zuletzt bearbeitet: 21.11.2011 06:03 Uhr
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19 Jahre integrativer Sport in Suhl
Mit über 300 Teilnehmern wurde auch die 19. Auflage des Integrativen Sportfestes in der Wolfsgrube ein voller Erfolg.
Suhl - "Sport Frei" hieß es am Freitag wieder in der Wolfsgrube. Nach dem Bummi-Sportfest der Kindertagesstätten, wurden die Turnbeutel für das 19. Integrative Sportfest geschnürt. Bei den über 300 Teilnehmern, die sich an mehr als 20 Stationen ausprobieren durften, blieb kein sportlicher Wunsch mehr offen.
Gemeinsam mit dem Suhler Sportbund, der Privaten Fachschule für Soziales und Wirtschaft und der Behinderten- und Seniorenbetreuung im Sozialen Zentrum hatte der Suhler Familiensportverein einmal mehr das zur Tradition gewordene Sportfest organisiert. Seit vergangenem Jahr wird das Fest freitags durchgeführt, um auch den Schulen und Kitas eine Möglichkeit zur Teilnahme zu geben. Immerhin waren der Kindergarten Heiligenland und sieben Schulen aus Suhl und Zella-Mehlis dabei. "Erst dadurch gelang eine wirklich gemischte Veranstaltung, mit Behinderten und nicht-Behinderten, die gemeinsam spielen und Spaß haben", betont Kai Michaelis vom Familiensportverein Gesundheit&Rehabilitation e.V. der Stadt.
Besonders beliebt war erneut das Hockey-Turnier der verschiedenen Einrichtungen. Ob nicht-behindert oder behindert, Stadtrat oder Grundschüler, die Teilnehmer hatten Spaß daran, den Kontrahenten den Ball abzujagen und Tore zu erzielen. Da flog vor lauter Enthusiasmus auch mal ein Schläger durch die Luft oder kam eine Feldbegrenzung zu Fall.
Die Stationen des Integrativen Sportfestes betreuten in bewährter Weise die Schüler der Privaten Fachschule für Soziales und Wirtschaft. Dort sei der Tag inzwischen so beliebt, dass die jungen Leute schon frühzeitig den nächsten Termin erfragen, wie Lehrer Andreas Laue erzählt. "Das integrative Sportfest ist ein tolles Praxisfeld für die angehenden Heilerzieher, gerade für das 1. Ausbildungsjahr." Die Stationen entwickeln sie selbst und bringen immer neue Ideen ein. Dieses Jahr gab es beispielsweise eine neue Variante des Teebeutelweitwurfes und ein spannendes Besen-Minigolf. Schülerin Marie Gohl, künftige Heilerzieherin im dritten Jahr, ist bereits zum dritten Mal dabei. "Das Sportfest ist wirklich sehr schön. Vor allem, dass hier Kinder und Erwachsene zusammen Sport machen und nicht getrennt voneinander, gefällt mir."
Neben den Stationen der Schüler hatten sich auch Suhler Firmen und Einrichtungen mit Aktionsständen beteiligt. So galt es bei der Verkehrswacht, zerbrochene Verkehrsschilder wieder zusammen zu puzzeln und beim großen Glücksrad der Spangenbergapotheke konnten viele Preise gewonnen werden.
Und auch bei den Teilnehmern gibt es einige Wiederholungstäter. Olivia Gerlach ist mit der Mittelgruppe der Jenaplanschule und Lehrerin Ulla Meier dabei und feuerte ihr Hockeyteam begeistert an. "Ich bin schon zum zweiten mal hier und finde das Sportfest echt schön. Hier sieht man auch mal, wie es anderen Menschen geht", sagt die Elfjährige.
Stargast ist, wie jedes Jahr, natürlich Ottilienbad-Maskottchen Otti, der sofort von einer Meute umringt wurde. Gemeinsam mit Otti zog eine große Sportlerpolonaise durch die Sporthalle in der Wolfsgrube. Zum Abschluss erhielt jeder Teilnehmer eine der beliebten Medaillen zum Mitnehmen und Aufessen, die die Schüler des Hildburghäuser BBZ gestalteten.
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