das große Ziel sei zudem, das Rennen per Livestream und Großbildleinwand auf den Festplatz zu übertragen, "für die Zuschauer, die nicht gut zu Fuß sind". Ob das klappt, ist vor allem eine Frage des Geldes. "In den letzten beiden Jahren hatten wir jeden Posten gegenfinanziert, das ist auch diesmal unser Ziel", sagt Vaiko Weyh. Diesmal soll auch erstmals Eintritt - zwei Euro und unter 14-Jährige bezahlen nichts - verlangt werden. Das Aufstellen der Spendenboxen zum Rennen 2016 habe nicht den gewünschten Erfolg gebracht.

Bislang habe der Verein keinerlei finanzielles Polster und "wenn es regnet, haben wir verloren". Daher habe sich der Verein entschlossen, erstmals die Versorgung selbst zu übernehmen. Vaiko Weys Vision ist es auch nach wie vor, dass sich die Vereine aller Ortsteile der Stadt Bad Liebenstein am Rennen beteiligen "und wir dadurch alle ein Stückchen näher zusammenrücken".

Die letzten beiden Renntage hätten gezeigt, welch positive Effekte eine derartige Veranstaltung für den Ort haben könne. "Es gab nur freundliche Gesichter - das ist wie eine soziale Tankstelle", befindet der Vereinsvorsitzende.

Info und Regelwerk

Rennteilnehmer, Team-Suchende, aber auch Händler, Akteure, Schausteller und Helfer können sich über die Homepage des Vereins anmelden.

Im Regelwerk, das ebenfalls dort nachzulesen ist, steht unter anderem:

  • Die Mischmaschine muss ein Mindestgewicht von 45 Kilo haben.
  • Es ist nur ein manueller Antrieb, keine externe Unterstützung (Strom, Treibstoff, Akku) zugelassen.
  • Es gibt zwei Startkategorien, Gruppe A (Renngruppe) und Gruppe B (Fungruppe).
  • Nur Gruppe A: die Mischmaschine muss vor und nach dem Rennen als Mischmaschine nutzbar sein.
  • Nur Gruppe A: die Räder befinden sich an drei Achspunkten.
  • Nur Gruppe A: die Mischmaschine darf nur geschoben, nicht gezogen werden.
  • Die Deichsel muss eine Griffbreite für zwei Sportler aufweisen, da pro Maschine zwei Mischmaschinenrenner/innen benötigt werden.

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www.mischmaschinenrennen.de

 

 
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Marie-Luise Otto

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Veröffentlicht am:
20. 03. 2017
18:14 Uhr

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Marie-Luise Otto

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20. 03. 2017
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