zuletzt bearbeitet: 18.02.2012 08:59 Uhr
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Retter kommen schnell
Wie arbeitet der Rettungsdienstzweckverband, in dem der Landkreis Mitglied ist? Darüber informierte dessen Geschäftsführerin Doris Conrad diese Woche den Kreistag.
Sonneberg - Von den 59.263 Einsätzen des Rettungsdienstzweckverbandes (RDZV) Südthüringen fanden im Landkreis Sonneberg 20.024 statt, was einen Anteil von 33,8 Prozent ausmacht. Die Hilfefristen werden in den einzelnen Rettungswachen zwischen 94 und 98 Prozent der Fälle eingehalten. Der Stützpunkt Steinach hatte im vergangenen Jahr 451 Einsätze mit insgesamt 10.523 Fahrtkilometern, die Rettungswache Neuhaus 3978 Einsätze mit 108.787 Kilometern und die Rettungswache Sonneberg 7990 Einsätze mit 203.623 Kilometern. Das waren einige der Zahlen, welche RDZV-Geschäftsführerin Doris Conrad dem Kreistag diese Woche vorstellte. Vorsitzende dieses Verbandes ist Landrätin ist Christine Zitzmann.
Der Verband sichert die umfassenden Leistungen des Rettungsdienstes und der Notarztversorgung für die Bürger der kreisfreien Stadt Suhl, des Landkreises Hildburghausen und des Landkreises Sonneberg und begeht in diesem Jahr sein 15. Jubiläum.
Das Herzstück der Arbeit des Verbandes ist die Zentrale Leitstelle in Zella-Mehlis. Die Leitstelle alarmiert, koordiniert und lenkt die Einsatzkräfte.
Doris Conrad stellte einen Flyer vor, den der Verband im vergangenen Jahr mit Unterstützung des Pressesprechers im Sonneberger Landratsamtes erstellt hat. "Dieser Flyer soll uns bekannter machen, aber vor allem dazu beitragen, dass die Bürger unseres Verbandsgebietes bei plötzlich auftretenden gesundheitlichen Problemen wissen, welche Hilfe sie wo in Anspruch nehmen können. Und da hilft ihnen unsere Leitstelle weiter. Wir haben gut ausgebildete Rettungsassistenten in unserer Leitstelle, die den Bürgern unseres Verbandsgebietes mit Rat und Tat zur Seite stehen", sagte Conrad.
Sie dankte den Mitarbeitern des Rettungsdienstes, der Bergwachten, der Feuerwehren, des Technischen Hilfswerkes und allen ehrenamtlichen Helfern.
Weiter informierte sie über die Verbandsarbeit im vergangenen Jahr: über die europaweite Ausschreibung der Rettungsdienstleistungen für den Rettungswachenbereich Suhl, bei der der Verband Neuland betrat. Den Zuschlag erhielt die DRK Rettungsdienst Hildburghausen gGmbH. "Zur Sicherung der bestehenden Arbeitsverträge, es handelte sich immerhin um 20 Mitarbeiter, haben wir mit der Ausschreibung einen aktiven Betriebsübergang organisiert. Diese hat am 1.1.2011 die Geschäfte im Rettungsdienstbereich der Rettungswache Suhl übernommen", informierte Conrad.
Ebenfalls im Jahr 2011 wurde ein neuer öffentlich-rechtlichen Vertrag zur Durchführung des Rettungsdienstes im Rettungsdienstbereich der Rettungswache Sonneberg, Neuhaus und Steinach vorbereitet. Aufgrund der kommunalen Gesellschafterstruktur von regioMed hat der Verband die rechtliche Möglichkeit zur Inhouse-Vergabe der Rettungsdienstleistungen für die Rettungswachenbereiche Sonneberg, Neuhaus und Steinach geprüft, die für regioMed bestätigt werden konnte. Im Dezember 2011 wurde der öffentlich-rechtliche Vertrag mit der regioMed-Kliniken GmbH abgeschlossen.
Die vertraglichen Voraussetzungen zur Gewährleistung des Rettungsdienstes im Landkreis Sonneberg sind geschaffen, ebenso die finanziellen. Die Verhandlungen mit den Kostenträgern, den gesetzlichen Krankenkassen sind positiv abgeschlossen worden. "Die regioMed-Kliniken GmbH ist ein sehr zuverlässiger Partner und erbringt die Rettungsdienstleistungen in sehr guter Qualität. Der Rettungsdienst in ihrem Landkreis ist zertifiziert und setzt die damit verbundenen Verpflichtungen auch konsequent durch", sagte Conrad. Der Anteil der regioMed-Kliniken GmbH am Gesamteinsatzgeschehen im Rettungsdienstzweckverband liegt bei zirka 34 Prozent.
Weiter berichtete die RDZV-Geschäftsführerin über die wirtschaftlichen Ergebnisse des Verbandes: Der Rettungsdienstzweckverband nahm im vergangenen Jahr 7.167.337 Euro ein. Die Verbandsumlage wurde mit 1.054.037 Euro festgesetzt. Pro Mitglied betrug diese 351.345 Euro.
Die Leitstelle erstellt jährlich eine Statistik über die Verteilung der Ereignisse im Jahr. Demnach sind für den Landkreis Sonneberg nachstehende Ereignisse erfasst:
Einsätze zur allgemeinen Hilfe: 1.853, zur Bergrettung: 12, der Feuerwehr: 2.063, Hausbesuche: 2.693, Rettungsdienst / Krankentransport: 13.334, Rettungshubschrauber 3, THW 2. Die Erfüllung der Hilfsfristen liegen im Landkreis verteilt sich wie folgt: Rettungswache Sonneberg in 96 Prozent aller Fälle, Neuhaus in 98 Prozent aller Fälle und Steinach in 94 Prozent aller Fälle. In Steinach ergeben sich im Gebiet durch die territoriale Struktur kleinere Probleme. Zum Vergleich: In den Jahren 1998 und 99 hatten die Zahlen noch bei 83 und 84 Prozent gelegen.
Als Herausforderung für dieses Jahr nannte Conrad die Umstellung des Einsatzleitsystems von Dalles 2 auf Dalles 3 und die damit verbundenen Investitionen.
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