zuletzt bearbeitet: 02.05.2011 09:15 Uhr
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1. Mai zwischen Reden und Familienfest
Die Bandbreite zum gestrigen Tag der Arbeit in Suhl bewegte sich zwischen politischem Frühschoppen und Familienfest.
Suhl - Während sich der DGB gemeinsam mit der Suhler Linke sowie der SPD, der Arbeitsloseninitiative und der DKP auf dem Unteren Markt versammelte und auch Infostände zwischen den zum "Suhler Frühling" stattfindenden Flohmarkt aufgebaut waren, lud die Suhler CDU wenige Schritte weiter auf dem Markt zu ihrem Familienfest ein.
Das Motto zur DGB-Kundgebung, die vom 1. Suhler Jugendblasmusikverein sowie den Mädchen der Suhler Tanzgalerie umrahmt wurde, hätte am gestrigen 1. Mai nicht aktueller sein können: "Faire Löhne, gute Arbeit, soziale Gerechtigkeit". Die am Tag in Kraft getretene erweiterte Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa werde von der Gewerkschaft ausdrücklich begrüßt, machte Hauptredner Torsten Wolf deutlich. Jedoch ließ der Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft keinen Zweifel daran, dass zur Wahrung der Chancengleichheit dafür in Deutschland die Voraussetzungen geschaffen werden müssen. Die Forderung der Gewerkschaft nach einem flächendeckenden Mindeststundenlohn von 8,50 Euro sei deshalb nicht neu, aber mehr denn je aktuell. Dies müsse für alle Beschäftigten gelten, auch für Leiharbeiter, bekräftigte Wolf auf der Bühne - derweil formierte sich die junge Suhler Linke als "Sklavenzug der Leiharbeiter" und zog, ihre Forderungen verteilend, durch die Reihen der Kundgebungsteilnehmer.
Leiharbeit, Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt und in der Bildung, die finanziellen Nöte der Kommunen - all das waren Themen auch der beiden anderen Redner, Iris Gleicke, parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion, und André Blechschmidt aus Erfurt, MdL der Linksfraktion.
Ohne große Reden kam die CDU aus und bot auf ihrem Fest Programmpunkte für die ganze Familie - vom Infostand des Kreisverbandes, über den Politiktalk am Nachmittag (siehe Seite 11), Streichelzoo, Auftritte des Kinderzirkus und der Sweeties aus Heinrichs bis hin zum Bücherbasar und Glücksrad, das sich wiederum für einen guten Zweck drehte. "Mit diesen Einnahmen und denen aus unserem Bücherverkauf werden wir ein soziales Projekt in Suhl unterstützen und auch unserem Patenkind in Sri Lanka ein kleines Geburtstagsgeschenk machen", erklärt Ursula Diemb, die Vorsitzende der Frauenunion.
Erstmals fand das Familienfest, das diesmal eingebunden war in den "Suhler Frühling" der Stadtmarketing Initiative und gastronomisch von Suhler Karnevalsvereinen betreut wurde, auf dem Marktplatz statt. "Wir sind mit dem Standort zufrieden, die Suhler CDU schafft es, den Markt zu füllen, unser nächstes Familienfest wird wieder hier stattfinden", resümiert CDU-Kreischef Marcus Kalkhake die Veranstaltung.
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