zuletzt bearbeitet: 03.12.2011 09:06 Uhr
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Splitter im Oberschenkel
Wie erst jetzt bekannt wurde, wurde ein 61-Jähriger Steinacher am 29. Oktober bei einer Drückjagd im Forstrevier Hasenthal durch einen offenbar ab- geprallten Schuss verletzt.
Hasenthal - Ein bislang nicht bekannter Jagdunfall ereignete sich im Forstrevier bei Hasenthal. Bei einer Drückjagd wurde dort ein 61-Jähriger leicht verletzt. Der Mann war Mitglied der Jagdgesellschaft. Er wurde durch ein abprallendes und offenbar zersplitterndes Projektil getroffen. Sieben Splitter drangen in seine Oberschenkel.
Nach dem Jagdunfall hat die Polizei ein Ermittlungsverfahren gegen einen 32jährigen Jäger eingeleitet, der den Schuss abgefeuert haben soll. Die "Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung sind mittlerweile abgeschlossen", der Fall sei an die Staatsanwaltschaft in Meiningen übergeben worden, sagte Heidi Kröller, die Sprecherin der Polizeidirektion Saalfeld auf Anfrage von Freies Wort.
Drückjagd mit Büchsen
Drückjagd bedeutet, dass in der Regel mehrere Jäger, wenige oder gar keine Treiber und mehrere frei stöbernde Jagdhunde teilnehmen und die Jagd dem Schalenwild gilt. Durch die Stöberhunde wird das Wild in den Einständen mobil gemacht und kommt den an den Wechseln abgestellten Jägern meist relativ langsam nahe. Ziel von Drückjagden ist, durch nur wenige Störungen im Jahr den Schalenwildabschuss zu gewährleisten, damit dem Wild dauernde Störungen zu ersparen und den Wald vom Verbiss zu entlasten. Bei einer Treibjagd wird, im Gegensatz zur Drückjagd, auf Niederwild gejagt, auch wird dort eine größere Anzahl von Treibern eingesetzt. Auch unterscheiden sich diese Jagdarten dadurch, dass bei der Drückjagd vornehmlich mit Büchsen und bei der Treibjagd fast ausschließlich mit Flinten gejagt wird. Drückjagden finden im Winterhalbjahr und nur bei Tageslicht statt.
Bei der Treib-Jagd auf Kleinwild wie Füchse und Hasen verwenden Jäger normalerweise Schrot. Werden größere Tiere gejagt, wie offenbar in Hasenthal, dann stecken in den Büchsen gewöhnlich Geschosse mit sieben oder auch neun Millimetern, die auf etwa 200 Meter abgefeuert werden können und 57 oder auch 65 Millimeter lang sind. Die Treibladung sorgt für erhöhte Durchschlagskraft. Die Patrone soll das Wild so verletzten, dass es viel Blut verliert, damit es einen schnellen Tod findet oder von Spürhunden schnell gefunden werden kann, erläutert ein Jäger.
Jagdunfälle sollen durch verschiedene Vorsichtsmaßnahmen vermieden werden. Üblicherweise werden Jäger und Treiber vor Beginn einer Jagd belehrt über die Wildarten, die bejagt werden, und auch über die Richtung, in die Schüsse vom jeweiligen Hochsitz abgegeben werden dürfen. "Der Schusskorridor wird bekannt gegeben", sagt ein Insider. Ferner werde ein Zeitraum für die Jagd bekannt gegeben, in dem geschossen werden dürfe. "Solange die Jagd dann läuft, dürfe niemand seinen Stand verlassen." Wenn die Jagd abgeschlossen sei, müssten die Jäger auf ihren Hochsitzen warten, bis sie abgeholt werden. Neben diesen Vorsichtsmaßregeln bei der Jagd habe jeder Jäger letztlich die Verantwortung dafür, dass sein Schuss auch sicher sei. Könne er also das Umfeld nicht genau erkennen, könne er nicht ausschließen, dass irgendjemand in der Nähe der Schussbahn ist, "darf er eigentlich nicht abdrücken." So referieren Jäger die Gesetze der Jagd. Dennoch ereignen sich dabei immer wieder Unfälle wie jetzt Ende Oktober im Revier Hasenthal.
Schwere Jagdunfälle
Im Internet sind allein für die letzten Novembertage 2011 zwei schwere Jagdunfälle in Deutschland dokumentiert. "Jäger trifft Kollegen lebensgefährlich" titelte die Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung am 28. November: "Ein schwerer Jagdunfall hat sich am Sonntagvormittag bei einer Treibjagd in der Nähe des Altomünsterer Ortsteils Thalhausen ereignet.
Ein 44 Jahre alter Jäger aus Aichach feuerte mit seiner Waffe einen fatalen Fehlschuss ab und verletzte einen 42-jährigen Kollegen schwer. Der Mann wurde am ganzen Körper von Schrotkugeln getroffen und dabei lebensgefährlich verletzt. Nach Auskunft der Polizei schwebt der 42-Jährige mittlerweile nicht mehr in akuter Lebensgefahr. Die genauen Umstände des Unfalls sind bisher nicht geklärt, die Befragung der Zeugen ist noch nicht abgeschlossen. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung. Der folgenschwere Schuss fiel am Sonntagvormittag gegen zehn Uhr bei einer Treibjagd auf Hasen in der Nähe von Thalhausen."
Am 26. November meldete die Leipziger Volkszeitung: "40-Jähriger von Jäger erschossen. Bei einem tragischen Jagdunfall im Leipziger Nordwesten ist am Samstagmorgen ein 40-Jähriger tödlich verletzt worden. Der Mann wurde in einem Waldstück bei Schlobachshof nahe Gundorf von der Kugel eines Jägers getroffen. 'Er ist offenbar in die Schusslinie geraten', sagte Harald Effenberger von der Leitstelle der Feuerwehr. Die Leipziger Staatsanwaltschaft ermittle nun gegen einen 67 Jahre alten Mann aus Leipzig wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung."
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Die neuesten Kommentare
Nicht ganz korrektvon Wildtierbeauftragter am 05.12.2011 14:34Es gibt wesentlich mehr Jagdunfälle als im Zeitungsbericht erwähnt. Wer alle sehen will muss bei abschaffung-der-jagd nachsehen. In diesem Jahr gibt es bereits 15 Tötungsdelikte durch Jäger in Deutschland. Ohne Selbstmorde und sogenannte Unfälle. Nach den Auflagen der BG können solche Unfälle praktisch nicht vorkommen. Da sie dennoch ständig vorkommen zeigt nur das den Jägern Gesetze völlig egal sind. Jedes Jahr gibt es bis zu 40 Tote bei der Hobbyjagd. Kein anderes Hobby produziert soviele Tote und schwer Verletzte und dennoch ist es das einzigste Hobby bei denen die mit am niedrigsten Strafen verhängt werden. (14 Monate Bewährung bei fahrlässiger Tötung und 3000€ ist ein Witz und gehört in den Bereich Portokasse). Das zeigt wie Korrupt das System um die Jagd ist. Durchgehend von Jagdbehörden bis zu Gerichten und Politik. |
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gegen die Jagdvon fuertiere
(41) am 05.12.2011 12:06- Die Jagd schadet dem Gleichgewicht der Natur - Durch die Jagd steigt die Überpopulation der Wildscheine & andere Waldtiere immer weiter: - Familienverbände werden auseinandergerissen, worauf die Wildschweine mit vermehrter Fortpflanzung reagieren - Durch das Ausstreuen von Futter werden die Waldtiere angeregt sich noch mehr zu vermehren - Die Bejagung des Fuchses führt zur Flucht und damit zur Ausbreitung von Tollwut - Alle wesentlichen von der Jägerschaft genannten Gründe für die Jagd sind heute wissenschaftlich widerlegt - Der Jagd fallen jährlich zusätzlich ca. 400.000 Katzen und ca. 65.000 Hunde zum Opfer ------------------------------------------------------ Entschuldigung, ist das Satire? Admin |
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