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Wohin geht Judenbach?

Ab 1. Januar 2014 wird es eine der Kommunen mit unter 3 000 Einwohnern im SON-Kreis als selbstständige Verwaltungseinheit voraussichtlich nicht mehr geben.

Von Stefan Löffler
  • Wird sich die Kreisstadt Sonneberg vielleicht doch in nicht allzuferner Zeit bis zum Horizont dieses Bildes erstrecken? Bis hinauf an den Rennsteig? Das ist noch nicht raus. Das aber die Einheitsgemeinde Judenbach (Bildmitte oben) wohl zum 1. Januar 2014 Geschichte sein wird, hingegen schon. Foto: copterflug.com
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Judenbach - In die Angelegenheit Gebietsreform und Gemeinden unter 3000 Einwohner kommt Bewegung. Zumindest weiß man nun in einer der betroffenen Gemeinden des Landkreises - in Judenbach (Ende 2011: 2 474 Einwohner), dass das Ende der kommunalen Unabhängigkeit nicht mehr lange aussteht. Wenn in Kürze die Bürgerversammlungen für die Judenbacher Ortsteile Mönchshof und Jagdshof anstehen - am 24. beziehungsweise 28. diesen Monats - wird einer der Haupttagesordnungspunkte die Gemeindegebietsreform sein. Denn mittlerweile haben die Judenbacher aus dem Innenministerium in Erfurt klarere Signale bekommen. Bekanntlich endet die Freiwilligkeitsphase für betroffene Gemeinden (unter 3 000 Einwohner), sich mit anderen zusammenschließen zu können, am 31. Dezember diesen Jahres. Da sich die anfänglich im Gemeinderat favorisierten Vorstellungen eines Zusammengehens mit Oberland am Rennsteig nicht erfüllten und sich die Bevölkerung bei der Befragung von 2009 zudem - wenn auch recht knapp - mehr der Kreisstadt Sonneberg zugewandt zeigte, hatte man seitens der Gemeindespitze zunächst abgewartet. Weshalb aber dieses Abwarten? Bürgermeister Albrecht Morgenroth dazu: "Auch freiwillige Gemeindezusammenschlüsse bedürfen der Zustimmung im Gesetzgebungsverfahren durch den Landtag. Egal, ob sich Judenbach in der Freiwilligkeitsphase auch entscheidet oder nicht, wird im Gesetzgebungsverfahren durch den Landtag im kommenden Jahr eine endgültige Entscheidung getroffen werden."

Abschreckendes Beispiel

Nicht zuletzt schreckten die heftigen Turbulenzen im Zusammenhang mit der "Geburt" der Gemeinde Frankenblick so manchen in Judenbach von einem ähnlichen Vorpreschen wie in Mengersgereuth-Hämmern und Effelder-Rauenstein ab. Eines steht jedenfalls fest: In Erfurt, speziell im Innenministerium, hat man scheinbar schon recht klare Vorstellungen, wie es weitergehen soll, denn es wurde seitens des Innenministeriums mitgeteilt, dass die Eigenständigkeit der Gemeinde Judenbach mit hoher Wahrscheinlichkeit zum 31. Dezember 2013 enden wird. Das hat laut Morgenroth zur Folge: "Bis zum Ablauf der Legislaturperiode des jetzigen Gemeinderates am 30. Juni 2014 wäre dieser dann nur noch Ortsteilrat für die Gemeinde." Der Bürgermeister selbst wäre ab 1. Januar 2014 als Ehrenbeamter tätig.

Schon angesprochen

Wie aber geht's nun weiter? Laut Morgenroth wolle das Innenministerium die Gemeinde zeitnah informieren und auf die zeitlichen Abläufe hinweisen. Aber wer soll denn nun Judenbach zum 1. Januar 2014 schlucken? Darüber sind - laut Morgenroth - noch keine konkreten Angaben gemacht worden. Wie in dieser Hinsicht die Uhren in der Bevölkerung ticken, hat dagegen bereits die Befragung von 2009 gezeigt - auch wenn mancher im Nachhinein behauptet, deren Ergebnis wäre anders ausgefallen, wenn die Leute im Vorfeld besser zum Thema aufgeklärt worden wären. Was viele dabei vergessen ist, dass tatsächlich im Vorfeld - auch öffentlich - mehrfach übers Thema diskutiert wurde. So war es auch schon in vergangenen Jahren bei den obligatorischen jährlichen Bürgerversammlungen in den einzelnen Ortsteilen der Einheitsgemeinde angesprochen worden. Dabei hatte sich herausgestellt, dass beispielsweise die Jagdshofer und Mönchsberger mehr zu Föritz tendieren als zu Oberland oder Sonneberg.

    
    

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