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Ein Oberbürgermeister-Kandidat steht fest

Es ist kein Jahr mehr hin, bis die Amtszeit des Oberbürgermeisters endet. Voraussichtlich im Mai 2012 stehen Neuwahlen an. Wer wird wen ins Rennen um dieses Amt schicken?

Von Heike Hüchtemann

Suhl - Auch wenn noch kein offener Wahlkampf ausgebrochen ist - eine gewisse Angespanntheit auf der politischen Bühne ist spürbar. Im Frühling nächsten Jahres wird der Oberbürgermeister neu gewählt. Doch bis jetzt kommt niemand aus der Deckung, um sich als Kandidat zu outen. Außer der amtierende Oberbürgermeister Jens Triebel (42, parteilos). "Ich werde auf jeden Fall wieder antreten." Gerüchte, dass er sich möglicherweise von einer Partei auf die Liste setzen lässt, wehrt er ab. Er sei parteilos bisher gut gefahren und so werde er sich auch wieder zur Wahl stellen.

Doch das war's dann auch schon mit der Klarheit. Alle anderen Parteien und Wählervereinigungen halten sich bedeckt, was Raum für Spekulationen lässt beispielsweise um mögliche Kandidaturen der anderen, vergleichsweise jungen Frontmänner auf der politischen Bühne. Stadtrat und CDU-Kreisvorsitzender Marcus Kalkhake (35) beispielsweise, dem etliche Ambitionen zugesprochen werden. Auch er hält sich bedeckt. Die CDU habe derzeit mehrere Personalien in der Diskussion. Ob was dran ist, dass darunter welche aus der Wirtschaft oder gar aus dem Rathaus seien, so wie es z Gerüchte streuen? "Wir suchen gründlich und in Ruhe. Fakt ist, dass der oder diejenige ein gutes Maß an politischer Erfahrung mitbringen soll. Und wir freuen uns auf den Wahlkampf", so Kalkhake. Zum Jahreswechsel will die CDU ihren Kandidaten offiziell küren.

Kein drittes Rennen

Nicht ganz so viel Zeit lässt sich Die Linke. "Wir stellen eine Kandidatin oder einen Kandidaten, sind aber noch in der Diskussion", so Ilona Burandt, stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende der Linken. Für den Oktober ist die Nominierung avisiert. Auszuschließen ist, "dass ich noch einmal ins Rennen gehe", sagt Ina Leukefeld, die bereits zweimal für das OB-Amt kandidierte. 2000 scheiterte sie in der Stichwahl gegen Martin Kummer (CDU) und 2006 konnte sie Jens Triebel nicht vom Weg ins Rathaus kicken. Gehandelt wird bei den Linken allerdings ein zweiter vergleichsweise junger, in der Politik agierender Frontmann - Fraktionschef Holger Auerswald (41). Im Oktober will die Linke ihren Kandidaten/ihre Kandidatin präsentieren.

Bleibt der Blick auf Frontmann Nummer drei - Peter Hornschuch (44), Fraktionsvorsitzender Aktiv für Suhl. Ob er mit dem OB-Amt liebäugelt, ist offen. 2006, als Aktiv für Suhl noch nicht so zerstritten war, um später in zwei Teile (Aktiv für Suhl und Freie Wähler) zu zerfallen, entschied man sich, Jens Triebel zu unterstützen. Das ist jetzt ganz anders. "Klar ist, dass Aktiv für Suhl eine erneute Kandidatur des amtierenden Oberbürgermeisters Jens Triebel, nicht unterstützt", so Hendrik Neukirchner, Sprecher von Aktiv für Suhl. "Wir haben uns zum Ziel gestellt, im kommenden Jahr einen Kandidaten oder eine Kandidatin in der Wahl für das Amt des Suhler Oberbürgermeisters zu unterstützen", heißt es in einer entsprechenden Mitteilung. Ob Aktiv für Suhl dabei einen eigenen Kandidaten beziehungsweise eine Kandidatin aufstellt oder einen geeigneten Bewerber gemeinsam mit einer anderen Stadtratsfraktion stellt, werde zur Zeit noch diskutiert.

Unklar ist derzeit auch, was in den Reihen der SPD geschieht. "Wir sind noch im Gespräch mit möglichen Kandidaten", so Kreisvorsitzende Judith Csutorka. Es sei nicht ausgeschlossen, dass ein SPD-Kandidat gestellt werde. Im Herbst, so heißt es, soll die Entscheidung fallen. Zur letzten OB-Wahl ging Falk Haase ins Rennen, der sich allerdings von der politischen Bühne zurückgezogen hat.

"Kleine" unterstützen

Wahrscheinlich keinen Kandidaten wird es aus der Suhler FDP geben. "Solch ein Wahlkampf kostet zu viel Kraft für eine kleine Partei", sagt Michael Spörer, FDP-Kreisvorsitzender. Und auch, dass die Liberalen sicher jemanden unterstützen werden, der aus einer bürgerlichen Partei kommt. Oder auch einen Parteilosen.

Ähnlich die Situation bei den Freien Wählern. "Wir stellen keinen eigenen Kandidaten", so die Chefin der Freien Wähler Suhl, Brigitte Günkel. "Wenn klar ist, wer wen aufstellt, entscheiden wir uns, wen wir unterstützen - und rein sachbezogen."

Es bleibt also spannend vor der nächsten OB-Wahl, vor der nur klar ist, dass noch vieles unklar ist. Vor Jahresende dürfte demnach der Wahlkampf nicht offen entbrennen. Übrigens muss der Stadtrat nächstes Jahr auch den Bürgermeister wählen. So steht auch hier die Frage nach Kandidaten, derer es 2006 neun an der Zahl waren. Klaus Lamprecht (Die Linke) hatte sich durchgesetzt und auch er will auf jeden Fall wieder antreten.

    
    

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Die neuesten Kommentare

ob-kanditaten

von hamburg am 12.08.2011 11:08
kalkhake wäre eine sehr schlechte wahl. hornschuch hat sich bei einigen entscheidungen wohl selbst disqualfiziert.
für lamprecht spricht die schon gewonne erfahrung als bürgermeister.die partei ist mir egal. spd-vors. csutorka hat wohl weit mehr ausstrahlung als der vorherige kanditat haase.
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