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Sanierung als Werbung fürs Wohngebiet

Knapp ein Jahr nach Beginn der Sanierungsarbeiten am Hochhaus in der Leonhard-Frank-Straße 106 wurde das Gebäude nun offiziell eingeweiht. Weitere Umbauten in der Nachbarschaft folgen.

Von Caroline Berthot
  • Gewo-Chef Ralf Heymel, Sabine Steiner vom Architekturbüro Steiner+Palme, OB Jens Triebel und Andreas Schmidt vom TGA-Planungsbüro Suhl (v.l.) blicken auf das sanierte Hochhaus in der Leonhard-Frank-Straße 106. Foto: frankphoto.de
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Suhl - Baulärm und Schmutz, monatelang ein Gerüst vorm Fenster und andere Einschränkungen. Einfach waren die vergangenen Monate für die Bewohner der Leonhard-Frank-Straße 106 wahrlich nicht. Doch nun, knapp ein Jahr nach dem Beginn der Sanierung, ist das bei den Mietern schon beinahe vergessen. Die Arbeiten sind abgeschlossen und das Haus erstrahlt außen wie innen in neuem Glanz. Die Bewohner sind stolz auf ihr schmuckes Heim und froh über die neuen Annehmlichkeiten.

So auch Birgit Pötschke. Seit März 1976 wohnt sie in dem Haus und hat alle bisherigen Sanierungsarbeiten "glücklich überstanden" und nun auch die aktuelle. Sicher, es sei manchmal schon deprimierend gewesen, auf einer Baustelle zu wohnen, aber es habe sich letztlich gelohnt, meint die Rentnerin mit Blick auf die neue Fassade. Aber auch die Sitzecke neben dem Haus gefällt ihr und der neue Außenlift sei für die überwiegend älteren Bewohner eine wirkliche Erleichterung.

Dass der Lift noch nicht in Betrieb ist, liegt an einer fehlenden Notrufanlage. Doch in den nächsten Tagen wird auch das erledigt. Und wenn dann noch gemeinsam mit den Mietern die Außenanlagen gestaltet werden, sind die Arbeiten wirklich abgeschlossen. Nach knapp einem Jahr und 1,3 Millionen Euro Kosten.

Neue Anforderungen an den Brandschutz des Hauses und die Schaffung attraktiven Wohnraums hatten die Gewo dazu bewogen, die Sanierung in Angriff zu nehmen. Unter erschwerten Bedingungen, denn das Gebäude wurde in bewohntem Zustand saniert. "So etwas schafft man nur, wenn die Mieter mitziehen", bedankte sich Gewo-Chef Ralf Heymel für die Unterstützung seitens der Bewohner der 106. Auch Oberbürgermeister Jens Triebel dankte den Mietern fürs Durchhalten. Er hob aber auch die Vorbildfunktion der Sanierung hervor, einerseits für die Planungstreue bei den Kosten, andererseits für die Arbeiten an Nachbarhochhäusern, die folgend sollen.

So ist das Haus in der Leonhard-Frank-Straße 88 bereits eingerüstet und im Inneren wird schon fleißig gebaut. Für die Sanierungsarbeiten in den Nummern 42 und 62 laufen auch bereits die Vorbereitungen, so Ralf Heymel. Bis 2015 werde man die Hochhäuser der Frank-Straße weiter umbauen, sodass letztlich ein abgeschlossenes Ensemble entstehe. Die Investitionen in den Umbau der Häuser sieht der Gewo-Geschäftsführer dabei auch als Bekenntnis zum Wohngebiet.

Natürlich nimmt man die Erfahrungen der Sanierung in der 106 mit zu den anderen Baustellen, versucht Belastungen für die Bewohner geringer zu halten. Auch in puncto Information der Mieter könne man noch etwas tun, meint Joachim Sand, der die Arbeiten an seinem Haus "im Großen und Ganzen ganz in Ordnung" fand. Als Botschafter für die Sanierungen würde der OB die Mieter gerne sehen, damit auch die Wohnungen in den benachbarten Hochhäusern so schnell belegt sind wie in der 106.

Zumindest in der Nummer 88 hat das schon geklappt. Acht bisher leer stehende Wohnungen konnten hier vergeben werden. Es gebe halt keine bessere Werbetafel als eine frische Fassade, da war man sich bei Planern und Vermietern einig.

Das neu gestaltete Äußere hat auch Angela Ludwig überzeugt, im Februar in die Leonhard-Frank-Straße 106 zu ziehen. Die 52-Jährige ist froh, dass sie den Großteil der Arbeiten nicht miterlebt hat und erfreut sich nun wie auch ihre Nachbarn am frisch sanierten Heim.

    
    

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