zuletzt bearbeitet: 20.02.2012 07:27 Uhr
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Narretei am Vesserer Skilift
Dichter Nebel und unangenehmer Nieselregen hüllten am Samstag den kleinen Vesserer Lifthang ein. Der Rodel- und Skifasching wurde von einigen Unentwegten trotzdem zünftig gefeiert.
Vesser - Vom wenig einladenden Wetter ließen sich die Narren beim Rodel- und Skifasching von Vesser am Samstagnachmittag nicht abschrecken. Den Nebel am Abfahrtshang des kleinsten Suhler Ortsttels konnte auch das nach eigenen Aussagen "stärkste Mädchen der Welt" nicht beiseite schieben. So musste sich Pippi Langstrumpf alias Angelina Sturm ebenso auf extrem kurze Schlittenfahrten einstellen wie die amtierende Schwarzebeerskönigin Carolin Mähler, wie Hexe Susi Sturm sowie die Ausbrecher Sandro und Hannes im gestreiften "Knastologen-Look".
Beliebte Tradition
Die Sichtweite betrug maximal 50 Meter. Der Lift stand still; wer oben an der Abfahrt stand, sah das Ziel im Tal nicht mehr. "Jetzt haben wir alles so schön vorbereitet, jetzt feiern wir den Rodel- und Skifasching von Vesser 2012 auch", erklärte dann auch Susi Sturm, die seit Beginn dieser Wintersaison gemeinsam mit Ronny Schmidt den kleinen, aber familiären Skilift von Vesser betreibt.
Vier Kuchen hatte sie selbst gebacken, Medaillen gebastelt, Preise besorgt: "Das muss unter die Leute". Die Pflaumen-, Apfel-, Zupf- und Quarkkuchen kamen zuerst unter die Leute, die dann am Nachmittag so nach und nach eintrudelten und ganz nach Temperament mitfeierten. "Der Rodelfasching ist schon im vergangenen Jahr ausgefallen. Wir wollten die beliebte Faschingstradition hier an der Abfahrt aber beibehalten", erklärte Susi Sturm.
Burgfrau Tina Annemüller lobte denn auch die "perfekte Vorbereitung" und die Hartnäckigkeit der beiden Liftbetreiber Sturm und Schmidt, sich vom Wetter nicht allzu sehr beeindrucken zu lassen.
Noch ganz im "Siegesrausch" befand sich an diesem Nachmittag Carolin Mähler. Sie kam gerade aus Suhl, wo sie den Döllberg-Pokal im Riesenslalom gewonnen hatte. Den kleinen silberfarbenen Pokal schwenkte sie stolz über dem Kopf. Sieger des vom Suhler Döllbergverein e. V. an seinem Skihang ausgerichteten Wettbewerbs bei den Herren war übrigens Eric Lorenz vom WSV Ilmenau.
Aber auch die siegreiche Nachwuchs-Skifahrerin verzog sich für die kleine Siegesfeier mit Vater Reiner Mähler in die Lift-Baude am Hang, um im Kreise von Hexen und Burgfräuleins den Pokal mit Kuchen und Kaffee zu feiern.
"Die Idee mit dem Fasching ist eigentlich immer gut angekommen. Es geht doch sowieso mehr um den Spaß an der Freude als um Abfahrtszeiten", weiß Susi Sturm und sah die Kinder im Nebel, der sich in winzigen Tropfen auf die Haut legte, den kurzen Hang hinter der Baude hinab rutschen. "Fasching ist, wenn man trotzdem lacht", erklärte Liftbetreiberin Susi Sturm dem Wetter zum Trotz.
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