zuletzt bearbeitet: 18.02.2012 08:59 Uhr
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Wohnhaus in allerletzter Minute gerettet
Noch ungeklärt ist die Ursache für den Brand, der am Donnerstagabend in einem Wohnmobil am Zella-Mehliser Hammerrödchen ausbrach und auf das nebenstehende Wohnhaus übergriff. Zwei Menschen wurden dabei verletzt.
Zella-Mehlis - Noch am späten Donnerstagabend kam Thomas Madeiski ins Feuerwehrgerätehaus, um sich bei den Frauen und Männern persönlich für ihren Einsatz und die Rettung seines Hauses am Hammerrödchen zu bedanken. Der 62-Jährige war gerade erst aus dem Klinikum Suhl entlassen worden, wo er und sein Sohn wegen einer leichten Rauchgasvergiftung und Brandverletzungen behandelt wurden. Diese hatten sie sich bei dem Versuch zugezogen, Gasflaschen aus einem brennenden Wohnmobil neben ihrem Wohnhaus herauszuholen. Die 53-jährige Mutter blieb unverletzt.
Als es nicht gelang, die Flammen selbst zu löschen, wurde die Feuerwehr alarmiert. "Um 19.13 Uhr ging bei uns die Alarmierung ein, dass ein Wohnmobil in der Nähe eines Wohnhauses brennt. Auf der Anfahrt ins Hammerrödchen erreichte uns ein weiterer Notruf, dass der Brand auch auf das Haus übergreift. Von der Talstraße aus war bereits ein großer Feuerschein zu sehen", schildert Einsatzleiter Sebastian Renner die Situation, die ihn zur Anforderung aller verfügbaren Einsatzkräfte veranlasste. Mit 28 Kameraden und sieben Fahrzeugen war die Truppe wenige Minuten später vor Ort und konnte verhindern, dass das Wohnhaus komplett ein Raub der Flammen wurde. Als die Mannschaft eintraf, war bereits der Dachstuhl betroffen, dann auch die Gebäudefassade. Der sofortige Löschangriff mit Schaum sorgte dafür, dass die Flammen nicht auch das Innere des Hauses erfassten. Gleichzeitig wurden die heißen, mit Propangas gefüllten Flaschen beiseite geschafft und im Schnee gekühlt. Nach Einschätzung von Sebastian Renner konnte in allerletzter Minute noch größerer Schaden vermieden und das Haus gerettet werden. "Herr Madeiski kam gegen 23 Uhr nach seinem Krankenhausaufenthalt noch zu uns ins Gerätehaus, um danke zu sagen", freut sich der Einsatzleiter. Eine solche Geste erlebe man sehr selten.
Nach den Löscharbeiten hatten die Feuerwehrleute noch einmal gut eine Stunde zu tun, um mit ihren Fahrzeugen aus dem steilen Hammerrödchen abrücken zu können. Mit Hacken und Schaufeln wurde die spiegelglatte Straße von Eis befreit und mit Streugut abgestumpft. Erst dann gelang es, die schwere Technik wieder ohne Schäden nach unten zu bringen. Kurz vor 23 Uhr kehrten die Einsatzkräfte in ihr Gerätehaus zurück.
Ursache noch unklar
Noch am Donnerstagabend wurden von Brandexperten der Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. Wie Eberhard Wagner, Sprecher der Polizeidirektion Suhl, mitteilte, können zur Brandursache noch keine Aussagen getroffen werden. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Der Schaden am Wohnmobil und am Wohnhaus wird auf insgesamt 80 000 Euro geschätzt.
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